DFB-Präsidium bestätigt eigenständiges Frauen-Pokalfinale

Von am 23. Januar 2009 – 13.25 Uhr

Das Finale um den DFB-Pokal der Frauen 2010 wird nicht in Berlin, sondern an einem anderen Ort eigenständig ausgetragen. Diesen Beschluss fasste das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf seiner Sitzung am heutigen Freitag in Frankfurt am Main.

Die Veranstaltung, die seit 1985 gemeinsam mit dem Endspiel der Männer im Olympiastadion Berlin stattfand, wird im Frühjahr dieses Jahres ausgeschrieben. Als Kriterium für den Austragungsort gilt die Empfehlung, dass dort auch das Pokalfinale der Frauen ab 2011 regelmäßig stattfinden kann. Die Entscheidung über die Vergabe für die Frauen-Endspiele ab 2011 fällt erst nach der Auswertung des Finales 2010.

Zwanziger: „Richtungsweisende Entscheidung“
DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger erklärt dazu: „Dies ist im Hinblick auf die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland eine richtungsweisende Entscheidung. Das Finale in Berlin war zwar finanziell für die Frauen-Klubs attraktiv, allerdings war die Kulisse meist stark auf das Endspiel der Männer ausgerichtet. Wir werden nun 2010 einen neuen Weg gehen und danach prüfen, welche Erfahrungen wir gemacht haben und was das für den Austragungsort der Pokalendspiele ab 2011 bedeutet. Insoweit muss die Entscheidung offen bleiben.“

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Ratzeburg: „Eigene Tradition entwickeln“
Hannelore Ratzeburg, die für den Frauenfußball zuständige DFB-Vizepräsidentin, äußert zu diesem Beschluss: „Nach 25 Jahren mit Pokalendspielen in Berlin wollen wir nun den nächsten Schritt für die Entwicklung des Frauenfußballs gehen. Ein Jahr vor der WM 2011 hoffen wir, dass das Experiment gelingt und sich das Finale um den DFB-Pokal der Frauen als eigenständige Veranstaltung etabliert und eine eigene Tradition entwickelt.“

Gleich mehrere Städte haben in den vergangenen Tagen bereits Interesse an der Ausrichtung des DFB-Pokalfinales bekundet.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.