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Nadine Angerer und Birgit Prinz zur Weltfußballerin des Jahres nominiert

Von am 29. Oktober 2008 – 17.21 Uhr 47 Kommentare

Der Fußball-Weltverband (FIFA) hat in Zürich heute die Nominierungen für die Wahl zur Weltfußballerin des Jahres bekannt gegeben. Anders als in den vergangenen Jahren beschränkte die FIFA die Auswahl in diesem Jahr auf nur zehn Spielerinnen, darunter auch zwei deutsche Akteurinnen: Nadine Angerer und Birgit Prinz.

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Die Torhüterin von Djurgården Damfotboll und die Stürmerin des 1. FFC Frankfurt wurden genauso nominiert wie Shannon Boxx (USA), Cristiane (Brasilien), Daniela (Brasilien), Marta (Brasilien), Christine Sinclair (Kanada), Kelly Smith (England), Hope Solo (USA) und Ingvild Stensland (Norwegen). Die Auswahl der Spielerinnen beschränkt sich diesmal auf die drei Kontinente Europa, USA und Südamerika und auf nur sechs Länder.

Neu ist auch der Zeitpunkt der Wahl: Denn erst Anfang 2009 am 12. Januar wird die neue Weltfußballerin im Opernhaus von Zürich gekürt. Bereits Anfang Dezember wird die FIFA die Namen der drei Spielerinnen bekannt geben, die die meisten Stimmen erhalten haben.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

47 Kommentare »

  • Markus Juchem sagt:

    Was haltet Ihr von der Reduzierung von 26 auf 10 nominierte Spielerinnen? Ist es gerechtfertigt, dass keine Spielerinnen aus Afrika und Asien nominiert wurden? Ist Brasilien mit drei nominierten Spielerinnen nicht übergewichtet?

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  • Max Diderot sagt:

    Widerspricht nicht eine solche Wahl generell dem Mannschaftsgedanken, dass der oder die Einzelne nichts, das Team aber alles sei? Und geriert sich Bussi-Bussi-Blatter, gerade noch als fußballerischer Freiheitskämpfer in Palästina unterwegs und genesen von einem Autocrash, den, so wird gemunkelt, er nicht unter dem Einfluss von Überkinger verursacht haben soll, nicht wieder als jener FIFA-Patriarch, dessen liebste Bühne die des Showbizz‘ ist?

    Wer will, soll wählen. Und die mangelnde Repräsentanz des Welt-Frauenfußballs, weil, wie Markus schon bemerkte, Akteurinnen aus Afrika, Asien und Ozeanien, scheinbar gar nicht berücksichtigt worden sind, wird die (Pseudo-) Seriosität dieses eher karnevalistisch anmutenden Gaga-Votums auch nicht unterminieren. Einige mehr oder weniger betagte Herren werden vermutlich in den kommenden Wochen miteinander kommunizieren, und im Januar wird dann eine brasilianische Spielerinnen ihren Eltern, ihrem Land und dem lieben Gott danken.

    Keine Frage, alle nominierten Akteurinnen hätten eine solche Auszeichnung verdient. Aber wenn Fußball Fußball sein soll, darf man(n) sich doch als globaler Verband nicht so dummdreist und borniert hinstellen, selbst ausdauernd auf die Schultern klopfen, und Repräsentantinnen von knapp zwei Drittel der Weltbevölkerung ausschließen!

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  • SCW sagt:

    Ich finde die Reduzierung sehr schade! Viele andere vermisse ich in der Liste schmerzlich.
    Zu den Brasilianerinnen kann ich nur so viel sagen: Meiner Ansicht nach (ich vertrete die selbe Meinung wie Dr. Hans-Jürgen Tritschoks) gehören sie nicht auf diese Liste – aber okay, das ist wieder ein Streitpunkt ohne Grenzen. Technisch sind sie alle drei ohne Frage äußerst versiert und glänzen in vielerlei Hinsicht, aber ich denke nicht, dass allein DAS eine WELTfußballerin auszeichnen sollte. Von Fairplay haben diese Damen (leider) anscheinend noch nie etwas gehört (Man erinnere sich z.B. an das Halbfinale der diesjährigen Olympischen Spiele und die äußerst rüden bis brutalen Attacken gegen Natze (von Daniela) und Stege (von Marta)!). Frustabbau mit Inkaufnahme von Verletzungen der Gegenspielerinnen – So etwas, das dann zu allem Übel noch nicht einmal geahndet wird, kann nicht als Vorbild (was eine Weltfußballerin für mich darstellt) für unsere Jugend etc. gelten! Meine Meinung und zu der stehe ich auch! Ich gönne vielen den Titel, aber nicht den 3 Frauen vom Zuckerhut.

