Eurosport hoch zufrieden mit Quoten der U17-WM

Von am 11. November 2008 – 13.40 Uhr 1 Kommentar

22 von 32 Spielen der erstmals ausgetragenen U17-Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Neuseeland zeigt Sportsender Eurosport. Und die zeitversetzten Übertragungen stoßen beim Publikum auf großes Interesse.

So brachte es etwa die deutsche Vorrundenpartie gegen Ghana im Schnitt auf fast 300.000 Zuschauer (in der Spitze fast 400.000 Zuschauer) und einen satten Marktanteil von 3,7 Prozent.

Zum Vergleich: Das vom Deutschen Sportfernsehen (DSF) ausgestrahlte Livespiel aus der 2. Männer-Bundesliga am gestrigen Montagabend zwischen dem SC Freiburg und dem FC St. Pauli brachte es zur besten Sendezeit auf rund 800.000 Zuschauer und einen Marktanteil von 2,6 Prozent.

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Eurosport-Programmsprecherin Heike Gruner erklärt gegenüber Womensoccer.de: „Wir sind mit dem Zuschauerinteresse an der U17-WM der Frauen bisher sehr zufrieden, und vor allem die Übertragung am vergangenen Samstagmorgen mit 290.000 Zuschauern im Schnitt hat gezeigt, dass noch deutlich Luft nach oben ist. Das lässt uns aus Quotensicht für das Finale am Sonntag hoffen. Sportlich hoffen wir natürlich auch im Hinblick auf die Heim-WM 2011 mit den deutschen Mädels.“

Gute Einschaltquoten
Auch die anderen Spiele der DFB-Elf erbrachten Einschaltquoten im sechsstelligen Bereich. So sahen 146.000 Zuschauer Deutschlands 3:1-Erfolg gegen Kanada im Viertelfinale (2,4 % Marktanteil), 111.000 das Remis gegen Nordkorea (2,7 % Marktanteil) und 106.000 den Auftakterfolg gegen Costa Rica (1,7 % Marktanteil).

Die Spiele der deutschen Mannschaft generierten erwartungsgemäß bessere Reichweiten als die Partien ohne deutsche Beteiligung (im Schnitt über alle Spiele incl. Wiederholungen: 125.000). Die Spiele ohne deutsche Beteiligung erzielten 58.000 Zuschauer im Schnitt. „Zu dieser Übertragungszeit am frühen Vormittag auch nicht so schlecht“, so Gruner.

Keine echten Vergleichswerte
Da die U17-WM zum ersten Mal ausgetragen wird, ist es schwer, einen Vergleich zu früheren Turnieren zu ziehen. Durch die zeitversetzte Ausstrahlung und die ungünstigere Zeit liegt der Schnitt beispielsweise unter dem der U20-WM 2006 in Russland, wo ein Schnitt von knapp 200.000 Zuschauern und ein Marktanteil von 1,6 Prozent erreicht wurde. Damals wurden aber auch weniger Wiederholungen ausgestrahlt.

Quelle Einschaltquoten: AGF/GfK; pc#tv

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • jens sagt:

    Das hört sich doch schonmal gut an, und ich denke es wären noch viel viel mehr Zuschauer, wenn die Sendezeiten einfach besser kommuniziert werden würden. Ich selbst bin bei einigen Spielen nur ganz zufällig dazugestoßen und sah meist nur die letzten 20 min. Ein Tick bessere Werbung und man kann so ein Ergebnis leicht verdoppeln.

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