Freiburg will Duisburgs Höhenflug stoppen

Von am 6. Dezember 2008 – 19.37 Uhr 1 Kommentar

Der SC Freiburg würde am Sonntag gerne eine Premiere feiern. Denn noch nie konnte der Frauenfußball-Bundesligist gegen den FCR 2001 Duisburg gewinnen. Zwei Remis in 16 Bundesligapartien heißt die magere Bilanz der Breisgauerinnen. Und gegen den formstarken Gegner dürfte es auch diesmal nicht einfach werden.

Was den Freiburgerinnen allerdings Mut macht, ist der überraschend positive Saisonverlauf, den das Team bisher genommen hat. Fünf von neun Spielen wurden gewonnen, als einziges Team konnte man gar dem Tabellenführer Bayern München einen Punkt abtrotzen. Tabellenplatz sechs trotz des Abgangs von Nationalspielerin Melanie Behringer hätte dem Team vor Saisonbeginn kaum jemand zugetraut.

Kompakt zum Erfolg
„Wir wollen Duisburg auf jeden Fall ärgern“, so Susanne Hartel dementsprechend selbstbewusst, die mit ihrem späten Treffer beim 1:0-Sieg in Hamburg am vergangenen Wochenende das Punktekonto aufstockte. „Wenn es uns gelingt, uns ins Spiel reinzuwühlen und die Maschinerie nicht ins Laufen kommen zu lassen, wird es für die Duisburgerinnen schwer“, meint Trainer Günter Rommel.

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Mit einer kompakten Formation soll den individuell stärkeren Duisburgerinnen von Beginn an die Spielfreude geraubt werden. „Wir dürfen ihnen einfach das Feld nicht kampflos überlassen“, so Rommel weiter. Personell hat der SC Freiburg nur wenig Sorgen. Bis auf Nicole Söder (Kreuzbandriss) und Verena Faißt (U20-WM in Chile) kann das Team in Bestbesetzung antreten.

Duisburg setzt auf starke Offensive
Die Duisburgerinnen sind mit dem Selbstvertrauen dreier Siege gegen den 1. FFC Frankfurt in den Breisgau gereist und haben im Kampf um den Meistertitel keine Punkte zu verschenken. „Es wäre fatal, wenn wir jetzt unsere Leistungen schleifen lassen würden. Aber da hat auch das 5:0 gegen Frankfurt schon gezeigt, dass es nicht so ist”, ist Voss zuversichtlich, dass dieses Unterfangen gelingen wird.

Der Tabellenvierte setzt dabei vor allem auf seine offensive Durchschlagskraft. In acht Ligaspielen hat die Elf 35 Tore erzielt, so viel wie keine andere in der Liga. Allein Stürmerin Inka Grings hat elf Treffer beigesteuert. Anders als Freiburg plagen das Duisburger Team allerdings größere Verletzungsprobleme.

Die Weltmeisterinnen Simone Laudehr und Fatmire Bajramaj werden dem Team längere Zeit nicht zur Verfügung stehen, Marina Hegering und Steffi Goddard sind zudem noch mit der deutschen Nationalmannschaft bei der U20-WM in Chile. Dennoch peilt man in Duisburg einen Dreier an, zumal Spielführerin (Danke an k.!) Sonja Fuss ihre Erkältung überwunden hat. Doch so einfach wie beim 8:1-Heimsieg in der vergangenen Saison wird es diesmal sicherlich nicht.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • k. sagt:

    Hinweis zum letzten Absatz: Sonja Fuss ist seit dieser Saison nicht mehr Duisburgs Spielführerin, das Amt hat Inka Grings übernommen. 🙂

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