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  • SCW sagt:

    @ Max: Da stimme ich dir zu.

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  • Rainer sagt:

    Nun ja, zehn ist zu wenig. Dr. Tritschok in Ehren, aber in Fussball hat er nicht promoviert.
    Birgit Prinz gehört nicht auf die Liste. Daniela, Cristiane und Marta dagegen schon. Und Martas rüde Attacke gegen Stegemann wurde durch ebenso rüde Attacken unserer Damen gekontert. Fussball ist kein Schach, wie der alte Udo Lattek mal ausgeführt hat, als man sich darüber empörte, dass Klaus Augenthaler Rudi Völler von den Beinen geholt hatte. Und sooo unfair sind die Brasilianerinnen nicht. Das 1:4 lag weniger an den Folgen von Unsportlichkeiten als an einer Glanzleistung der Südamerikanerinnen bei äusserst schwachem Spiel Deutschlands.
    Nun sitze ich ja in Schweden, aber für mich gehören Nadine Angerer und Marta in die Endrunde und die Nr. 3 könnte man auslosen, denn warum ist Stensland in der Auswahl und nicht die Finnin Anne Mäkinen, die hier eine überragende Saison gespielt hat. Cristiane war gut in Linköping, super bei den OS, aber viel besser war übers Jahr die kleine Australierin Lisa DeVanna.
    Es gibt (leider) keine bessere Spielerin als Marta, niemand, der auch nur in die Nähe käme. Verdient hätte es Nadine Angerer, es gibt ebenfalls in ihrer Kategorie keine vergleichbare Keeperin.

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  • ViolA sagt:

    ich fände es auch besser, wenn dort eine mannschaft ausgezeichnet werden würde. immerhin ist es die, die titel gewinnt oder auch nicht. aber da stellt sich dann die frage ob es ein verein sein muss oder auch eine nationalmannschaft ist und das kann man dann meist schlecht vergleichen.
    die wahl zur fußballerin des jahres an sich ist trotzdem keine schlechte sache – wenn sie denn wirklich qualifiziert wäre. das soll nicht heißen, dass keine der bisherigen gewinnerinnen diese auszeichnung verdient hätte. ich sehe es aber genauso wie alle anderen so, dass die transparenz zu wenig da ist um das wirklich beurteilen zu können. immerhin dient es als plattform um dem ff ein bisschen ins gedächnis der menschen zu befördern und das freut mich daran.
    was die nominierungen angeht, so sehe ich das ebenfalls ähnlich.
    die auszeichnung sollte nicht nur technisches können beurteilen, sondern den menschen an sich – eben so wie der lauderus award, den ich übrigens für eine sehr gute sache halte (auch wenn dort seit jahren roger federer gewinnt – meiner meinung nach aber auch absolut verdient!). und zu dem menschen gehört eben auch sein verhalten und das kann ich bei einigen spielerinnen nicht akzeptieren. natürlich gibt es allein auf grund der herkunft schon unterschiede, aber das verhalten von manchen würde ich nicht darauf zurückführen sondern es einfach als eine frage der fairness betrachten. und da gehört für mich eben bei einigen die rote karte gezeigt.

