Duisburg vor unbequemem Gegner gewarnt

Von am 21. Februar 2009 – 10.01 Uhr

Nach den nicht eingeplanten Punktverlusten beim VfL Wolfsburg will der FCR 2001 Duisburg im Heimspiel gegen den Hamburger SV (heute, 16.00 Uhr) wieder auf die Siegerstraße zurückfinden. Allerdings wissen die verletzungsgeplagten Gastgeberinnen, dass die kompakten Hanseatinnen wohl nur mit viel Geduld zu knacken sein werden.

Der HSV bewies eine Halbzeit lang beim Gastspiel gegen den 1. FFC Frankfurt (0:5) und auch bei der knappen Niederlage in München beim Spitzenreiter (1:2), die erst durch eine späte Standardsituation besiegelt wurde, dass er auch den  Topteams der Liga auf Augenhöhe begegnen kann.

Sieben Tore im Hinspiel
Und im Hinspiel mussten die Duisburgerinnen am eigenen Leib erfahren, dass auch eine 4:0-Führung nicht automatisch einen Sieg bedeutet. Am Ende retteten die Löwinnen einen mühevollen 4:3-Erfolg ins Ziel.

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Und die Aufgabe dürfte auch diesmal keine leichte werden, zumal sich unter der Woche Mittelfeldstrategin Linda Bresonik einen Bluterguss im Sprunggelenk zuzog und wohl nicht spielen kann. Dafür wird aber die lange verletzte Weltmeisterin Fatmire Bajramaj wieder ins Geschehen eingreifen können, wenn auch möglicherweise noch nicht über 90 Minuten.

Heiß auf den Titel
Duisburgs Trainerin Martina Voss meint: „Noch können wir den Titel aus eigener Kraft holen. Wir müssen allerdings alle restlichen Spiele gewinnen“, so ihre Einschätzung. Beim 2:0-Testspielsieg gegen die SG Essen-Schönebeck am vergangenen Sonntag wurden neue Varianten getestet, Jennifer Oster und Alexandra Popp gefielen auf der Außenverteidigerinnen-Position. „Es ist wahrscheinlich, dass es Veränderungen gegenüber dem Wolfsburg-Spiel geben wird“, so Voss.

Wiedersehen mit Hanebeck
Die Hamburgerinnen, die mit ihrem zweiten Platz beim DFB-Hallenpokal für ein Ausrufezeichen sorgten, wollen ihre Außenseiterrolle nutzen und mit einer konzentrierten Leistung den Favoriten ärgern.

„Vielleicht können wir ja für eine kleine Überraschung sorgen“, so HSV-Trainer Achim Feifel. Aufs Wiedersehen mit den früheren Teamkolleginnen freut sich Patricia Hanebeck, die zur neuen Saison von Duisburg in die Hansestadt wechselte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.