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Schweden gewinnt Algarve Cup

Von am 11. März 2009 – 19.09 Uhr 1 Kommentar

Mit einem 4:3-Erfolg nach Elfmeterschießen hat die schwedische Frauenfußball-Nationalmannschaft das Finale gegen die USA und somit den Algarve Cup gewonnen. Stina Segerström verwandelte den entscheidenden elften Elfmeter für die Schwedinnen, Heather Mitts verschoss ausgerechnet in ihrem 100. Länderspiel den letzten Elfmeter für die USA.

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Nach den regulären 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden, Shannon Boxx hatte erst in der Nachspielzeit (90.) die Führung von Lotta Schelin (19.) egalisiert.

Nervenflattern
Das Elfmeterschießen geriet zur Nerven-Lotterie. Denn erst nach dem 13. Elfmeter stand er Turniersieg der Schwedinnen fest. Auf US-Seite verschossen gleich vier Spielerinnen ihre Elfmeter – Megan Rapinoe, Christie Rampone, Angie Woznuk und Heather Mitts. Auf Schwedens Seite verschossen Anna Paulson, Lotta Schelin und Emelie Olander.

In der ersten Spielhälfte waren die Schwedinnen die überlegene Mannschaft. Geschickt ließen sie den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren, das US-Spiel kam hingegen kaum Schwung. Mit einem Flachschuss bezwang Schelin US-Torhüterin Hope Solo, nachdem sie zuvor von Kapitänin Svensson in ihrem 158. Länderspiel perfekt bedient worden war.

Ausgleich durch Boxx
In den zweiten 45 Minuten steigerte sich das Team von Trainerin Pia Sundhage, doch Schelin hatte in der Anfangsviertelstunde das 2:0 auf dem Fuß, fand diesmal aber in Solo ihre Meisterin (54.), genauso wie 13 Minuten später, als die Amerikanerin wieder die Oberhand gegen ihre gute Freundin behielt (67.).

Und wie schon gegen Island trafen die Amerikanerinnen erneut in der Nachspielzeit. Boxx nahm ein Zuspiel von Rapinoe auf und verwertete zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich (90.). Doch am Ende zogen die US-Girls zum zweiten Mal nach 2005 den Kürzeren im Elfmeterschießen – damals gewann die deutsche Mannschaft.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Rainer sagt:

    Die Medien in Schweden haben den Algarve-Cup völlig verschlafen und sind nun natürlich mit dem unerwarteten Erfolg ihres Teams konfrontiert. Viele Fans beschweren sich, dass man nicht einmal in der Lage war, schnellstens das Finale zu übertragen…
    Ich denke, dass der Sieg der Gelbblauen für den FF in Schweden einiges bedeutet. Für Trainer Thomas Dennerby ist es der größte Erfolg seiner Amtszeit. Selbst wenn man berücksichtigt, dass alle Teams hier sehr viel experimentieren und die Algarve-Form nicht unbedingt richtungsweisend für die „echten“ Turniere ist, muss man den Schwedinnen doch hohe Anerkennung zollen. Mit Ausnahme von Lotta Schelin, die bei Lyon im Spielbetrieb ist, sind alle Schwedinnen noch in der Aufbauphase vor der Saison, die erst Ende März starten wird. gerade Schelin hat wohl beweisen können, dass sie wirklich zu den besten Stürmerinnen im FF zählt. Für junge und hochtalentierte Spielerinnen wie Asllani und Fors ist dies eine sehr wichtige Erfahrung wie eben auch für das ganze Team, nacheinander den Zweiten und Ersten der Weltranglste geschlagen zu haben.

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