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  • ViolA sagt:

    @rainer

    ich stimme dir zu, dass marta verdient bei den nominierten ist – sie ist einfach eine geniale spielerin. ABER ihr foul war keines falls einfach fußball und da hört irgendwann die fairness auf. und mir ist es in dem fall auch egal wie die spielerin heißt. das gehört einfach nicht auf den fußballplatz.
    bei birgit kann man das kritisch sehen. für mich ist sie aber auf eine andere art eine unglaublich wichtige spielerin und sie war neben natze in der natio mit die beste spielerin der deutschen auf dem platz – natürlich war das nicht weiter schwierig bei den leistungen der anderen. aber sie hat auch eine grandiose saison im verein hinter sich bei dem sie nicht umsonst direkt nach inka in der toschützenliste stand und dazu noch massig assists geliefert hat. und das trotz ihrer enorm vielen einsätze. daher gehört sie für mich definitiv auf die liste.
    zu christiane mag ich eigentlich nicht viel sagen. ich finde sie lange nicht so gut wie marta und was ihre fouls angehen finde ich sie noch schlimmer. da gehören für mich eher andere spielerinnen auf die liste bevor ich christiane drauf setzen würde.

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich halte die Reduzierung von 26 auf 10 für zu drastisch (grundsätzlich aber für richtig) und darüber hinaus denke ich, es ist ein Fehler, die Auswahl auf die Kontinente Europa, Nordamerika und Südamerika zu beschränken. Gerade im Hinblick auf die Anstrengungen, die sowohl in Afrika, Asien als auch Ozeanien inzwischen im Frauen- und Mädchenfußball unternommen werden, wäre eine Berücksichtigung verdient und auch taktisch klug gewesen.

    Über die Auswahl lässt sich sicherlich immer trefflich streiten. Birgit Prinz und auch Ingvild Stensland hat man sicherlich schon stärker gesehen. Gut finde ich hingegen, dass es gleich zwei Torhüterinnen in die Auswahl geschafft haben, die in der Vergangenheit oft unterrepräsentiert waren.

    Ob man sich Marta und Cristiane auf die Liste wünscht hängt wohl davon ab, wie man den Begriff „Weltfußballerin“ definiert. Nach der Definition von „SCW“ kann man die Nominierung kritisieren. Zumal, wenn man sich die Fairplay-Definition der FIFA zu Gemüte führt, wo es unter anderem heißt:

    „Fairplay spielt im Sport eine fundamentale Rolle und muss daher bei allen sportlichen Aktivitäten zur Anwendung bekommen. Das gilt insbesondere für den Kindersport. Kinder brauchen für ihre Persönlichkeitsentwicklung starke moralische Werte.“

    @Rainer: Es sagt keiner, dass wegen Unsportlichkeiten das Spiel verloren wurde, aber es fällt schon auf, dass der Fairplay-Gedanke auf dem Spielfeld bei Marta und Cristiane nicht stark ausgeprägt ist.

    Persönlich sehe ich Hope Solo schon auf Augenhöhe mit Nadine Angerer, aber das ist wohl Geschmackssache.

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  • djane sagt:

    Sicherlich sind 10 Spielerinnen etwas wenig, aber es stellt sich ja auch die Frage, wo die anderen herkommen sollen ? Ich bin mir sicher, daß es noch ne Menge auch unbekanntere tolle Spielerinnen gibt, aber die mediale Wahrnehmung anderer Nationen beschränkt sich doch auf WM/EM und alle 4 Jahre Olympische Spiele. Gut, noch gelegentlich etwas UEFA-Cup, aber da werden auch die wenigsten Spiele übertragen. Schließlich sollte die Wahl ja auch für die Allgemeinheit verständlich sein, und nicht nur für die Talentspäher vom DFB. Bei den letzen Olympischen Spielen ist mir außer den oben erwähnten Spielerinner auch keine weitere besonders aufgefallen.
    Und zu Marta und Co: Die Damen sind nun mal weltklasse am Ball, auch wenn sie nicht immer mannschaftsdienlich und fair spielen. Für letzteres Verhalten sollte daher meiner Meinung nach ein Fairplay Preis ausgegeben werden, der vom Renommee und der Dotierung her mindestens ebenbürtig zum Preis für die beste Weltfussballerin sein sollte.

