USV Jena verschärft Sorgen beim 1. FFC Frankfurt

Von am 22. Februar 2009 – 10.26 Uhr

Mit einem überraschenden 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen Meister 1. FFC Frankfurt hat Aufsteiger USV Jena einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg ergattert und den Hoffnungen der Hessinnen im Kampf um die Meisterschaft einen neuen Dämpfer versetzt.

Dabei erwischte der 1. FFC Frankfurt einen Traumstart. Die wieder genesene Karolin Thomas schien die Weichen vor 460 Zuschauern bereits nach 88 Sekunden auf Sieg zu stellen, als sie ihr Team mit einem beherzten Schuss ins obere Eck aus 20 Metern in Führung brachte.

Starke Burmeister
In der Folge vergaben die Frankfurterinnen gute Möglichkeiten oder scheiterten an Jenas glänzend aufgelegter Torhüterin Jana Burmeister. Fast mit dem Halbzeitpfiff gelang Jenas Stürmerin Sabrina Schmutzler mit einem Flachschuss nach Vorarbeit von Neuzugang Adjoa Bayor der Ausgleich gegen Frankfurts neue Torhüterin Nadine Angerer.

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Highlights Jena gegen Frankfurt

Jena kam beflügelt aus der Halbzeitpause und konnte nun dank aufopferungsvollem Kampf die Partie ausgeglichen gestalten. Zwar erarbeiten sich beide Teams in der Folge noch Torchancen, das Halbzeitergebnis von 1:1 hatte auch am Ende Bestand, da Kerstin Garefrekes kurz vor Schluss per Kopf eine letzte gute Chance vergab. Durch den Punktgewinn verließ Jena die Abstiegsplätze und arbeitete sich auf Platz 9 vor, Frankfurt hat es versäumt, ein Signal der Stärke auszusenden und im Titelkampf Boden gut zu machen.

Harte Kritik der Frankfurter Führung
„Die Mannschaft hat es selbst zu verantworten. Wer aus so vielen Chancen nicht mehr Tore macht, muss ein solches Resultat hinnehmen“, ärgerte sich Frankfurts Trainer Günter Wegmann. Auch Manager Siegfried Dietrich ging mit seiner Elf ungewohnt hart ins Gericht.

„Die Enttäuschung ist riesig. Über die mangelnde Chancenauswertung vor der Pause, aber auch darüber, dass die Mannschaft nach dem Seitenwechsel nichts zuzusetzen hatte und Jena ins Spiel kommen ließ. Dieses Ergebnis wirft uns zurück. Nun ist die Situation richtig schwierig geworden.“

Weiterhin angespannte Personalsituation
Dietrich sieht die Spielerinnen in der Verantwortung. „Nun müssen sie Charakter zeigen. Entweder geht ein Ruck durch die Mannschaft, oder es wird nichts mit unseren Zielen.“ Auch die Personalsituation wird sich nicht schnell bessern. Ariane Hingst, Ali Krieger, Conny Pohlers, Birgit Prinz und Pia Wunderlich brauchen bis zu ihrer Rückkehr auf den Rasen noch Zeit.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.