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Turbine setzt gegen HSV ganz auf Offensive

Von am 14. März 2009 – 13.31 Uhr 2 Kommentare

Vorige Woche waren die beiden Trainer Bernd Schröder und Achim Feifel auf Einladung des DFB noch gemeinsam an der portugiesischen Algarve, um sich mit neuen Entwicklungen im Frauenfußball auseinanderzusetzen. Am Sonntag, 14.00 Uhr, stehen sie sich im Karl-Liebknecht-Stadion als Kontrahenten gegenüber, wenn der 1. FFC Turbine Potsdam im ersten Heimspiel seit fast fünf Monaten versuchen wird, mit einem Dreier gegen den Hamburger SV den Druck auf das Top-Trio aufrechtzuerhalten.

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„Wir werden versuchen, mit ordentlichem Angriffsspiel zu überzeugen“, verspricht Schröder, dessen Elf gegen die Hanseatinnen wohl einiges an Geduld brauchen wird, um zum Erfolg zu kommen. Die Hamburgerinnen hielten auswärts schon mehrfach lange gut mit, zuletzt bei der 2:5-Niederlage beim FCR 2001 Duisburg, die erst in der Schlussviertelstunde besiegelt wurde.

Unbequemer Gegner
„Ich hoffe, dass wir richtig reinkommen“, so Schröder der den HSV als „unbequeme Mannschaft“ einstuft. Neben Kim Kulig verweist er besonders auf die Ex-Potsdamerin Aferdita Kameraj, Angreiferin Tanja Vreden und Patricia Hanebeck, bei der sich der 66-Jährige einen Seitenhieb in Richtung Bundestrainerin Silvia Neid nicht verkneifen kann: „Die gehört in die Nationalmannschaft.“

Besonderes Augenmerk dürfte in Reihen des HSV auf Kim Kulig liegen, die bei ihren Auftritten mit der A-Nationalmannschaft an der Algarve überzeugen konnte, aber mit einer gewissen Müdigkeit in das Spiel gehen dürfte. „Eine vielseitig einsetzbare Spielerin“, lobt der Turbine-Trainer, der wohl ohne seine Abwehrspielerin Bianca Schmidt wird auskommen müssen, die aus Portugal eine Oberschenkelverletzung zurückbrachte. Ihr Einsatz ist genauso fraglich wie der von Viola Odebrecht, die einen Bluterguss im rechten Knie hat.

Hoffen auf Kulig
Beim HSV will man sich so teuer wie möglich verkaufen, auch wenn es zuletzt nicht ganz rund lief. „Die Favoritenrolle ist klar verteilt, aber wir wollen es den Potsdamerinnen so schwer wie möglich machen.“, so HSV-Trainer Achim Feifel der hofft, dass Kulig auch in Potsdam für Impulse sorgen und der Mannschaft einen „positiven Schub“ geben kann.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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