Bayern München plant neuerlichen Traumstart

Von am 21. Februar 2009 – 11.07 Uhr

Zum Bundesligaauftakt vor einigen Monaten schockte der  FC Bayern München mit einem überraschenden 3:0-Sieg beim 1. FFC Turbine Potsdam die Konkurrenz. Und im Gastspiel bei der  SG Essen-Schönebeck (heute, 16.00 Uhr) will der Spitzenreiter der lauernden Konkurrenz zum Start ins Bundesligajahr 2009 ein neuerliches Signal der Stärke aussenden und unter Beweis stellen, dass er mit der gewachsenen Drucksituation gut umgehen kann.

„Wir wollen natürlich in das Jahr 2009 erfolgreich starten und unsere fast sensationelle Punktausbeute weiter ausbauen und auch aus Essen ungeschlagen zurückkehren“, so Bayern-Trainer Günther Wörle, der mit seinem Team die Zielsetzung nach oben korrigiert hat.

Ziel heißt Champions League
Wäre man vor Saisonbeginn noch mit Platz 3 zufrieden gewesen, ist jetzt die Champions-League-Teilnahme und somit zumindest der zweite Platz das „absolute Ziel“. Doch Wörle weiß, welch schwere Aufgabe bevorsteht. Denn noch nie hat sein Team in Essen gewinnen können, ein magerer Punkt aus vier Gastspielen steht auf der Habenseite. 

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„Wir haben Respekt vor ihrer Heimbilanz, denn von fünf Spielen haben sie vier gewonnen bei 20:4-Toren.“ Auch der schwere Boden sollte den Gastgeberinnen „aufgrund ihrer schnellen, geradlinigen und unkomplizierten Spielweise“ entgegen kommen.

Verletzungspech auf beiden Seiten
Beide Teams können allerdings nicht in Bestbesetzung antreten. Bei der SG Essen-Schönebeck zog sich Stefanie Weichelt einen Knöchelbruch zu und wird mehrere Monate ausfallen. „Man muss natürlich immer mit einer Verletzung rechnen, aber dass es Steffi gleich so schlimm erwischt hat und wir die komplette Rückrunde auf sie verzichten müssen, musste ich erst einmal verarbeiten“, erklärt Essens Trainer Ralf Agolli.

Darüber hinaus fehlen Stephanie Mpalaskas (Faserriss) und Isabelle Linden (Bänderriss), Marina Himmighofen und Susanne Kasperczyk sind gesperrt, so dass die erst 16-jährige Sarah Freutel erstmals im Bundesligakader steht. Die Münchenerinnen müssen hingegen auf Stammtorhüterin Ulrike Schmetz verzichten, die sich einen Bänderriss im linken Daumen zugezogen hat und durch Österreichs Nationaltorhüterin Birgit Leitner ersetzt wird.

Jubiläumsspiel für Essen
In ihrem 100. Bundesligaspiel will die SG Essen-Schönebeck ihren Zuschauer ein ganz besonderes Geschenk machen und als erstes Team in dieser Saison den Bayerinnen eine Niederlage zufügen.

“Die Münchenerinnen sind spielerisch stark. Genau deshalb liegen sie uns aber als Gegner. Wenn wir an unsere Grenzen gehen, ist ein Sieg drin”, meint Essens Trainer Ralf Agolli, der an folgendes Erfolgsrezept glaubt: „Wir müssen ihre starken Offensivkräfte aus dem Spiel nehmen.”

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.