Turbine Potsdam hält glanzlos Anschluss

Von am 1. März 2009 – 23.15 Uhr

Mit einem glanzlosen, aber effektiven 4:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Aufsteiger Herforder SV hat der 1. FFC Turbine Potsdam Anschluss an das Führungstrio gehalten. Bei den personalgeschwächten Westfälinnen reichten laut Turbine-Trainer Bernd Schröder „40 Prozent des Leistungsvermögens“, um einen ungefährdeten Erfolg einzufahren.

Denn offensiv hatten die Gastgeber in Abwesenheit von Topstürmerin Marie Pollmann nicht viel zu bieten, deswegen beschränkte man sich auf eine kompakte Defensive. Die war aber bereits nach sieben Minuten das erste Mal geschlagen, als sich ein als Flanke gedachter Ball von U17-Nationalspielerin Tabea Kemme ins Netz senkte (7.).

Defensive gegen Offensive
In der Folge ließen die Herforderinnen den überlegenen Gast ein ums andere Mal ins Abseits laufen, die Spiel bestimmenden Potsdamerinnen fanden zunächst keine Lücke mehr in der dicht gestaffelten Abwehr. Und so war es eine Standardsituation, die für das nächste Tor sorgte. Die eingewechselte Isabel Kerschowski traf mit einem direkten Freistoß zum 2:0 (64.). Anja Mittag (69.) und ein Eigentor von Désiree Lenz (78.) machten den Turbine-Erfolg schließlich perfekt.

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Blick nach vorne
„Das Spiel sollten wir schnell abhaken. Nicht wegen der vier Tore, aber wegen unserer Spielweise – das war zu wenig“, so das Fazit von Turbine-Trainer Bernd Schröder. „Wir haben aus dem Spiel heraus nicht viel zugelassen“, machte sich Herfords Trainer Björn Kenter Mut für die kommenden Aufgaben.

Hoffen auf Pollmann
Denn die Herforderinnen richteten ihren Blick schnell auf das Nachholspiel gegen den TSV Crailsheim, das am kommenden Sonntag stattfinden wird. Mit einer wieder genesenen Marie Pollmann will man dann auch wieder in der Offensive Akzente setzen und wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg holen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.