Dezimierte Duisburgerinnen mit viel Respekt

Von am 7. Februar 2009 – 20.13 Uhr 3 Kommentare

So richtig wohl dürfte es Trainerin Martina Voss und ihrem FCR 2001 Duisburg vor dem Gastspiel beim VfL Wolfsburg nicht sein. „Die letzten Ergebnisse gegen diesen Gegner waren nicht gerade berauschend“, so Voss, die zudem beim nun schon zum dritten Mal nach dem 16. Oktober und 3. Dezember angesetzten Spiel auf zahlreiche Schlüsselspielerinnen verzichten muss. Doch eine Rückkehrerin und ein Neuzugang machen dem UEFA-Pokal-Halbfinalisten Hoffnung.

Zuletzt erwischte es Abwehrspielerin Annike Krahn, die sich im Training am Donnerstag einen doppelten Bänderriss zuzog – trauriger Höhepunkt der Verletztenmisere. Denn neben Krahn wird auch Lira Bajramaj wegen einer Einblutung im Oberschenkel fehlen, nachdem sie gerade erst wieder von einer Sprunggelenksverletzung genesen war. Simone Laudehr wird vermutlich für die komplette Spielzeit ausfallen, Linda Bresonik, Sonja Fuss, Marina Hegering und Marith Prießen konnten nach überstandener Grippe erst vor zwei Tagen wieder ins Training einsteigen.

Grings und Maes sollen es richten
Mit dabei ist aber wieder Topstürmerin Inka Grings, die nach überstandener Verletzung und Berufung in die Nationalmannschaft mit einer Extraportion Motivation spielen dürfte. Mit Trainingsspielchen, Klettern, Laufen, Indoor-Soccer und einem Besuch in der Leichtathletik-Halle war zuletzt für reichlich Abwechslung gesorgt. Besondere Hoffnungen ruhen auf dem belgischen Neuzugang Femke Maes, die sich bereits gut eingelebt hat.

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„Das Spiel wird sehr interessant aus gleich drei Gründen: Nach so einer langen Pause suchen beide Mannschaften sicher noch ihre Qualität; Wolfsburg hat sich offenbar auch im Hinblick auf das Pokal-Halbfinale gegen uns noch einmal gezielt verstärkt – und wir tun uns eigentlich immer schwer gegen diesen Gegner“, so Voss zur Ausgangslage.

Drei Neue in Wolfsburg
Nicht die besten Voraussetzungen also, zumal der VfL Wolfsburg dank der Neuverpflichtungen von Rebecca Smith, Katri Nokso-Koivisto und Pia Marxkord neuen Mut geschöpft hat. „Wir sind in der Breite nun besser aufgestellt“, ist sich Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann sicher. Fünf der letzten sechs Pflichtspiele konnten die Wölfinnen gewinnen. „Der Trend zeigt klar nach oben“, so Kellermann.

Und soll will man in der Rückrunde noch den Sprung auf Platz 5 schaffen, nachdem man derzeit nur einen enttäuschenden 8. Platz belegt, obwohl man neben dem 1. FFC Frankfurt, dem 1. FFC Turbine Potsdam und den FC Bayern München zu den professionellsten Vereinen mit der größten Finanzkraft im Rücken gehört.

Wiedersehen im DFB-Pokal
In einem einwöchigen Trainingslager an der portugiesischen Algarve arbeitete man an der richtigen Feinabstimmung für die verbleibenden Saisonspiele. Und von der Teilnahme am DFB-Pokalfinale ist man nur ein Spiel entfernt. Dazu gilt es aber, den FCR 2001 Duisburg am Ostermontag auswärts zu bezwingen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Jarmusch sagt:

    Schon krass, wie die Hoffnungen plötzlich auf einen belgischen Neuzugang focussiert werden.
    Die Verletztenmisere bei fast allen Vereinen der 1.Liga nimmt allerdings auch wirklich horrorähnliche Formen an.

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  • Marcel sagt:

    Bei den Platzverhältnissen teilweise wundert mich das gar nicht obwohl da auch andere Faktoren eine Rolle spielen.
    Bin gespannt auf das Spiel denk auch das wird keine leichte Angelegenheit für den FCR, allerdings stehts ja noch auf der Kippe wegen dem Wetter.

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  • Jay sagt:

    Tja, da hat sich der FCR selbst um 3 Punkte gebracht. 11m in der letzten Minute – schade!

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