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  • ViolA sagt:

    naja in den letzten jahren gab es ja auch immer mehr als nur zehn nominierte 😉
    da sind sicherlich noch einige amerikanische oder auch norwegische spielerinnen zu nennen.

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  • djane sagt:

    das glaube ich sofort ViolA, ich bedaure es halt nur, daß es so wenig Möglichkeiten gibt, die ausländischen Ligen zu verfolgen.
    Bei den Männern ist übrigens Ballack nominiert. Ohne Worte….

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  • Steffen sagt:

    @Markus: Ich finde die Nominierung von 10 Spielerinnen richtig, aber ich würde es gerne einheitlich haben, d.h. die Männer müssen auch auf 10 reduziert werden. Ich finde es nicht gut, dass die Frauen erst im Januar geehrt werden. Was soll das überhaupt?

    @Max Diderot: Ich denke auch, dass am Ende eine Brasilianerin ihren Eltern, ihren Freunden und dem lieben GOTT für den 1. Platz danken wird. 🙂 Wie unerwartet und spontan!

    Man kann über die Brasilianerinnen sagen was man will, aber Cristiane und Marta gehören für mich leider unter die ersten 10. Vielleicht ändert sich meine Meinung irgendwann mal und ich kann das leider weglassen. Mag sein, dass Marta einen Tick besser ist als Cristiane, aber ehrlich gesagt finde ich, das Cristiane noch besser sein könnte, wenn sie sich wenigstens mal ein bisschen von ihrer Kollegin abschauen würde. Wenn ich da nur wieder an ihren letzten Verein denke, Linköpings FC, wenn sie es da nur bis zum Saisonende ausgehalten hätte, wäre sie vielleicht Meister geworden. Marta ist nicht die bessere Spielerin, weil sie die bessere Spielerin ist, sondern weil sie mehr Ehrgeiz und Kontinuität hat.

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  • Rainer sagt:

    @djane: Genauso ist es, man kriegt doch kaum was mit von den verschiedenen Ligen. Immerhin sind unter den Zehn fünf Spielerinnen, die dieses Jahr mehr oder weniger in der schwedischen Liga gespielt haben, Ausnahme: Cristiane, die im August nicht mehr zurückkam, weil der Club (Linköping) es sich nicht leisten konnte. Aber ich hoffe, dass der Women’s Cup 2009 uns Gelegenheit gibt, wenigstens aus einigen Ligen auch mehr über den jeweils zweiten Club zu erfahren.
    Und beste Spielerin hat wirklich nix mit Fairplay zu tun. Wenn Marta serienweise rote Karten bekommen hätte, sollte man sie sicher auch nicht nominieren. Das Schlimmste, was sie sich dieses Jahr (und wohl jemals) geleistet hat, war die rote Karte gegen Malmö wegen Nachtretens, dafür hat sie sich tausendmal entschuldigt und die Berechtigung der Karte nie in Frage gestellt.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Steffen: Es werden ja Männer und Frauen beide erst im Januar geehrt. Das hat den Grund, dass durch die U17- und U20-WM der Frauen die FIFA-Klubweltmeisterschaft in diesem Jahr später beginnt und somit auch erst am 21. Dezember endet. Die Zeit vor Weihnachten ist somit zu knapp für die Weltfußballer-Gala im Vergleich zu den Vorjahren.

    @Rainer: Der UEFA Women’s Cup wird sein Erscheinungsbild wohl erst ab der Saison 2010/2011 ändern mit dann mehr Mannschaften aus den Top-Nationen. Mal sehen, ob es bis dahin auch einen ordentlichen koordinierten Frauenfußball-Kalender gibt. 😉

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  • djane sagt:

    zu Marta will ich noch hinzufügen: bei den Uefa-Cup Spielen Umea gegen Frankfurt in der letzten Saison hat mir Marta deutlich besser gefallen, als wenn sie mit den brasilianischen Natio-Mädels zusammenspielt: da schaukeln sich irgendwie immer alle gegenseitig mit diese Getrommel und Gemache hoch. In Umea spielte sie teilweise schon fast mannschaftsdienlich.
    Hurra, der erste Schnee ist da: jetzt kommt wieder Zeit, wo es wirklich Überwindung kostet, sich am Sonntag ins Stadion zu begeben…

