Algarve Cup: Deutschland startet mit Sieg gegen Finnland

Von am 4. März 2009 – 16.16 Uhr

Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Erfolgserlebnis in den Algarve Cup gestartet. Treffer der eingewechselten Melanie Behringer (69.) und Kerstin Garefrekes (90.+1) in ihrem 100. Länderspiel bescherten der DFB-Elf einen verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg, der durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit erreicht wurde. Allerdings war die Chancenverwertung gegen am Ende immer müder werdende Finninnen mangelhaft.

Bundestrainerin Silvia Neid erklärte nach der Partie: „In der ersten Halbzeit haben wir überhaupt nicht in unser Spiel gefunden, unser Abwehrverhalten war aber klasse. Gegen robuste Finninnen war es nicht einfach, wir mussten uns reinbeißen. Mit  der zweiten Halbzeit  bin ich sehr zufrieden, da haben wir die richtigen Mittel gefunden.“

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Neid hatte im Vergleich zum Spiel gegen China in Bielefeld diesmal Martina Müller anstatt Anja Mittag das Vertrauen geschenkt. Die beiden U20-Nationalspielerinnen Kim Kulig und Bianca Schmidt durften erstmals von Beginn an spielen, Sonja Fuss bestritt ihr erstes Länderspiel seit November 2007.

Zäher Beginn
In der ersten halben Stunde tat sich die uneingespielte deutsche Elf schwer, Lücken in der kompakten Abwehr des EM-Gastgebers zu finden. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde das Spiel ein wenig druckvoller und zielstrebiger. „Wir haben uns ziemlich schwer getan. Das Passspiel muss noch präziser werden“, so Melanie Behringer, die nach ihrer Einwechslung in der zweiten Halbzeit viel Schwung brachte.

Der Spielerin des FC Bayern München war es auch vorbehalten, das deutsche Team in Führung zu bringen. Gegen ihren platzierten Schrägschuss von der Strafraumgrenze fand die gute finnische Torhüterin Minna Meriluoto kein Mittel (69.). Bis dahin hatte die deutsche Mannschaft das Spiel zwar bestimmt, sich das Leben aber durch mangelnde Präzision immer wieder selber schwer gemacht.

Einwechselspielerinnen bringen Schwung – Debüt von Baunach
Mit den neuen Spielerinnen – neben Behringer, Mittag und Banecki kam Katharina Baunach zu ihrem Nationalmannschafts-Debüt – lief es besser in der DFB-Elf gegen nun allerdings auch immer müder werdendere finnische Spielerinnen. Dennoch vergab das Team eine ganze Reihe hochkarätiger Einschussmöglichkeiten, ehe Kerstin Garefrekes ihr 100. Länderspiel in der Nachspielzeit mit einem Treffer krönte (90.+1).

Die Frischlinge im deutschen Team zeigte erneut eine viel versprechende Leistung. Bianca Schmidt meinte nach der Partie: „Es war anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht. Es ist aber anders als in der U20, da ist man ganz schön kaputt hier.“

Am Freitag, 6. März, 14.15 Uhr, geht es für die DFB-Elf im zweiten Gruppenspiel nun gegen China. Neid erklärt: „Wir wissen, was wir gegen die Chinesinnen in Bielefeld nicht so gut gemacht haben. Wir müssen die Passwege zumachen und unser Überzahlspiel viel besser ausnutzen. Die Einstellung der Mannschaft stimmt aber, und ich freue mich auf Freitag.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.