DFB-Pokal: Hamburger SV hofft auf kleine Sensation in Duisburg

Von am 10. Dezember 2008 – 0.22 Uhr

Am heutigen Mittwochabend um 17.00 Uhr geht es im letzten Achtelfinalspiel des DFB-Pokals zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem Hamburger SV um einen Startplatz für das Viertelfinale bei Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München in elf Tagen.

Von der Papierform her gehen die Duisburgerinnen trotz der Verletzungen von Inka Grings, Simone Laudehr und Fatmire Bajramaj als Favorit in die Partie im PCC-Stadion von Homberg, doch die Hanseatinnen hoffen auf ihre von der U20-WM in Chile zurückgekehrte Trumpfkarte Kim Kulig.

„Duisburg ist klarer Favorit. Wir sind sehr gut vorbereitet und werden alles versuchen, für eine Pokal-Überraschung zu sorgen“, so HSV-Trainer Achim Feifel. Schmerzlich vermisst wird in Hamburger Reihen die ehemalige Duisburgerin Patricia Hanebeck, die wegen einer Gelb-Roten Karte im Pokalduell der zweiten Runde bei Bayer 04 Leverkusen gesperrt ist. Zudem fehlen wegen schulischer Verpflichtungen Jennifer Werth und Maja Schubert.

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HSV setzt auf Kulig-Faktor
Umso mehr ruhen die Hoffnungen auf Stürmerin Kulig, die allerdings noch etwas müde von der langen Rückreise aus Südamerika sein dürfte. „Sie ist eine wichtige Spielerin für uns und daher auf jeden Fall eine Option für unser Offensivspiel. Wir werden schauen, wie sie sich nach der langen Reise fühlt“, so Feifel über seinen Schützling, der direkt von Santiago via Sao Paulo und Frankfurt nach Duisburg gereist ist.

Bei den Duisburgerinnen will man ob des neuerlichen Verletzungspechs nach dem Motto „jetzt erst recht“ ins Spiel gehen. „Wir wollen unbedingt nach Berlin und werden alles dafür tun“, so Duisburgs Trainerin Martina Voss, die erleichtert war, dass sich die Verletzung von Inka Grings als weniger schwerwiegend als befürchtet herausgestellt hat.

Siegen für Inka Grings
„Wir haben alle mit einer schlimmeren Verletzung gerechnet. Inka ist eine Kämpferin und gewissenhaft in der Reha-Arbeit“, so Voss, die erklärt: „Wir alle wollen für Inka gewinnen.“ Stammtorhüterin Kathrin Längert zog sich zuletzt einen Muskelfaserriss in der Hüftmuskulatur zu, ihr Einsatz ist fraglich. „Wir haben zu Christina Bellinghoven volles Vertrauen“, gibt Voss ihrer zweiten Torhüterin Rückendeckung.

Das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison am 14. September produzierte sieben Treffer und ein in der Schlussphase spannendes Spiel. Denn beim 4:3-Auswärtserfolg in der Hansestadt gaben die Duisburgerin fast noch eine 4:0-Führung aus der Hand. „Der HSV wird sicher sehr selbstbewusst auftreten und ist nach vorne immer gefährlich“, ist sich Voss sicher. Die Motivation dürfte bei beiden Teams stimmen, winkt doch kurz vor Weihnachten ein sportlich attraktives Viertelfinalduell in München und die Fortsetzung des Traums vom Erreichen des DFB-Pokalfinales.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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