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  • ViolA sagt:

    ich freue mich auch auf die erweiterung. ich fände es eh besser, wenn aus den top-ligen wie schweden und auch deutschland grundsätzlich zwei mannschaften auflaufen könnten und der sieger eben noch eine zusätzlich stellen dürften. das würde dem ganzen deutlich mehr spannung verleihen, allerdings ist auch klar, dass es dann für andere nationen gleichzeitig schwieriger werden würden…
    aber die konkurrenz schläft ja auch nicht und entwickelt sich stetig weiter. daher bin ich gespannt wie sich die mannschaften noch in dieser und vor allem auch in der nächsten saison präsentieren werden.

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  • SCW sagt:

    @Rainer: Naja das ist nun wieder ein Streitpunkt. Ich habe manchmal das Gefühl es traut sich einfach keine Schiri mehr den Brasilianerinnen (insbesodnere Marta) bei Tunieren Karten zu geben. Im Nachhinein wären Männer von der FiFa oder UEFA (je nach Wettbewerb) fürs Finale oder nächste Spiel gesperrt worden, nach solchen Attacken wie denen gegen gegen Natze und Stege. Es gab nicht einmal gelb und das finde ich dann schon recht bedenklich!

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  • Markus Juchem sagt:

    Interessant übrigens, dass 8 der 10 nominierten Spielerinnen (alle außer Nadine Angerer und Birgit Prinz), wenn alle Vertragsverhandlungen erfolgreich sein sollten, ab nächstes Jahr in der neuen US-Profiliga WPS spielen sollen.

    Hier mal eine Übersicht:

    Shannon Boxx (USA) Los Angeles Sol
    Cristiane (Brasilien) Chicago Red Stars
    Daniela (Brasilien) St. Louis
    Marta (Brasilien) Los Angeles Sol
    Christine Sinclair (Kanada) Bay Area
    Kelly Smith (England) Boston Breakers
    Hope Solo (USA) St. Louis
    Ingvild Stensland (Norwegen) St. Louis

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  • SCW sagt:

    Ich verstehe nicht, wieso Marta von Umeå weggeht.

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  • Markus Juchem sagt:

    Noch ist es ja wohl nicht ganz sicher, aber es wäre eine Überraschung, wenn sie nicht weggeht. Die Verhandlungen mit LA Sol (schicker Name..) laufen noch, was man so hört, aber zuletzt war die Tonart zwischen Martas Manager Fabiano Farah und den schwedischen Verantwortlichen eher ruppig, Stichwort Ultimatum, das ja in wenigen Minuten abläuft. 😉

    Marta kann in den USA selbst in einer abgespeckten Profiliga wohl noch deutlich mehr Geld verdienen als in Schweden.

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  • SCW sagt:

    Finde ich überraschend (habe da Zahlen im Kopf)… aber okay. Kann nur nach hinten losgehen, wenn die sich alle Top-Spielerinnen holen und es dann finanziell irgendwann wieder nicht mehr stemmen können und die Liga wieder pleite geht. Naja, abwarten.

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  • Markus Juchem sagt:

    Es gab ja immer nur Schätzungen, was sie in Schweden verdient hat. Dank Sponsor VW sicherlich nicht ganz schlecht. In den USA wird sie aber sicherlich im Bereich von einer halben Million Dollar im Jahr liegen, das hat sie bei ihrem jetzigen Verein sicherlich nicht.

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  • SCW sagt:

    Garantiert nicht. Wer hat das schon? Das wäre natürlich mehr als lukrativ. Aber dann verstehe ich nicht wieso die Vorstände der Liga davon reden einen Einheitslohn einführen werden, damit die Liga nicht wieder Insolvenz anmelden muss. Dann hätte Marta ja wieder ein Sondergehalt. Irgendwie kann man dem Ganzen net so recht trauen bzw. das Ganze glauben… ich denke es wird sich zeigen was passiert.

