Herford gegen Turbine – wer findet schneller den Rhythmus?

Von am 28. Februar 2009 – 12.53 Uhr

Zweieinhalb Monate ist es her, da bestritt der 1. FFC Turbine Potsdam letztmals ein Spiel in der Frauenfußball-Bundesliga. Beim Spitzenreiter Bayern München gab es Mitte Dezember eine unglückliche 1:2-Niederlage. Nach dem Sieg beim DFB-Hallenpokal und dem Erreichen des DFB-Pokalhalbfinales ist man nun froh, endlich auch wieder in der Liga eingreifen zu können. Am Sonntag, 1. März, 14.00 Uhr, ist ein Dreier beim Aufsteiger Herforder SV Pflicht, will man Anschluss an die Top 3 halten.

Bei den verletzungsgeplagten Westfalen will das Team von Trainer Bernd Schröder mit einem Sieg die Patzer von Bayern München und 1. FFC Frankfurt am vergangenen Wochenende nutzen.

Optimismus bei Schröder
Schröder ist „guter Dinge“, mit drei Punkten in der Tasche aus Westfalen zurückkehren zu können. Es sei wichtig, „schnell in die Spur zu kommen“ und „von Anfang an konzentriert zu Werke zu gehen.“ Entscheidend sei, wer besser mit der langen Spielpause zurechtkommen würde und schneller seinen Rhythmus fände.  Schröder erwartet ein „offenes Spiel“, alles andere als ein Sieg wäre aber eine Enttäuschung, zumal sein Team keinerlei Verletzungssorgen plagen.

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Die Gastgeberinnen wollen den Potsdamerinnen alles abverlangen. Im türkischen Manavgat bereitete man sich zuletzt in einem einwöchigen Trainingslager auf die Rückrunde vor. Gegen Turbine will Herford-Trainer Björn Kenter auf eine „etwas defensivere Spielweise als zuletzt in Jena“ setzen.

Rolfs für Pollmann
Fiona Rolfs wird die verletzte Pollmann ersetzen, die aber schon eine Woche später wieder ins Geschehen eingreifen können soll. Neben Pollmann und Stegemann und den Langzeitverletzten Claudia Bujna und Susanne Werner fehlt am Sonntag auch Christina Schulte.

„Potsdam ist gerade in der Vorwärtsbewegung bärenstark“, warnt Kenter, der weiteres Lob für den Gegner übrig hat: „Sie sind für mich die athletisch am besten ausgebildete Mannschaft in der Liga.“ Mit viel Kampf will man auf dem tiefen Boden jedoch dagegen halten, wohl wissend, dass auch andere Top-Teams in der vergangenen Woche Anlaufschwierigkeiten hatten.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.