WM 2011: Europäische Qualifikationsgruppen ausgelost

Von am 17. März 2009 – 15.30 Uhr

Am UEFA-Hauptsitz in Nyon wurden heute die acht Gruppen für die europäische Qualifikation zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 ausgelost. Und einige der Topteams erwischten alles andere als leichte Aufgaben und wurden direkt in eine Gruppe zusammengelost, wie etwa Frankreich und Island, die beiden EM-Gegner der DFB-Elf bei der Europameisterschaft in Finnland.

Die Französinnen müssen sich  in Gruppe 1, der einzigen Sechsergruppe, mit den Emporkömmlingen aus Island auseinandersetzen. Schon in der Qualifikation zur EM 2009 trafen die beiden Teams aufeinander, damals gewann Island sein Heimspiel mit 1:0, die Französinnen behielten auf eigenem Terrain knapp mit 2:1 die Oberhand.

Norwegen misst sich mit Niederlande, Dänemark mit Schottland
In Gruppe 2 muss Norwegen am meisten die Konkurrenz der Niederländerinnen fürchten, die in den vergangenen Jahren wie Island große Fortschritte gemacht haben. Dänemark in Gruppe 3 dürfte vor allem vor Schottland gewarnt sein, deren schwedische Trainerin Anna Signeul im nordeuropäischen Frauenfußball bewandert ist.

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In Gruppe 4 hat die Ukraine Losglück gehabt und eine lösbare Aufgabe erwischt. In  Gruppe 5 muss sich England mit Spanien auseinandersetzen. Auch Österreich und die Türkei wurden zu dieser Gruppe hinzu gelost. „Die Engländerinnen sind der ganz klare Favorit in unserer Gruppe, gegen Spanien können wir an einem starken Tag auch auswärts eine Überraschung liefern. Die Türkei und Malta müssen wir schlagen“, so Österreichs Teamchef Ernst Weber.

Schweiz mit Außenseiterchance, lösbare Aufgabe für Schweden
Die Schweiz hat in Gruppe 6 mit Russland und Irland durchaus Außenseiterchancen. In der Gruppe 7 dürfte es einen Zweikampf mit Italien und Finnland geben, doch auch Portugal hat sein Niveau in den vergangenen Jahren deutlich angehoben und den Finninnen zuletzt beim Algarve Cup nach 90 Minuten ein 1:1 abgetrotzt.

Die Schwedinnen müssen sich in Gruppe 8 unter anderem mit Tschechien, gegen die man bereits zweimal in der WM-Qualifikation 2007 gewann, und Belgien auseinandersetzen, eine lösbare Aufgabe. „Es wird vor allem spannend, weil der Gruppensieg nicht mehr automatisch einen WM-Startplatz garantiert“ so Schwedens Trainer Thomas Dennerby.

41 Nationen wurden auf acht Qualifikationsgruppen, sieben Fünfergruppen und eine Sechsergruppe aufgeteilt, Deutschland hat als Gastgeber einen automatischen Startplatz für das Turnier sicher. Die WM-Qualifikationsspiele beginnen am 19./20. September 2009 und werden am 25. August 2010 abgeschlossen sein.

Entscheidende Play-offs
Die acht Gruppensieger qualifizieren sich für Play-off-Spiele am 11./12. und 15./16. September 2010, in denen die vier WM-Teilnehmer ermittelt werden.  Die unterlegenen Teams kämpfen dann in einer zusätzlichen Play-off-Runde um die Startberechtigung für das  Play-off-Duell gegen den Dritten der CONCACAF-Qualifikation, wo ein weiterer WM-Teilnehmer ermittelt wird.

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Die WM-Qualifikationsgruppen im Überblick

Gruppe 1: Frankreich, Island, Serbien, Nordirland, Kroatien, Estland
Gruppe 2: Norwegen, Niederlande, Weißrussland, Slowakei, Mazedonien
Gruppe 3: Dänemark, Schottland, Griechenland, Bulgarien, Georgien
Gruppe 4: Ukraine, Polen, Ungarn, Rumänien, Bosnien-Herzegowina
Gruppe 5:  England, Spanien, Österreich, Türkei, Malta
Gruppe 6: Russland, Irland, Schweiz, Israel, Kasachstan
Gruppe 7: Italien, Finnland, Portugal, Slowenien, Armenien
Gruppe 8:  Schweden, Tschechien, Belgien, Wales, Aserbeidschan

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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  • Spielfeldrand - Das Magazin » Blog Archive » DailySoccer 18/03/2009 sagt:

    […] WM 2011: Europäische Qualifikationsgruppen ausgelost “Mein Herz stoppte drei Mal” VW Renews, Expands MLS Deal Abpfiff für französische Sportzeitung “Le 10 Sport”. Bundesliga sucht nach neuen Werbepartnern Vorhang für Premiere: „Sky“ als Nachfolger? Torwart Koch muss Karriere beenden Hertha- und BVB-Spieler beim Demolieren von Autos erwischt Bayern-Chef Rummenigge: Demichelis bleibt bis 2012 Nicu-Debüt für Rumänien rückt näher Diskussionen über Super-Liga […]