1. FFC Frankfurt: Erste Bewährungsprobe im neuen Jahr

Von am 20. Februar 2009 – 15.55 Uhr 5 Kommentare

Noch vor einigen Monaten hätten viele das Auswärtsspiel von Meister 1. FFC Frankfurt beim Aufsteiger USV Jena (Samstag, 21. Februar, 14.00 Uhr) in der Frauenfußball-Bundesliga als reine Pflichtaufgabe angesehen. Doch leicht dürfte es für den ohne Birgit Prinz und zahlreiche weitere Stammspielerinnen antretenden Gast in Thüringen nicht werden. Dafür sollen unter anderem Jenas Neuzugänge Adjoa Bayor (Ghana) Carol Carioca (Brasilien) und Genoveva Anonma (Äquatorial-Guinea) sorgen.

Mit Respekt, aber ohne Angst wollen die Jenaerinnen dem Favoriten begegnen und für eine Überraschung sorgen, wie Spielführerin Ivonne Hartmann erklärt, die nach ihrer Verletzungspause wieder spielbereit sein wird. „Es wird sicherlich ein schweres Spiel, aber wir haben nichts zu verlieren. Wir werden am Ende sehen, was dabei herausspringt.“

Jenas Neuzugänge einsatzbereit
Im Ernst-Abbe-Sportfeld werden erstmals auch alle drei Neuzugänge einsatzberechtigt sein, nachdem inzwischen auch für Anonma der internationale Freigabeschein vorliegt. Unter den Augen der früheren Frankfurter Torhüterin Silke Rottenberg wird ihre Nachfolgerin Nadine Angerer ihr Bundesliga-Debüt im Trikot des 1. FFC Frankfurt geben.

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„Unser Team ist hoch motiviert, im Rennen um die Meisterschaft anzugreifen und das letzte halbe Jahr vergessen zu machen“, gibt Frankfurts Trainer Günter Wegmann die Devise für die zwei Saisonhälfte aus. Nach dem Aus in DFB- und UEFA-Pokal soll zumindest noch der zweite Platz in der Bundesliga unter Dach und Fach gebracht werden, der zur Teilnahme an der in der kommenden Saison erstmals ausgetragenen UEFA Women’s Champions League berechtigt.

Ohne Prinz, Hingst, Pohlers und Krieger
Neben Neuzugang Angerer können die Hessinnen auch wieder auf Karolin Thomas bauen. Schmerzlich vermisst werden die verletzte Birgit Prinz und die sich noch in Reha befindlichen Ariane Hingst, Conny Pohlers und Ali Krieger.

Pia Wunderlich arbeitet an ihrem Comeback, India Trotter hat den Frankfurterinnen überraschend den Rücken gekehrt. Sarah Günthers Einsatz ist zudem wegen einer Grippe fraglich. Auf Frankfurt wartet in Jena eine erste echte Standortbestimmung, Punktverluste beim Aufsteiger sollten sich die Hessinnen nicht leisten, wollen sie noch im Kampf um die Meisterschaft eingreifen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • djane sagt:

    …ich glaube, Ernst Abbe war kein Franzose, Markus. Aber Ernst Abbé sieht auch schick aus. (ich weiß, es ist Haarspalterei…)

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich dachte, internationaler Glanz ist in diesen Wochen „in“ in Jena. 😉 Hab’s geändert, danke für den Hinweis.

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  • Jarmusch sagt:

    Vielen Dank insbesondere für den YouTube-Link. Man ist ja froh über jedes laufende Bild aus dem Bereich des FF.
    Bin mal gespannt, wie die 3 Neuerwerbungen sich bei ihren Premieren in Deutschland zeigen (können).
    Es wäre schon wünschenswert wenn Jena als Erstligastandort erhalten bliebe.

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  • Markus Juchem sagt:

    Kleiner Ausflug: Es gab übrigens einen Fußballer namens Ernst Abbé, nach ihm ist aber das Stadion nicht benannt: http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Abb%C3%A9, sondern nach dem Physiker Ernst Karl Abbe: http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Abbe

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  • Stonie sagt:

    Da schließe ich mich Jarmusch an.
    Übrigens bei der letzten Sequence im Clip war der Kameramann im falschen Block! Aber die Turbinefans werden sicherlich Jena (zumindest im Herzen) unterstützen.

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