Fakten und Zahlen rund um den Algarve Cup

Von am 4. März 2009 – 11.25 Uhr

Seit 1994 wird im Süden Portugals der Algarve Cup ausgetragen, in diesem Jahr bereits schon zum 16. Mal. Grund genug für Womensoccer, einmal die interessantesten Fakten und Zahlen rund um das Turnier zu präsentieren.

Bei den bisher 15 Algarve-Cup-Turnieren wurden insgesamt 285 Spiele ausgetragen, in denen 838 Tore fielen, ein Schnitt von 2,94 Tore pro Spiel.

Rekordspiel England gegen Schweden
Nur 16 Spiele endeten torlos, die bisher trefferreichste Partie war das Spiel England gegen Schweden am 5. März 2002, das die Skandinavierinnen mit 6:3 gewannen.

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Damit hatten beide Teams auch großen Anteil daran, dass 2002 das bisher torreichste Turnier stattfand, insgesamt wurden 88 Treffer erzielt, 1994 waren es hingegen nur 27, so wenig wie bei keiner anderen Auflage des Turniers.

2001 wurde die höchste Trefferquote erzielt, 63 Tore in 16 Spielen bedeuteten einen Schnitt von 3,94 Toren pro Spiel, 2003 fielen in 24 Spielen hingegen nur 56 Tore, ein Schnitt von 2,33 Toren pro Spiel, der in keinem anderen Jahr unterboten wurde. Manchmal trafen die Spielerinnen auch in die falsche Richtung, insgesamt wurden 15 Eigentore erzielt, im Schnitt also ein Eigentor pro Turnier.

Erfolgsteam USA
Als erfolgreichstes Team erwiesen sich im Laufe der Algarve-Cup-Geschichte die USA, die im Schnitt 2,20 Punkte pro Spiel holte. Zum Vergleich: Deutschland liegt hinter den USA, Norwegen, Schweden, Italien und Griechenland auf Platz 6 mit 1,70 Punkten pro Spiel. Bei ihren fünf Teilnahmen bestritte die deutsche Elf 20 Spiele, von denen sie elf gewann, acht verlor und einmal unentschieden spielte bei einem Torverhältnis von 34:15.

Am treffsichersten präsentierte sich Norwegen, das insgesamt in 59 Spielen bereits 121 Tore erzielte, die wenigsten gelangen Australien (2),  das allerdings auch nur einmal 1999 am Turnier teilnahm und auch die wenigsten Gegentreffer insgesamt kassierte (4). Das beste Torverhältnis weist die USA auf, 110:44 bedeuten ein Plus von 66 Toren.

Finnland mit löchrigster Abwehr
Die meisten Gegentreffer kassierte bis jetzt Finnland, das Team musste 136 Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen. Die Nordeuropäerinnen halten weitere Negativrekorde: 40:136-Tore bedeuten ein Minus von 96 Toren und somit die schlechteste Tordifferenz aller bisherigen Teilnehmer. In 49 seiner 59 Partien musste Finnland Gegentreffer einstecken, 12 Mal hintereinander blieb das Team ohne Sieg.

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Besser machten es die Amerikanerinnen, die in 51 Spielen insgesamt 27 Mal ohne Gegentreffer blieben. Die USA, China und Norwegen halten mit jeweils neun Erfolgen am Stück den gemeinsamen Rekord für die längste Siegesserie. Die USA blieben gar einmal in 17 Spielen in Folge unbesiegt, ein unerreichter Rekord. Schweden spielte dreimal in Folge Remis und ist damit genauso Rekordhalter wie Portugal, das elfmal in Folge verlor.

Ljungberg und Svensson beste Torschützinnen
An der Spitze der ewigen Torschützinnenliste liegen gemeinsam zwei Schwedinnen: Hanna Ljungberg und Victoria Svensson erzielten jeweils 14 Tore, beste deutsche Spielerin ist Birgit Prinz mit sieben Treffern, die ihre Bilanz verletzungsbedingt in diesem Jahr nicht verbessern kann. Gleich 16 Spielerinnen teilen sich den Rekord, die höchste Anzahl an Toren in einem Spiel erzielt zu haben.

Jeweils dreimal trafen: Abby Wambach (USA), Andrea Neil (Kanada), Anna Pohjanen (Schweden), Bai Jie (China), Christine Sinclair (Kanada), Cindy Parlow (USA), Dagny Mellgren (Norwegen), Han Duan (China), Hanna Ljungberg (Schweden), Holmfridur Magnusdottir (Island), Malin Andersson (Schweden), Mia Hamm (USA), Ragnhild Gulbrandsen (Norwegen), Shannon MacMillan (USA), Tânia Pinto (Portugal) und Victoria Svensson (Schweden).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.