Algarve Cup: Ohne Inka Grings gegen Schweden

Von am 8. März 2009 – 14.47 Uhr 1 Kommentar

Der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft reicht im abschließenden Gruppenspiel beim Algarve Cup am Montag gegen Schweden (live ab 14.00 Uhr im ZDF und Womensoccer-Liveblogging) bereits ein Remis, um am Mittwoch das Endspiel gegen die USA zu bestreiten. Doch bei diesem Unterfangen muss das DFB-Team auf Topstürmerin Inka Grings verzichten.

Die 30-Jährige leidet unter einer Magen-Darm-Grippe. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Inka spielt, denn sie wird sicher geschwächt sein. Wir haben sie auch auf ein Einzelzimmer verlegt, damit sie niemanden ansteckt“, so Bundestrainerin Silvia Neid. Wieder mitwirken kann hingegen Linda Bresonik, die im Abschlusstraining am Sonntag keine Probleme mehr mit dem gezerrten Oberschenkel hatte.

Neid erwartet nach den lockeren Siegen gegen Finnland (2:0) und China (3:0), dass ihr junges Team diesmal mehr zu kämpfen haben wird. „Unsere Abwehr wird gegen den starken Sturm der Schwedinnen sicher mehr gefordert werden als bisher“, sagte Neid, die die beiden bisherigen Siege nicht überbewerten will.

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Sonderlob für Kim Kulig
„Erst nach dem Spiel gegen Schweden werden wir schlauer sein“, meint Neid. Doch das ebenfalls verjüngte schwedische Team konnte im bisherigen Turnierverlauf nicht überzeugen, kam nur zu einem Remis gegen China (0:0) und einem knappen Sieg gegen Finnland (1:0). „Wenn wir nun schon sechs Punkte auf dem Konto haben, dann wollen wir gegen Schweden auch gut aussehen und ins Endspiel kommen“, sagt Neid, die vor dem Turnier betont hatte, dass Ergebnisse in dieser Phase der Saison eher zweitrangig sind.

Vor allem die jungen Spielerinnen konnten im bisherigen Turnierverlauf überzeugen, allen voran Kim Kulig, die seit ihrem Wechsel in die 1. Bundesliga zum Hamburger SV einen deutlichen Leistungssprung nach oben gemacht hat. „Kim ist richtig klasse und eine echte Bereicherung. Mit ihren erst 18 Jahren ist sie schon eine richtige Persönlichkeit“, hält Neid ein Sonderlob für die Wahl-Hamburgerin bereit.

Junge schwedische Elf
Doch auch andere junge Spielerinnen konnten bei ihren bisherigen Auftritten überzeugen, wie etwa Abwehrspielerin Bianca Schmidt vom 1. FFC Turbine Potsdam oder auch Katharina Baunach vom FC Bayern München.

Ob Schweden in der derzeitigen Verfassung und Phase vor Beginn der nationalen Meisterschaft als echter Gradmesser dient, ist fraglich. Beim 1:0-Sieg gegen Finnland stand mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren zudem die jüngste Elf der Ära von Trainer Thomas Dennerby auf dem Platz.

Schelin wieder fit
Jessica Landström zog sich in der Schlussphase nach einem Zusammenprall mit Finnlands Torhüterin Tinja-Riikka Korpela eine Knieverletzung zu, sie wird gegen Deutschland wohl nicht zur Verfügung stehen. Mit dabei sind allerdings dann wieder Charlotte Rohlin und Lotta Schelin.

Nilla Fischer, die den einzigen Treffer im Spiel gegen Finnland erzielte, freut sich auf das Duell mit der deutschen Mannschaft. „Seit den Olympischen Spielen haben wir ja einige Niederlagen kassiert. Aber jetzt wollen wir unbedingt gegen Deutschland gewinnen, wir freuen uns auf das Gruppenfinale.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Markus Juchem sagt:

    Die deutsche Startformation: Angerer – Fuss, Omilade, Bartusiak, Peter – Bresonik, Kulig – Garefrekes, Bajramaj, Behringer – Müller

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