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  • Markus Juchem sagt:

    Einheitsgehalt mag es ja geben. Das fängt man dann halt über einen persönlichen Sponsor bzw. Werbekontrakt auf, 4 Heimflüge nach Brasilien im Monat ;-), ein paar andere schicke Vergünstigungen. Das kriegt man auch so hin.

    Habe schon das Gefühl, dass die Liga grundsätzlich erst einmal auf wirtschaftlich gesünderen Beinen steht. Doch ob sie deswegen erfolgreich sein wird, muss sich erst noch zeigen. Der Olympiasieg für die USA war für die neue Liga natürlich erst mal ein Glücksfall, und der TV-Vertrag sieht ja auch sehr ordentlich aus. Mal sehen…

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  • SCW sagt:

    Das mit Natze scheint sich nun auch erübrigt zu haben.. sie hört bei Djurgarden auf und steht vor einem Wechsel in die USA! Quelle:
    d%5D=16314&cHash=d2abf3f952

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  • SCW sagt:

    ups.. hier nochmal der richtige Link:

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  • Markus Juchem sagt:

    Mal sehen, hängt davon ab, ob die WPS es hinkriegt, den Spielplan EM-freundlich umzukrempeln.

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  • djane sagt:

    Leider ist die erste meldung vom Kicker über den Wechsel nicht mehr online, in der stand nämlich, daß „soziale Gründe“ ausschlaggebend wären- wobei ich mich die ganze Zeit fragte, was wohl soziale Gründe sind.
    Ob die USA die richtige Entscheidung sind (falls es klappt) wird sich zeigen, für den Pokal der Weltfussballerin sehe ich Natze nicht unbedingt vorne- in Umea ist halt international auch nicht allzu viel zu holen, von daher ist es dieses Jahr ziemlich ruhig um sie geworden

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  • SCW sagt:

    Naja Markus.. einigen ist Natzes Lebensgefährtin bekannt und irgendwie kann ich das dann nicht so wirklich nachvollziehen. Presse eben. 😉

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  • djane sagt:

    Danke Markus. Na das ist ja wieder blumig formuliert worden, es klang eher, als würde sie keine Wohnung finden und müßte auf der Parkbank übernachten.
    In der BuLi kommt eigentlich garkein Verein in Frage, Turbine wäre ein Rückschritt, der FFC ist durch die direkte Kokurrenz von Rottenberg völlig ausgeschlossen, Duisburg könnte sie nach der Leistung von Längert zwar durchaus brauchen aber da behagt ihr die Stadt wohl nicht so, höchstens Bayern. Das halte ich aber auch für eher unwahrscheinlich.

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  • Markus Juchem sagt:

    @SCW Ich vermute eher, es hat sich recht schnell rauskristalliert, dass mit Djurgarden kein Blumentopf zu gewinnen (24 Punkte Rückstand auf den Meister) ist, und dann sucht sie halt lieber eine neue Herausforderung.

    @Djane: Natze in Stockholm? Soviel ich weiß, hat sie doch gleich zu Beginn die Bude von Bente Nordby übernommen. Frankfurt nicht wg. Rottenberg? Glaube nicht, dass das ein Hinderungsgrund wäre, das hätte eher andere Gründe.

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  • djane sagt:

    stimmt, sie ist in Stockholm, mir geisterte immer noch die Begegnung Arsenal-Umea im Kopf rum. Umea ist der Verein, der sowohl national wie international die Trümpfe hält- weshalb es für die Djurgarden Damen wohl auch in Zukunft schwierig bleiben wird. Trotzdem glaube ich, daß zwei grundverschiedene Typen wie Angerer und Rottenberg nicht zwingend in einem Verein spielen wollen.

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  • ViolA sagt:

    naja silke hat ja schon gesagt, dass sie nach diesem jahr ihre aktive karriere an den nagel hängen wird. das wäre also auch kein grund. nur stehen da noch zwei andere gute torhüterinnen. die verpflichtung würde für den ffc nicht viel sinn machen.

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  • SCW sagt:

    Eben. Zumal mit Alisa die „Zukunft“ verpflichtet wurde.

