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U20-WM: DFB-Elf braucht Punkt fürs Viertelfinale

Von am 27. November 2008 – 14.39 Uhr

Verlieren verboten – so lautet die Devise der deutschen U20-Frauenfußball-Nationalmannschaft vor dem entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen Kanada (live ab 23.00 Uhr auf Eurosport und im Womensoccer-Liveblogging).

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Nach dem 5:0-Auftakterfolg gegen DR Kongo setzte es gegen Japan eine 1:2-Niederlage, so dass sich das Team von Trainerin Maren Meinert selbst in Zugzwang gebracht hat. Gegen die Ahornblätter wollen die DFB-Spielerinnen nun zeigen, dass mehr in ihnen steckt, als sie bislang abrufen konnten.

„Wenn wir uns in einen Rausch spielen, ist gegen jeden Gegner alles möglich“, glaubt Kim Kulig vom Hamburger SV. Und Torhüterin Alisa Vetterlein, gegen Japan stärkste deutsche Spielerin, meint: „Wir wollen jetzt nur noch eines: Eine Trotzreaktion.“

Erstmals auf Naturrasen
Die wird auch notwendig sein, um auf dem Naturrasen von Coquimbo gegen den CONCACAF-Meister zu bestehen. „Wir wollen erst am 8. Dezember nach Deutschland zurückfliegen“, so Julia Simic von Bundesliga-Tabellenführer Bayern München kämpferisch.

Bisher lief es allerdings noch nicht rund im deutschen Team. Trotz des klaren 5:0-Siegs gegen die unerfahrene DR Kongo war bereits über weite Strecken des Auftaktspiels zu sehen, dass es in punkto Passgenauigkeit, Laufwege und Abstimmung im Spiel der DFB-Elf hakt.

Besseres Zweikampfverhalten
Meinert hofft, dass ihrem Team die athletisch geprägte Spielweise der Kanadierinnen besser entgegen kommt als das schnelle und technisch gepflegte Kurzpassspiel der Japanerinnen. „Wichtig ist, dass wir die Zweikämpfe gewinnen und auf die zweiten Bälle aufpassen.“

Denn nur dann darf die Mannschaft weiter davon träumen, den Weltmeistertitel zu erobern. Bei einem Sieg oder Remis gegen Kanada würde die DFB-Elf dann als vermutlich Zweiter der Gruppe C im German-Becker-Stadion von Temuco am 1. Dezember um 23.00 Uhr deutscher Zeit auf den Sieger der Gruppe D treffen. Als potenzielle Gruppensieger kommen noch Brasilien, Nordkorea und Norwegen in Frage – nicht gerade Leichtgewichte im Frauenfußball.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.