Sechs Monate Pause für Simone Laudehr

Von am 25. November 2008 – 13.14 Uhr 9 Kommentare

Schlechte Nachrichten für den FCR 2001 Duisburg und die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft: Die Schulterverletzung von Simone Laudehr ist schlimmer, als zunächst befürchtet. Bereits am morgigen Donnerstag Mittwoch muss sich Laudehr einer Operation unterziehen. Derzeitige Prognose: sechs Monate Pause.

„Das ist natürlich schon bedauerlich, weil es auch Richtung Europameisterschaft für Simone eng wird“, so Duisburgs Trainerin Martina Voss gegenüber Womensoccer.de. Bereits im November 2007 hatte sich Laudehr erstmals die Schulter ausgekugelt, beim 5:0-Sieg gegen den Herforder SV im DFB-Pokalachtelfinale. Doch damals verzichtete man auf einen operativen Eingriff.

Ende Oktober 2008 renkte sich Laudehr beim 4:0-Sieg im Bundesliga-Spiel beim SC 07 Bad Neuenahr die linke Schulter bei einem Zweikampf erneut aus. Mit Tapes und Spritzen überstand Laudehr zwar noch die wichtigen UEFA-Pokal-Spiele und die Bundesligapartie gegen den 1. FFC Frankfurt, doch jetzt entschied sie sich zur sofortigen Operation.

Somit wird Laudehr den Duisburgerinnen im schlimmsten Fall in dieser Saison gar nicht mehr zur Verfügung stehen, in den beiden UEFA-Pokal-Halbfinalspielen gegen Olympique Lyon Ende März/Anfang April wird sie wohl definitiv fehlen. „Wir müssen jetzt leider in den sauren Apfel beißen. Natürlich werden wir Simone vermissen, aber wir haben auch in den Spielen ohne sie starke Leistungen gezeigt. Ich hoffe, dass zumindest Lira zur Rückrunde wieder fit wird“, so Voss.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

9 Kommentare »

  • Katha sagt:

    Tut mir zwar Leid für Simon, aber der FCR hat die Qualität sie zu ersetzen.

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  • djane sagt:

    bei aller Liebe, aber warum läßt man sie denn dann noch ein paar Spiele machen, anstatt da gleich mal nachzuschauen, was genau los ist ? Ich verstehe das einfach nicht, es ist doch klar, dass fit spritzen auf Dauer keine Lösung ist zumal sie seit längerem über Schmerzen klagt. Natürlich ist sie noch jung und die Rekonvaleszenz wird hoffentlich nicht ewig dauern, aber es ist mir unbegreiflich, wie man so mit der Gesundheit einer Spielerin umgehen kann.

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  • Pinguin sagt:

    Ich denke, „schlimmer als zunächst befürchtet“ heißt wirklich, dass man es bis jetzt nicht richtig eingeschätzt hat (vgl. zuletzt bei dem Turner Hambüchen), und eine Spielerin hat ihren Einsatz ja auch selbst mit zu verantworten. Aber insgesamt muss die Verletztungsserie der Nationalspielerinnen doch sehr bedenklich stimmen, die Liste mit Spielerinnen, die seit Olympia mehr oder weniger schwer verletzt waren, ist ja schon beachtlich: Conny Pohlers, Birgit Prinz, Ariane Hingst, Fatmire Bajmaraj, Simone Laudehr, zwischendurch Linda Bresonik, Saskia Bartusiak, Kerstin Garefrekes … Die Belastungen der Spielerinnen in Natio, Uefa-Cup, BL, DFB-Pokal muss endlich irgendwie reduziert werden, sonst erleben wir spätestens bei der WM 2011 eine böse Überraschung ….

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  • Brandy sagt:

    Die OP stand ja schon mal im Raum und ehrlich gesagt,war es doch recht unbegreiflich,warum sie nicht eher durchgeführt wurde, egal welche Strukturen nun eigentlich betroffen sind. Aber mit einer Schulter zu spielen,die schon so geschädigt ist, war schon sehr gesundheitsgefährdend. Bleibt nur zu hoffen,dass sie es bis zur EM wieder schafft, fit zu werden.

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  • SCW sagt:

    @Pinguin: Annike Krahn war auch angeschlagen nach Olympia ebenso wie Mel (ebenfalls Knieprobleme).
    Und Kerstin Stegemann hat sich ebenso wie Birgit fitspritzen lassen. Auch sie ist nicht fit und kuriert ihre Knieverletzung momentan aus (zum Glück hat Herford eine Weile Spielpause).
    Ansonsten stimme ich dir vollkommen zu.
    Gute Besserung an Simon!

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  • Brandy sagt:

    Da fragt man sich, wodurch diese Unvernunft entsteht, ist es der Ehrgeiz der Spielerinnen, wollen sie die Mannschaft nicht im Stich lassen oder gibt es Druck von der Vereinsleitung, was ich ja am wenigsten hoffe.
    Ich habe häufuger Patienten,die sich irgendwann einmal die Schulter ausgekugelt haben und ihr ganzes Leben lang probleme damit haben, weil Nerven,Gefäße,Bänder verletzt wurden. Ich mußte ja schon schlucke,als Laudehr beim letzten mal auf dem Platz der Arm wieder eingerenkt wurde,ohne Röntgenkontrolle, ein absolutes „No Go“, sowas lernt man im ersten Semester….

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  • Brandy sagt:

    Ich finde es etwas schwach vom FCR, dass bis heute auf der Seite des FCR nichts über eine Operation bei Simon oder etwaige Genesungswünsche stehen. Das sollte doch das Mindeste für eine so verdiente Spielerin sein….

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  • Markus Juchem sagt:

    Habe mich darüber schon häufiger gewundert, Brandy..

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  • Crackfly sagt:

    hmm… weiter Informationen zur Operation von Simone findet ihr auf ihrer Hompage. Frisch gebloggt von heute. Wollt nen Link setzen, ging nur ned.

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