Der Frauenfußball-Jahresrückblick 2008 – Juni

Von am 3. Januar 2009 – 23.21 Uhr 5 Kommentare

Der Monat Juni stand ganz im Zeichen von Neuverpflichtungen und Vertragsverlängerungen. Den größten Coup landete der FC Bayern München mit der Verpflichtung von Nationalspielerin Melanie Behringer, doch auch in anderen Bundesliga-Vereinen drehte sich das Personalkarussell.

Der FC Bayern München gab Mitte des Monats bekannt, dass Melanie Behringer vom SC Freiburg an die Isar wechseln wird. Die Nationalspielerin erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 und untermauerte mit ihrem Wechsel den wachsenden Ehrgeiz im Frauenfußball-Süden.

Doch damit nicht genug: Auch Tanja Wörle kehrte nach München zurück, wo sie bereits 2005 aktiv war. Keine Überraschung, nachdem ihr Vater Günther zuvor einen Vertrag bei den Bayern unterschrieben hatte.

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Auch beim FCR 2001 Duisburg freute man sich über zwei Personalien. Die von mehreren Vereinen umworbene Annike Krahn verlängerte ihren Vertrag in Duisburg um ein weiteres Jahr. Dazu verpflichteten die Duisburgerinnen U17-Nachwuchstalent Alexandra Popp vom 1. FFC Recklinghausen.

Beim 1. FFC Frankfurt war man ebenfalls aktiv und holte sich eine der talentiertesten deutschen Nachwuchstorhüterinnen. Alisa Vetterlein wechselte zum 1. Juli 2008 vom VfL Sindelfingen an den Main. Sie unterzeichnete einen Vierjahresvertrag bis zur Saison 2011/2012.

Das Rätselraten um den Nachfolger von Dr. Hans-Jürgen Tritschoks ging zu Ende. Günter Wegmann übernahm die schwere Aufgabe, den Triplesieger als Vollzeittrainer in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Beim SC 07 Bad Neuenahr wurde man auf der Suche nach einem neuen Trainer fündig. Für die zum Saisonende ausscheidende Sandra Minnert wurde Deniz Bakir, der bisherige Trainer der A-Junioren des Bonner SC, verpflichtet.

Am vorletzten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hatte der FCR 2001 Duisburg Favorit 1. FFC Frankfurt im Spitzenspiel beim 1:1 im Heimspiel an den Rand einer Niederlage gebracht, doch am Ende reichte es nur zu einem Punkgewinn. Bis zum letzten Bundesliga-Spieltag konnten sich die Duisburgerinnen dennoch Hoffnungen auf den Meistertitel machen.

Doch dazu hätte der 1. FFC Frankfurt im Heimspiel gegen die SG Essen-Schönebeck patzen müssen, bei einem gleichzeitigen Erfolg der Duisburgerinnen beim FC Bayern München. Doch die Franfurterinnen erstickten die Hoffnungen des Teams von Trainerin Martina Voss im Keim, bereits nach einer halben Stunde führten die Hessinnen mit 4:0, am Ende stand ein souveräner 5:1-Sieg der das Triple der Frankfurterinnen perfekt machte. Der 2:0-Sieg der Duisburgerinnen kam zu spät.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • Pinguin sagt:

    Hm, warum kommt das BL-Saisonfinale Anfang Juni denn hier nicht vor?
    Da hieß es vorher oft, die FF-BL sei so langweilig, deshalb fehle das Medieninteresse.
    Und jetzt war es 2007/8 nach langer Zeit endlich mal spannend, das kann doch im Rückblick eigentlich nicht fehlen (?).
    Ansonsten natürlich: Frohes neues Jahr allerseits!!!

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  • Markus Juchem sagt:

    Hallo Pinguin, frohes neues Jahr. Vielen Dank für den Hinweis, habe noch zwei Absätze am Ende eingefügt.

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  • Pinguin sagt:

    Prima – herzlichen Gruß!

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  • live at blues alley sagt:

    interessant sind in einer meisterschaft: wer wird meister und wer steigt ab oder eben nicht.. deshalb finde ich, dass nicht nur das meisterrennen gewürdigt , sondern auch dem abstiegskampf gehuldigt sein [muss] soll 😉 (was der sc freiburg da geleistet hat – chapeau!)

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  • Fuxi sagt:

    Ich finde auch, dass das dramatische Abstiegsfinale in so einen Saisonrückblick gehört – es sei denn, man ist der Meinung, der deutsche Frauenfußball bestünde nur aus 2, 3 Vereinen…

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