Bayern München verschenkt Punkte

Von am 22. Februar 2009 – 11.12 Uhr

Nach dem 2:2 (0:0) bei der SG Essen-Schönebeck ist Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern München zwar auch nach dem zwölften Saisonspiel weiterhin ungeschlagen. Doch nach dem Spielverlauf war es für Bayern-Trainer Günther Wörle und sein Team äußerst ärgerlich, eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben und zwei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft verschenkt zu haben.

Julia Simic (51.) per Abstauber und Stefanie Mirlach (73.) hatten die Münchenerinnen vor 1.012 Zuschauern nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit mit ihren Treffern auf Siegeskurs gebracht, Nina Aigner und Melanie Behringer in der Folge gar gute Chancen ausgelassen, die Führung auf 3:0 auszubauen, was sich rächen sollte.

Mangelnde Kaltschnäuzigkeit
Ausgerechnet die beiden Essener Küken, die 15-jährige Sofi Nati mit einem sehenswerten Treffer (80.) und die 17-jährige Inka Wesely (87.) per Kopf, verdarben dem Tabellenführer die Freude, der eine gute Chance verpasste, sich weiter von der Konkurrenz abzusetzen. „Mit dem 2:0 dachten wir wohl, dass das Spiel schon gelaufen ist“, bemängelt Wörle die mangelnde Kaltschnäuzigkeit seiner Schützlinge.

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Die ließen sich auch durch die Spielunterbrechung wegen einer Verletzung von Schiedsrichterin Riem Hussein aus dem Rhythmus bringen. Nicole Banecki verpasste in der Nachspielzeit die Riesenchance, doch noch für einen Dreier zu sorgen, als sie Essens Torhüterin Lisa Weiß umkurvte, dann aber nicht abgebrüht genug agierte. „Essen war der erwartet schwere Gegner, aber es war mehr drin“, bilanzierte Wörle nach Spielende enttäuscht.

Essens Kindergarten hält  Meisterschaft spannend
Sein Gegenüber Ralf Agolli freute sich, dass das 100. Bundesligaspiel der SG Essen-Schönebeck ein versöhnliches Ende fand. „Ein großes Kompliment an meine Mädels, die haben gegen den Tabellenführer Fußball gearbeitet und mit unglaublicher Leidenschaft gekämpft. Ich bin wirklich stolz auf meinen Kindergarten“, so Agolli, der in den Schlussminuten auch der  16-jährigen Sarah Freutel zu ihren ersten Bundesligaminuten verhalf.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.