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FCR 2001 Duisburg sauer auf 1. FFC Frankfurt

Von am 21. Oktober 2008 – 12.08 Uhr

Bis Sonntag deutete vieles darauf hin, dass die drei Duelle zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem 1. FFC Frankfurt in Bundesliga und UEFA-Pokal auf Ende November/Anfang Dezember verschoben werden.

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Der 22. November war für das Bundesligaspiel vorgesehen, der 29. November und 4. Dezember für die beiden Partien im UEFA-Pokal. In Duisburg hatte man Ende vergangener Woche von Gegner Frankfurt grünes Licht für diese Gedankenspiele erhalten.

„Wir waren uns einig“, so Guido Lutz, Vorstandsvorsitzender des FCR 2001 Duisburg, gegenüber Womensoccer.de. Doch am Sonntag machte der Triple-Sieger einen Rückzieher. 

„Wir müssen erst einmal schauen, ob sich das am 29. November organisatorisch bei uns einrichten lässt, ansonsten bleibt es bei den ursprünglich vorgesehenen Terminen“, so FFC-Manager Siegfried Dietrich vor dem DFB-Pokalspiel in München gegenüber Womensoccer.de. Noch am Sonntag, kurz nach dem Pokal-Aus der Frankfurterinnen, erhielten die Duisburgerinnen aus Frankfurt dann ein definitives „Nein“.

Verärgerung in Duisburg
In Duisburg ist man ob des unerwarteten Meinungsumschwungs in Frankfurt sauer. „Das ärgert uns schon gewaltig. Über Fairplay muss man mit Herrn Dietrich wohl nicht reden“, so Lutz.

Hintergrund der geplanten Spielverlegungen sind die Abstellungen der drei Duisburger Stammspielerinnen Turid Knaak, Hasrit Kayikci und Alexandra Popp für die U17-WM in Neuseeland. Zünglein an der Waage schien zunächst der FC Bayern München zu spielen.

Bayern-Spiel in Duisburg verlegt
Denn bei den Duisburgerinnen hoffte man, dass die Bayern beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen der Abstellung von fünf Spielerinnen zur U20-WM in Chile die Spielverlegung der Bundesligapartie in Duisburg am 30. November beantragen würden.

Dies ist inzwischen erwartungsgemäß passiert, so dass sich der frei gewordene Termin für die Austragung des UEFA-Pokal-Hinspiels angeboten hätte. Doch nun wird es wohl zumindest für die beiden UEFA-Pokal-Spiele bei den ursprünglich vorgesehenen Terminen bleiben.

Wohl keine Spielverlegung ohne Zustimmung des Gegners
Denn laut UEFA-Regularien bedarf es der Zustimmung des Gegners (Absatz 8.10), um die Viertelfinalspiele zu verlegen. Somit sieht es derzeit so aus, als würde das Hinspiel in Frankfurt dann am 5. November (inzwischen wurde der 6. November bestätigt) um 14.00 Uhr stattfinden, das Rückspiel in Duisburg am 13. November um 18.00 Uhr.

„Wir klären gerade mit der UEFA, ob trotzdem eine Spielverlegung möglich ist. Aber auch wenn wir ohne die Drei gegen Frankfurt spielen müssen, werden unsere Spielerinnen nun entsprechend motiviert sein“, verspricht Lutz.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.