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FCR 2001 Duisburg – 1. FFC Frankfurt 5:0 (3:0)

Von am 22. November 2008 – 13.33 Uhr 11 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg hat den 1. FFC Frankfurt tiefer in die Krise gestürzt. Die Duisburgerinnen gewannen binnen 16 Tagen zum dritten Mal gegen den Meister, diesmal setzte es für die Frankfurterinnen in Duisburg im Topspiel der Frauenfußball-Bundesliga sogar eine deftige 0:5-Niederlage. Im Liveblogging von Womensoccer.de könnt Ihr das Geschehen noch einmal nachlesen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

11 Kommentare »

  • Jarmusch sagt:

    Frankfurt war keinesfalls 5 Tore schlechter als Duisburg, aber wenn mann erst mal einen Negativlauf hat…

    Bei Duisburg hat mir Sonja Fuss am besten gefallen, hinten sicher und abgeklärt und vorne mit einigen guten Szenen. Was dieses Jahr sicherlich für Duisburg spricht ist die qualitative Breite des Kaders.

    Auf jeden Fall wird diese Saison mal wieder richtig spannend und das ist gut so!

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  • Steffen sagt:

    Kann mich nur anschließen. Ich konnte mir nicht die gesamten 90 Minuten antun, aber zur Halbzeit hätte Frankfurt auch 2:1 führen können. Aber sie hatten in der Offensive Pech (2 Mal Latte), teilweise auch Unvermögen, und in der Defensive ging mal wieder alles schief. Mit dieser Abwehrleistung kann man nicht gewinnen, da nützt auch der gute Angriffsblock der Frankfurterinnen nichts. Du schießt eins und dafür bekommst du im Gegenzug zwei. 😉

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  • dulac sagt:

    Ich muss jetzt doch mal sagen, dass man es sich meiner Meinung nach doch etwas einfach macht, wenn man die Schuld an den Niederlagen immer (fast) nur der Abwehr gibt (und ich es auch für unfair den Abwehrspielerinnen gegenüber halte). Natürlich ging (soweit ich die Spiele gesehen habe) da einiges drunter und drüber, aber für mich ist vor allem auffällig, das bei sechs Niederlagen diese Saison nur ein einziges Tor geschossen wurde und also fünf davon zu null waren. Da liegt für mich momentan das Hauptproblem der Frankfurter, dass eben der so viel gelobte Offensivblock momentan nicht „funktioniert“ und so treten die sicherlich vorhandenen Schwächen in der Abwehr (die aber ja auch nichts wirklich neues sind, sondern mehr oder weniger stark in den letzten Jahren auch schon vorhanden waren) eben erst wirklich zu Tage. (Nur so von wegen „du schießt eins und dafür bekommst du im Gegenzug zwei“…)

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  • Markus Juchem sagt:

    @Dulac

    Da gebe ich Dir schon Recht. Wie heißt es so schön – die Abwehrarbeit beginnt ja bereits in der Offensive. In diesem Sinne ist der Job für die Frankfurter Abwehrspielerinnen derzeit sicherlich auch undankbar. Aber spielerisch war das heute in Ansätzen bei Frankfurt ja gar nicht so schlecht.

    Kerstin Garefrekes war deutlich verbessert und sehr bemüht, einer Birgit Prinz sollte man einfach einmal ein, zwei Spiele Pause gönnen. Die Verunsicherung im Team ist groß, das Selbstwertgefühl offenbar arg angeknackst. Hinzu kommen dann individuelle Fehler, die zu Gegentreffern führen und dann auch noch Pech bei eigenen Offensivaktionen.

    Deswegen kann ich das auf jeden Fall auch unterschreiben, dass der Sieg deutlich zu hoch ausgefallen ist. Frankfurt hatte gerade zu Beginn ein Übergewicht, sich dann aber zwei schnelle Gegentreffer eingefangen. Nach dem 0:3 war das Spiel dann eigentlich schon gelaufen, dennoch war das Bemühen zu sehen, noch einmal ins Spiel zurückzufinden.

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  • Brandy sagt:

    Ich fand Frankfurt heute ehrlich gesagt noch schlechter als letzte Woche, wobei es bei dem Rasen natürlich auch schwierig war ein anständiges Spiel aufzuziehen. Die 2 Lattentreffer kaschieren die Harmlosigkeit nach vorne und das Bemühen, wieder ins Spiel zu finden, resultiert mehr daraus, dass der FCR einen Gang zurückgeschaltet hat.

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  • Hullu poro sagt:

    In Frankfurt bricht sicherlich jetzt die Panik aus. Anders ist die Verpflichtung von Ari nicht zu erklären. Und wenn man sich die Spielberichte (ganz gleich aus welcher Perspektive) durchliest bekomme ich das Gefühl, dass die Frankfurter Mannschaft schlicht und einfach satt ist.

