Neue US-Profiliga WPS startet bereits Ende März 2009

Von am 16. Dezember 2008 – 23.43 Uhr 10 Kommentare

Fünfeinhalb Jahre nach dem letzten Spiel der früheren US-Profiliga WUSA wird der Profi-Frauenfußball in den USA sein lange erwartetes Comeback feiern. Anders als bisher geplant, wird die WPS nicht erst im April, sondern bereits am 29. März mit dem hochkarätigen Eröffnungsspiel zwischen Los Angeles Sol gegen Washington Freedom im Home Depot Center von Carson/Kalifornien, dem Austragungsort des WM-Finales 2003, den Ligabetrieb aufnehmen.

„Das wird ein aufregender Tag für die Fußballwelt und den Profisport im Ganzen“, freut sich WPS-Chefin Tonya Antonucci. Das Spiel wird im Fernsehen live auf Fox Soccer Channel übertragen und soll Appetit auf die weiteren Spiele machen. Am Wochenende nach dem Eröffnungsspiel werden dann auch die anderen sechs WPS-Teams den Spielbetrieb aufnehmen.

So tritt am 5. April dann Los Angeles Sol in seinem zweiten Spiel beim Sky Blue FC (New Jersey/New York) an, der FC Gold Pride (Bay Area) empfängt die Boston Breakers. Saint Louis Athletica startet mit einem Heimspiel gegen die Chicago Red Stars in die WPS.

In der Woche zwischen dem Eröffnungsspiel und den drei nächsten Partien soll im Rahmen einer „WPS-Kick-off-Woche“ mit speziellen Events und zahlreichen PR-Aktionen die Vorfreude der Fans auf die Liga weiter angekurbelt werden. Am 11. April kommt es zu den Partien Boston Breakers gegen Saint Louis Athletica und Washington Freedom gegen Chicago Red Stars, am 19. April empfangen die Red Stars dann Sky Blue FC. Weitere Spiele wurden noch nicht terminiert, der gesamte Spielplan soll im Februar 2009 veröffentlicht werden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • djane sagt:

    Na da bin ich mal gespannt, mit welchen Spielerinnen die Liga startet, daß müßte doch demnächst mal feststellen. Apropos, von Nadine Angerer hat man verdächtig lange nichts gehört…

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  • Pinguin sagt:

    Stimmt – wo geht wohl Nadine Angerer hin? Nach dem Abschied von Silke Rottenberg steht ja auch einer Verpflichtung in Frankfurt nichts mehr im Wege – andererseits schätze ich die deutsche Nr. 1 eher so ein, dass sie darauf weniger Lust hat als auf die US-Profiliga.
    Mal sehen, ob doch noch die eine oder andere prominente deutsche Spielerin jetzt oder später abgeworben wird, mit Profikonditionen kann man hier nicht mithalten.

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  • Jens K. sagt:

    Na ja, die Verhandlungsrechte mit Anja Mittag jedenfalls hat der FC Gold Pride aus San Francisco (Bay Area und nicht Bay Arena BTW…), aber das mag ja noch nicht viel heißen. Sie ist damit die einzige deutsche Spielerin, die mit diesem Status auf der WPS-Seite genannt wird.

    http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/fc-himmelblau-und-rote-sternchen/

    Zum Blog:
    Weiter so. Ich verfolge alle Beiträge brav per Feed – Pflichtlektüre für alle Fußball-Fans wie ich finde!!

    Jens

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke, Jens K., ist korrigiert.

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  • Ruhrschnellweg sagt:

    Kommt nur mir das ein bisschen hektisch vor?

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  • djane sagt:

    naja, die WPS wurde ja 2007 bereits gegründet. Und bei so einer (hämische Leute behaupten ja Retorten) Liga besteht das Problem wohl hauptsächlich darin, die Finanzierung und die Sportler-Verpflichtungen auf den Punkt genau zu koordiniieren- es geht ja quasi bei Null los. Mir kommt das nicht unbedingt hektisch vor, die Ami’s wollen sich bestimmt auch nicht in die Karten gucken lassen was die Verpflichtung der Sportlerinnen angeht- um die Sache dann mit großem Getöse aus der Taufe zu heben. Ende März vielleicht deswegen, weil ja in der 2. Aprilwoche gleich Ostern ist und da kann ich auch nicht abschätzen, ob da dann soviele mit der Familie ins Stadion gehen

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  • djane sagt:

    die Teamkader werden übrigens am 19.01.09 festgelegt Quelle:http://www.reviersport.de/69459—frauen-us-liga-fiebert-29-maerz-entgegen.html

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  • Jarmusch sagt:

    Ich verstehe die ganze Aufregung um diese sogenannte US-Profiliga nicht.

    Alles was -und das trifft hier wohl zu- quasi aus der Retorte kommt, hat keine Tradition und damit weder Herz noch Seele.

    Wahrscheinlich gibt es da noch nicht einmal Auf- oder Abstieg, wie in NBA oder NHL auch (und fatalerweise auch bereits nach Deutschland in die DEL übergeschwappt).

    Nee, nee, nee…ich werde dieses Konstrukt tunlichst ignorieren.

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  • Marcel sagt:

    Warum ist man hämisch wenn man sagt das es eine Retortenliga ist ?
    Also meiner Meinung ist das Fakt das es eine ist.
    Wenn US-Spielerinnen auf die Mannschaften dieser Liga aufgeteilt werden erinnert mich das irgendwie an Methoden aus dem Kommunismus.
    Da kommt für mich überhaupt keine Spannung oder irgendwelche Emotion hoch zu einer Mannschaft aber ich bin ja kein Ami vielleicht finden die ja sowas toll.
    Aber ich bleib lieber bei unserer „ollen “ Bundesliga 😀

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  • djane sagt:

    @Marcel, weil das Wort „Retorte“ eher negative Assoziationen wie „künstlich“ oder „unnatürlich“ hat: Andere Worte, die den Begriff „Retorte“ enthalten sind auch nicht besser: Retortenstädte sind oft häßlich, Retortenbands erfolglos u.s.w.
    Einzig das „Retortenbaby“ hat bisher überlebt…

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