SC Freiburg: Dran bleiben an den großen Vier

Von am 28. Februar 2009 – 12.21 Uhr

Vor der Saison galt der SC Freiburg als einer der potenziellen Abstiegskandidaten. Doch das Team aus dem Breisgau gehört zu den Überraschungen der ersten Saisonhälfte.  Am Sonntag, 1. März, 14.00 Uhr, soll nun unter den Augen von WM-Botschafterin Renate Lingor der Höhenflug mit einem Sieg gegen die SG Essen-Schönebeck fortgesetzt werden.

„Wenn es uns gelingt, die gute Arbeit der Vorbereitung auf dem Platz fortzuführen, werden wir nicht nur einem Punkt in Freiburg behalten. Nicht zuletzt auch wegen der guten Stimmung und dem festen Zusammenhalt im Team“, versprüht Kapitänin Kerstin Boschert Optimismus.

Positive Statistik
Im Möslestadion könnten sich die Freiburgerinnen mit einem Sieg auf Platz 5 in der Tabelle vorschieben. Und der Gastgeber hat die Statistik auf seiner Seite. Von neun direkten Duellen in der Bundesliga gewann Freiburg sieben, bei einem Remis und einer Niederlage. Die stammt aber ausgerechnet aus der vergangenen Saison.

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Da das Thema Abstieg bei zwölf Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz offenbar frühzeitig zu den Akten gelegt werden kann, will man an den großen Vier dran bleiben. „Vielleicht gelingt uns ja noch die eine oder andere Überraschung“, so Boschert.

Trainer Günter Rommel, der personell nur auf Nicole Söder (Kreuzbandriss) verzichten muss, erklärt: „Die Mädels sind heiß, die Trainingsarbeit umzusetzen und natürlich wollen wir die gute Bilanz gegen Essen halten. Aber wir werden den Gegner auch nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Essen will Revanche
Der Gast kommt mit der Empfehlung eines 2:2-Unentschiedens gegen Spitzenreiter Bayern München am vergangenen Sonntag, wo man sich auch durch einen 0:2-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen ließ und am Ende mit einem Punktgewinn belohnt wurde.

Noch nicht vergessen ist die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel. „Ich erwarte eine Reaktion von der Mannschaft. Dass sie es jetzt besser macht“, so Essens Trainer Ralf Agolli. Die Lektion aus dem Bayern-Spiel haben seine Schützlinge gelernt, glaubt er. Sein Team habe begriffen, dass man mit Kampf und Disziplin gegen jeden Gegner bestehen könne.

„Wir spielen voll auf Sieg, wir müssen einfach nach vorne schauen“, so Agollis Devise, der mit schnellem Flügelspiel zum Erfolg kommen will. In Marina Himmighofen steht in der Abwehr eine Alternative zur Verfügung, Susanne Kasperczyk ist immer noch gesperrt, der Einsatz von Sabrina Duhme fraglich.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.