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Aufatmen beim 1. FFC Frankfurt

Von am 1. März 2009 – 23.28 Uhr

Mit einem äußerst wichtigen 3:2 (1:2)-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg ist Meister 1. FFC Frankfurt an den Main zurückgekehrt. Dabei hatte man nach einer halben Stunde bereits mit 0:2 in Rückstand gelegen, doch die Mannschaft bewies Moral und schaffte die Wende.

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„Das war ein enormer Befreiungsschlag für uns. Man hatte der Mannschaft schon die ganze Woche angemerkt, dass sie die Talfahrt beenden will. Ich hoffe, wir sind jetzt raus aus dem Tal“, freute sich ein erleichterter FFC-Manager Siegfried Dietrich nach dem Spiel. Zumal es lange Zeit so aussah, als sollte die Talfahrt des 1. FFC Frankfurt anhalten.

Schneller Zwei-Tore-Rückstand
Shelley Thompson, die unter der Woche mit Adduktorenproblemen zu kämpfen hatte, beförderte nach Vorarbeit von Martina Müller den Ball per Direktabnahme ins Netz (21.), zehn Minuten später erhöhte Müller selbst, als sie der gesamten Frankfurter Defensive davon lief und Frankfurts Torhüterin Nadine Angerer keine Chance ließ (31.).

Doch ein Abwehrfehler der Wölfinnen brachte Frankfurt zurück ins Spiel, Kerstin Garefrekes gelang wenige Minuten vor der Pause der enorm wichtige Anschlusstreffer (42.), der die Hoffnung zurückbrachte und neue Kräfte beim Team freisetzte, das überraschend mit Birgit Prinz spielte, die nur eineinhalb Wochen nach ihrem Muskelfaserriss überraschend in der Startformation stand.

Wimbersky dreht Spiel
Nach einer Stunde leitete Petra Wimbersky mit einem verwandelten Foulelfmeter die Wende ein (60.), vier Minuten später drehte sie das Spiel komplett, als die Wolfsburgerinnen, die durch die verletzungsbedingte Auswechslung von Juliane Höfler ein wenig die Ordnung verloren, in der Vorwärtsbewegung den Ball vertändelten.

Wolfsburgs Assistenztrainerin Britta Carlson erklärte nach dem Spiel: „Wir waren heute wirklich kurz davor, Frankfurt zu schlagen und haben es dann leider doch nicht geschafft. Das ist schon ein bisschen ärgerlich, denn wir hatten es nach der 2:0-Führung selbst in der Hand und hätten es auch absolut verdient gehabt.“

Frankfurts Trainer Günter Wegmann meinte: „Es war ein spannendes Spiel auf sehr hohem Niveau. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die eine ungeheure Kampfbereitschaft zeigte und verdient die drei Punkte gewonnen hat.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.