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Deutschlands EM-Gegner präsentiert nackte Tatsachen

geschrieben von – 10. März 2009, 20:16 Uhr | 7.745 Leser1. Kommentar abgeben

Als wir Anfang 2007 Womensoccer ins Leben gerufen haben, drehte sich einer der ersten Beiträge darum, dass ein spanisches Frauen-Futsal-Team die Hüllen fallen ließ, um die öffentliche Wahrnehmung für die Sportart zu erhöhen. Nun hofft auch die französische Frauenfußball-Nationalmannschaft, mit nackten Tatsachen mehr Anhänger gewinnen zu können.

Wie der französische Internetdienst mit dem einprägsamen Namen „Les Dessous du Sport“ berichtet, hat sich der französische Fußballverband (FFF) dazu entschlossen, die Spielerinnen nackt für eine Werbekampagne posieren zu lassen, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen und die Stadien zu füllen. Eine klassische, aber umstrittene Vorgehensweise. Ob die tätowierte Elodie Thomis, die blonde Corine Franco oder die brünette Gaétane Thiney – für jeden Geschmack hält der FFF etwas bereit.

Die Öffentlichkeit schocken
„Als der Verband uns von diesem Projekt erzählt hat, fanden wir es superinteressant“, so Torhüterin Sarah Bouhaddi. „Wir haben an der Kampagne teilgenommen, damit die Leute auf den Frauenfußball reagieren. Wir wollten die Öffentlichkeit schocken, damit sie endlich unsere Spiele anschauen.“ Mit den Werbefotos hoffen die Spielerinnen die Medienberichterstattung über das Team zu vergrößern, das Image des Frauenfußballs in der Öffentlichkeit zu verändern und die Zuschauerzahlen zu erhöhen, indem man Interesse und Neugier weckt.

Nationaltrainer Bruno Bini sieht die Angelegenheit zwiespältig: „Die Mädchen verdienen es, dass mehr Zuschauer in die Stadien kommen, sie arbeiten hart dafür. Man wird sehen, was diese Kampagne bringt, aber das ist schon mutig von ihnen. Das Problem ist, dass man über die Fotos und nicht über den Sport spricht.“

Bini: „Welt voller Machos und Spießer“
Seit der Publikation der Fotos haben die Interviewanfragen zugenommen. „Das beweist, dass wir in einer Welt voller Machos und Spießer leben. Wir könnten auf Zypern sterben, das würde wohl keinen kratzen. Es ist zum Verzweifeln.“ Bini spricht lieber über sportliche Aspekte.

„Wir haben auf Zypern in den Gruppenspielen sieben von neun Punkten erzielt. Wir bereiten uns in Ruhe vor, man verschafft gewissen Spielerinnen Spielpraxis und man lernt, Zeit miteinander zu verbringen. Nach dem Turnier auf Zypern bestreiten wir im April zwei Testspiele gegen die Schweiz, danach lassen wir die Spielerinnen erst einmal in den Vereinen ihre Saison zu Ende spielen.“

Schlagwörter:
Markus Juchem

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