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Algarve Cup: Kann die DFB-Elf die Löcher in der Abwehr stopfen?

Von am 11. März 2009 – 10.13 Uhr

Zum Abschluss des Algarve Cups 2009 trifft die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft heute im Spiel um Platz 3 im Estádio Algarve von Faro auf Dänemark (live ab 14.00 Uhr im ZDF und Womensoccer-Liveblogging). Nach der 2:3-Schlappe gegen Schweden möchte sich das Team von Bundestrainerin Silvia Neid mit einem Erfolgserlebnis aus Portugal verabschieden. Doch dies kann nur mit einer Stabilisierung der Abwehr gelingen.

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Kein leichtes Unterfangen gegen eine dänische Nationalmannschaft, die im bisherigen Turnierverlauf jeweils 2:0-Siege gegen Norwegen und Island erzielte und gegen die USA nur durch ein Tor in der Nachspielzeit etwas unglücklich mit 0:1 verlor. „Dänemark ist ein unangenehmer Gegner“, weiß auch Neid, die den Skandinavierinnen Lauf-, Spiel- und Zweikampfstärke attestiert.

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„Das wird erneut ein schweres Spiel für uns. Aber genau das wollen wir ja: Wir brauchen starke Gegner, damit wir erneut dazu lernen können.“ In diesem Sinne war das Spiel gegen Schweden eine wahrhaft lehrreiche Erfahrung, die verletzten Abwehrspielerinnen Kerstin Stegemann, Ariane Hingst und Annike Krahn wurden schmerzlich vermisst und konnten von Saskia Bartusiak, Navina Omilade und auch Sonja Fuss nicht adäquat ersetzt werden.

Schmidt noch leicht angeschlagen
Neid wollte die Niederlage gegen Schweden zwar nicht überbewerten, doch nach genauerer Analyse räumte auch sie ein: „Das war zu wenig. Wir haben in der ersten Halbzeit schwach umgeschaltet und gegen so eine erfahrene Mannschaft wie die Schwedinnen zu wenig dagegengehalten.“ Bleibt die Hoffnung, dass es gegen Dänemark besser klappen wird, einen Gegner, gegen den die DFB-Elf in der Vergangenheit meist gut ausgesehen hat.

In 18 Spielen gab es elf Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen. Doch im vergangenen Jahr gab es beim Algarve Cup gegen das Team von Trainer Kenneth Heiner-Møller eine 0:1-Niederlage. Bis auf die am Oberschenkel noch leicht angeschlagene Bianca Schmidt sind alle Spielerinnen im deutschen Team fit, Wiedergutmachung ist angesagt.

Dänemark zunächst ohne Pape
Dänemark kann voraussichtlich nicht in seiner stärksten Besetzung antreten. Der Einsatz von Mariann Gajhede ist ebenso fraglich wie der von Stürmerin Maiken With Pape, die noch eine Leistenverletzung aus dem USA-Spiel plagt. Möglicherweise kann sie aber ein paar Minuten als Einwechselspielerin absolvieren. Für Pape wird Merete Pedersen von Beginn an stürmen, flankiert von Julie Rydahl und Johanna Rasmussen.

Heiner-Møller meint: „Für uns ist es gut, in der EM-Vorbereitung gegen so viele starke Nationen wie möglich zu spielen. Wir freuen uns darauf, uns mit Deutschland zu messen. Im Vorjahr haben wir sie bereits geschlagen, es ist also alles möglich.“ Für beide Teams geht es neben dem dritten Platz auch noch um den Sieg in der Fairplay-Wertung, da beide Teams bisher keine Gelbe Karte im Turnierverlauf erhalten haben.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.