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  • Brandy sagt:

    @djane : Turbine ist ein Rückschritt ??? dazu hätte ich doch mal gerne genauere erläuterungen….

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  • djane sagt:

    Mit Rückschritt meine ich nicht die sportliche Wertigkeit des Vereins, aber Tubine hat doch mit Thalmann, Schumann und Sarholz drei gute Leute im Tor, die man behutsam aufbauen will (siehe Sarholz bei der U17 in NZ). Wenn Angerer käme, würde sie wohl auch das ein oder andere Mal auf der Bank Platz nehmen müssen- Schröder macht auf mich nicht den Eindruck, das er „verlorene Schafe“ mit offenen Armen aufnimmt und sofort wieder zur Nr. 1 befördert.
    Zweitens möchte sie ja in die USA was wiederum zeigt, das sie noch etwas erleben und neue Erfahrungen sammeln will- da kann ich mir einfach nicht vorstellen, daß die Rückkehr zum Exverein der adäquate Ersatzplan ist falls es mit Amerika nichts werden sollte.

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  • Brandy sagt:

    Na ja,es kommt ja auch darauf an,aus welcher Ecke die verlorenen Schafe kommen. Bei Angerer und Hingst hatte Schröder großes Verständnis,dass sie gerne im Ausland spielen wollten,ich denke grundsätzlich wäre eine Rückkehr da kein Problem. Odebrecht wurde auch mit offenen Armen wieder aufgenommen. Würden allerdrings die schwarzen Schafe Pohlers,Piwi und Co vom bösen Schäfer Dietrich nachfragen,sähe das anders aus…..
    Für Desi wäre das natürlich sehr sehr schade,wenn Nadze zurückkäme, wo sie sich so in die Mannschaft gekämpft und potentielle Rivalinnen aus dem Weg geräumt hat, aber momentan ist Nadze noch eine Klasse besser. Ari hätte es mit Sicherheit deutlich schwerer wieder in die 1. zu kommen. Und falls es mit den USA nicht klappt, kommen in Deutschland nur Potsdam,Duisburg und Bayern in Frage, die anderen wären in der Tat ein Rückschritt.

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  • Markus Juchem sagt:

    In der Theorie ist es natürlich einfach für Natze, in der Bundesliga wieder einen Verein zu finden. In der Praxis allerdings eher nicht. Bayern München wird der verdienten Ulrike Schmetz in ihrem letzten Jahr keine Angerer vor die Nase setzen wollen, Turbine halte ich für nicht ganz einfach, Duisburg kann ich mir bei ihr gar nicht vorstellen. Bleibt also nur: Frankfurt. Interesse an ihr gibt es dort ja schon länger und das Karriereende von Silke Rottenberg ist absehbar. Der finanzielle Rahmen würde stimmen und die Nähe zur Heimat auch. Aber so richtig passt der Verein wohl nicht zu ihr. Aber im Ausland gibt es außer den USA wohl auch keine richtig reizvollen Clubs. Dürfte also spannend werden!

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  • ViolA sagt:

    das interesse mag es wohl gegeben haben – z.b. bevor rotti kam. ich kann mir aber kaum vorstellen, dass der verein das noch wirklich im sinn hat. immerhin sind beide verträge – sowohl der mit alisa als auch mit steffi – auf längere zeit abgeschlossen und man weiß auch in frankfurt wie wichtig jugend- und aufbauarbeit ist.

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  • Rainer sagt:

    Heute wurde bekannt, dss Djurgården damfotboll als Angerer-Nachfolgerin die isländische Nationaltorfrau Gudbjörg Gunnarsdottir verpflichtet. Für Ariane Hingst kommt Finnlands Natio-Spielerin Anna-Kaisa Rantanen.

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  • djane sagt:

    Hingst fällt aber nur verletzungsbedingt ein paar Monate aus und muß ersetzt werden, oder verläßt sie Djurgarden auch ?!

