Aufsteiger Jena ohne Furcht vor Wolfsburg

Von am 14. März 2009 – 11.52 Uhr

Der FF USV Jena will am Sonntag, 15. März, 11.00 Uhr, im dritten Heimspiel 2009 nach den beiden Unentschieden gegen den Herforder SV (2:2) und den 1. FFC Frankfurt (1:1) endlich den ersten Sieg. Jedoch kein leichtes Unterfangen gegen den in Schwung gekommenen VfL Wolfsburg.

Gegen die SG Essen-Schönebeck (1:0) und beim SC 07 Bad Neuenahr (5:0) siegte das Team von Trainer Ralf Kellermann, der gerade seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat, gegen Meister Frankfurt gab es zuletzt nach einer 2:0-Führung eine 2:3-Niederlage. Kellermann warnt vor der giftigen und aggressiven Spielweise des Gegners und hofft, dass seine Spielerinnen den Gegner wegen des klaren 6:0-Siegs im Hinspiel nicht unterschätzen.

Aufsteiger nicht unterschätzen
„Das Ergebnis aus der Hinrunde müssen wir aus unseren Köpfen streichen, der FF USV Jena hat sich als Aufsteiger weiterentwickelt und auch in der Winterpause verstärkt. Wir wollen aber an die guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen und mit unserer individuellen Klasse die Punkte gegen die kompakt stehenden Jenaerinnen nach Wolfsburg holen.“

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Wie bei einigen anderen Teams auch gestaltete sich die Vorbereitung unter der Woche etwas schwierig. Zeitweise konnte Kellermann nur sieben Spielerinnen zum Training begrüßen. Martina Müller und Navina Omilade sowie Katri Noko-Koivisto weilten beim Algarve Cup, Rebecca Smith dürfte durch das engagierte Auftreten mit der neuseeländischen Nationalmannschaft und dem starken vierten Platz beim Zypern-Pokal aber weiter Selbstvertrauen getankt haben.

Wiedersehen mit Anna Blässe
Die grippegeschwächte Torhüterin Nadine Richter stieg erst Donnerstag wieder ins Training ein und muss möglicherweise durch Friederike Rißling ersetzt werden. Shelley Thompson hat, ebenso wie Lisa Eichholz, leichte Probleme mit den Adduktoren. Steffanie Ende klagt über Kapselschmerzen, doch Kellermann hofft, dass bis Sonntag alle einsatzbereit sein werden. Für Anna Blässe ist das Gastspiel in Thüringen eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte, wo sie bis 2006 spielte.

Besondere Aktion
Personell kann das Team um Trainerin Heidi Vater aus dem Vollen schöpfen. Die Trainerin hofft, dass sich die Mannschaft gefestigt und die Neuzugänge noch besser integriert haben. Beim USV will man zeigen, dass man mit der Elf, die das Hinspiel 0:6 verlor, heute nicht mehr zu vergleichen ist.

Für die Partie in Jena haben sich die Verantwortlichen etwas Besonderes ausgedacht. Besucher des Spiels können sich über eine Freikarte für das anschließende Drittligaspiel des FC Carl Zeiss Jena gegen Kickers Offenbach freuen, Besitzer einer Dauerkarte des FC Carl Zeiss Jena haben beim Spiel der Frauen freien Eintritt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.