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Ost-Derby: kein Spiel wie jedes andere

geschrieben von – 26. Oktober 2008, 0:06 Uhr | 1.200 Leser1 Kommentar

Wenn sich heute der USV Jena und der 1. FFC Turbine Potsdam in der Frauenfußball-Bundesliga gegenüberstehen werden, dürften Erinnerungen wach werden. Denn schon in den 80er-Jahren und Anfang der 90er-Jahre gab es zwischen den beiden Teams zunächst im Rahmen der Bestenermittlung in der DDR, dann in der Oberliga Nordost Duelle. Doch die Oberliga-Zeiten sind Geschichte, Potsdam geht diesmal als klarer Favorit in die Partie.

Um 13.00 Uhr werden die Teams im Jenaer Ernst-Abbe-Stadion aufeinandertreffen, sonst die Heimstätte des Männer-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena. Ein weiterer Fingerzeig, dass alles andere als eine normale Partie auf dem Programm steht.

Fällt die 1.000-er Marke?
Dank des Derbycharakters und des Umzugs in das größere Stadion hofft man die Marke von 1.000 Zuschauern knacken zu können, WM-OK-Chefin Steffi Jones hat ihr Kommen angekündigt. Auch in den Medien wird das Spiel Widerhall finden. So sind sowohl der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) als auch DFB-TV vor Ort, um von der Partie zu berichten.

Zum Bundesliga-Tippspiel

„Beide Vereine sind zwar zu DDR-Zeiten bereits gegeneinander angetreten, aber das war damals in der Oberliga. Jetzt findet dieses einmalige Derby, auf das wir uns sehr freuen, in der Bundesliga statt“, so Schröder. Bereits am Samstag reiste Schröder mit seiner Elf nach Thüringen und dokumentierte damit, wie ernst man den Aufsteiger nimmt, der am vergangenen Mittwoch beim 3:1-Überraschungssieg gegen die SG Essen-Schönebeck seinen zweiten Saisonsieg feierte.

Gefährlicher Aufsteiger
„Wir unterschätzen diese Mannschaft auf keinen Fall“, so Schröder, der den eigenen 5:1-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg richtig einzuschätzen wusste. „Das war bei weitem keine so leichte Sache, wie es vielleicht aussah.“

Zumal das Team neben den beiden U17-WM-Teilnehmerinnen Tabea Kemme und Marie-Louise Bagehorn möglicherweise auch ohne Kapitänin Jennifer Zietz auskommen muss, die sich gegen Wolfsburg eine Fußverletzung zuzog. Abwehrchefin Babett Peter plagen darüber hinaus muskuläre Probleme.

Kompakte Defensive soll Turbine stoppen
Für beide Teams gilt es, nach der anstrengenden englischen Woche noch einmal alle Energie freizusetzen. Jena, das weiterhin verletzungsbedingt auf acht Spielerinnen verzichten muss, will mit einer kompakten Defensive den Turbinen den Zahn ziehen. Vor der Viererabwehrkette soll ein Fünfer-Mittelfeld und eine einzige nominelle Spitze agieren.

„Wir werden versuchen, so lange wie möglich, hinten die Null zu halten“, so Jenas Trainerin Heidi Vater. „Jetzt sind die Spielerinnen gefragt, die sich hinter den etablierten Spielerinnen immer versteckt haben“, hofft Vater, dass sich ihr Team achtbar aus der Affäre ziehen wird.

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Markus Juchem

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