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  • Rainer sagt:

    @djane: Ja, leider. DJjurgården teilte am 03.11. auf seiner Webseite mit, dass der auslaufende 2-Jahresvertrag mit Ari nicht verlängert wird. Ziel erst einmal unbekannt, aber das Rehab-Training macht sie wohl in Potsdam…

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  • djane sagt:

    Danke für die Info Rainer, das wußte ich garnicht. Demnach war das Schweden-Intermezzo der beiden Damen auch nicht wirklich glücklich. Schade für Djurgarden, schön für die Buli (falls sie dort wirklich wieder landen wird)

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  • Rainer sagt:

    Naja, über das Schweden-Intermezzo können nur die beiden selber reden, aber ich habe im Sommer ein Interview mit ihnen gemacht und da hatte Ari ja schon mehr als ein Schwedenjahr hinter sich.

    Ich hatte den Eindruck, dass es ihr eigentlich sehr gut gefallen hat und dass sie neue Erfahrungen machen wollte und auch das sportliche und organisatorische Umfeld hier sehr gut fand.

    Nadine Angerer müsste man jetzt noch mal befragen. Ich bin mal gespannt, ob sie nächsten Montag noch auf der „Fußballgala“ im Stockholmer Globen auftaucht. Da werden die Fußballpreise 2008 verliehen und sie ist nominiert in der Torwart-Kategorie. Und das sollte sie eigentlich gewinnen.

    Letztes Jahr ging der Preis an ihre Vorgängerin Bente Nordby.

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  • Markus Juchem sagt:

    Hier nochmal als Bestätigung eine aktuelle dpa-Meldung:

    Angerer und Hingst verlassen Stockholm

    Berlin (dpa) – Die Fußball-Weltmeisterinnen Nadine Angerer und Ariane Hingst haben ihren bisherigen Club Djurgården Stockholm verlassen. Wo die ehemaligen Potsdamerinnen in der kommenden Saison spielen werden, ist noch offen.

    Torhüterin Angerer sagte der «Märkischen Allgemeinen Zeitung», ihr primäres Ziel sei das Ausland. Sie könne sich ein Jahr in England oder Frankreich vorstellen, bevorzuge aber einen Wechsel in die USA. «Ich bin mit meiner Auslandserfahrung noch nicht fertig», meinte Angerer.

    Potsdams Trainer und Manager Bernd Schröder sagte, die Tür für Abwehrspielerin Hingst stehe offen, auch wenn er an seinem Jugendkonzept festhalten wolle. Hingst meinte: «Es gibt hier und da Gespräche, aber noch nichts Konkretes.» Nach einer Knieoperation Anfang Oktober kann sie in diesem Jahr nicht mehr spielen, mit Djugården belegten Angerer und Hingst Platz fünf in der zu Ende gegangenen Saison in Schweden. «Ich hatte zwei wunderbare Jahre, es hat Spaß gemacht. Aber ich will nochmal etwas Anderes erleben», sagte Hingst zur Begründung für ihren Abschied.

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  • djane sagt:

    Interessant, am 30.05.2008 sagte sie ja noch bei euch (womansoccer) im Interview „Ich fühle mich wohl in Schweden und kann mir derzeit nicht vorstellen, wieder in die Bundesliga zurückzukehren, weil mir die schwedische Liga wesentlich besser gefällt“. Ich bin gespannt, wo die Mädels landen.

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich denke mal, das Zauberwort heißt derzeit „USA“. Spätestens seit die WPS den TV-Vertrag mit Fox abgeschlossen hat, scheint man dem neuen Frauenfußball-Projekt in den USA Erfolgsaussichten einzuräumen. Inzwischen sind viele Spielerinnen, die vor ein paar Monaten noch gezögert haben, sehr an einem Wechsel in die WPS interessiert. Aber vorher gilt es Spielplanüberschneidungen aus dem Weg zu räumen. Und finanziell scheint es ja nicht ganz unlukrativ in den Staaten zu werden. Marta soll bei Los Angeles Sol (so der Deal zustande gekommt) zwischen 500.000 und 1 Mio. Dollar pro Jahr verdienen. Ganz schlecht dürfte das Salär dann auch für die anderen Spielerinnen nicht sein…

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