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  • Pinguin sagt:

    Wenn der FCR01 beim letzten Aufeinandertreffen in der Meisterschaft gegen den 1.FFC nicht wegen schlechter Chancenauswertung und eben auch viel Pech die Meisterschaft 07/08 verspielt hätte, dann wären viele, die den FFC nach dem Triple noch als Nonplusultra im dt. Frauenfußball gesehen haben, jetzt nicht so irritiert. Wie der FCR früher mal zu hoch geschlagen wurde, so zur Abwechslung auch mal der FFC, nur dass man die hohen Siege früher der Überlegenheit oder auch nur Cleverness des 1.FFC zugerechnet hat. Und jetzt ist man ganz überrascht, dass andere mittlerweile auch tollen Fußball spielen können. Weihnachten kommt für viele eben immer etwas plötzlich …

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  • suplo sagt:

    @Hullu poro

    Definieren sie „satt“!
    Üblicherweise spricht m.E. die Fangemeinschaft von einer „satten“ Mannschaft, wenn es sich finanziell nicht mehr lohnt, sich zu bemühen. Jetzt kenne ich zwar die Einkommenslage der FFC-Damen nicht im Detail, meine aber, dass sich, trotz vielleicht entspannterer Situation als bei anderen Bundesliga-Mannschaften, keine damit rühmen kann, finanziell ausgesorgt zu haben.
    Vielleicht meinst du aber auch „satt“ vom Erfolg. Auch dem kann ich nicht beipflichten da dann ja gerade die derzeit aktive zweite Garde der letzten Saison beweisen müsste, dass der Erfolg auch mit ihnen auf dem Platz möglich gewesen wäre.
    Die Ursachen für die momentane Schwächephase sind wirklich woanders zu suchen. Vielleicht muss sich die neue Elf unter dem neuen Trainer wirklich erst zu einer echten Mannschaft finden, damit das blinde Verständnis der Vorjahre wieder auf dem Platz erkennbar wird. Ich bin mir sicher, dass dies auch bald wieder der Fall sein wird.

    @Pinguin
    Ich glaube nicht, dass man im Umfeld des FFC überrascht von den derzeitigen Ergebnissen ist. Enttäuscht von der eigenen Leistung ist eher die richtige Vokabel. (Tränen nach einem verlorenen Spiel zeugen ja eher selten von Überraschung.)
    Natürlich war beim letztjährigen Saisonfinale das Glück auf unserer Seite. Es ist ja auch nicht so, dass der FFC in den letzten Jahren alles gewonnen hat. Auch da waren andere Mannschaften immer mit dabei und haben etwas Spannung aufkommen lassen. Wenn wir jetzt mehr Spannung bekommen, weil die Leistungsdichte enger wird – super, dann werde ich noch häufiger Spiele besuchen. (Solange ich mir keine Diffamierungen des Gegners und ihrer Fans anhören muss…)

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  • helena sagt:

    @suplo: Ganz Deiner Meinung!
    Die Fragen nach dem „Versagen“ (und ich setze es ganz bewußt in Anführungszeichen, denn es entspricht zwar nicht dem Anspruch des FFC, dennoch ist es kein Versagen, wenn man in einer Saison in drei verschiedenen Wettbewerben vier Niederlagen kassiert. Das wäre nicht fair.) liegen mit Sicherheit nicht beim Satt-Sein.
    Manchmal ist der Weggang bestimmter Spieler (etwa Lingor – denn ich bleibe dabei, selbst in schlehterer Verfassung ist sie noch Meilen besser gewesen als die meisten Mittelfeldspielerinnen in Hochform…) nur äußerst schwer zu kompensieren. Dazu Verletzte und Leistungsträger, die eben – und das ist menschlich und deutete sich, etwa bei BP, bereits zur Olympia an – nicht in Bestform sind: das ist auch von einem FFC Frankfurt nicht so leicht wegzustecken. Dazu drei ausgezeichnete Mannschaften, die in den vergangenen Jahren immer mal wieder, aber eben nicht so konstant (mit Ausnahme von Turbine) wie in diesem Jahr mithalten konnten.
    Es gab auch schon Jahre, in denen der FFC gegen Turbine in Meisterschaft und DFB-Pokal verloren hat. Und dennoch wiedergekommen ist…

    @Pinguin:
    Daß man eine hohe Niederlage des FCR anders bewertet hätte als die jetzige des FFC glaube ich nicht, niemand zweifelt die Klasse des FCR an (und tat dies auch nicht in den vergangenen Jahren). Ebenso wenig kann aber eine Mannschaft deutscher Meister werden ausschließlich mittels Glück. Und DFB-Pokalsieger und Uefa-Cup-Sieger… Man kann nicht nur Fairneß gegenüber dem FCR einfordern. Der gebührt dem FFC ebenfalls!

    Daß die Liga und auch die anderen Wettbewerbe spannender geworden sind – wunderbar. Allerdings, da bin ich mir sicher, wird der FFC trotz aller Häme und Freude der Gegen-Fans auch in den kommenden Jahren weiter oben mitspielen.
    Neid muß man sich halt eben immer noch erarbeiten!!!

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  • Pinguin sagt:

    Danke für die interessanten comments, zwei kurze comments von mir:
    @suplo: Ich dachte bei ‚man‘ auch kaum an die FFC-Verantwortlichen, sondern an die sehr vielen in puncto Frauenfußball weniger gut informierten Sportjournalisten und Sportinteressierten. Allerdings: Auch wenn Pohlers, Wunderlich und Krieger gerade fehlen, erstaunt mich aber, dass Wunderlich, Garefrekes, Weber, Prinz, Wimbersky, Smisek Günther etc. nur als 2. Garde gelten.
    @helena: Ich kann in diesem Weblog nirgends Häme, Unfairness oder Neid erkennen – und ich finde, das ist ein gutes Zeichen!

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  • Hullu poro sagt:

    @ suplo:

    Satt im Sinne von „Wir haben alles gewonnen.“ Mit dem Triple hat die Mannschaft in der letzten Saison alles erreicht. Da fällt es schwer, sich noch mal neu zu motivieren.

    Ein gutes Beispiel: Die Männer des FC Bayern 74/75. 74 holte die Mannschaft die Meisterschaft, den Europapokal und einige Spieler gewann die WM. In der nächsten Saison wurde die gleiche Elf nur Zehnter.

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