FCR 2001 Duisburg stürmt ins Viertelfinale

Von am 12. Oktober 2008 – 18.56 Uhr

Der FCR 2001 Duisburg hat mit einem überzeugenden 5:0 (3:0)-Sieg gegen den spanischen Meister UD Levante vorzeitig das Viertelfinale des UEFA-Pokals erreicht. Im Iwano-Frankiwsk-Stadion sorgten Inka Grings und Simone Laudehr mit jeweils zwei Treffern für den überzeugenden Erfolg. Auch Charline Hartmann konnte sich in die Torschützenliste eintragen.

Wie schon im ersten Spiel gegen den ukrainischen Meister Kalusch dominierte der FCR das Spiel von Beginn an und kaufte den Spanierinnen mit zwei frühen Toren sehr schnell den Schneid ab. Schon nach vier Minuten schloss Grings ein Solo durch den ganzen Strafraum erfolgreich ab; vier Minuten später flankte die erneut ausgezeichnete Annemieke Kiesel in den Strafraum, Grings verarbeitete den Ball sicher und verwandelte unhaltbar zum 2:0.

Schnelle Vorentscheidung
Auch nach dieser Führung bestimmten die Duisburgerinnen das Spiel fast nach Belieben – hatten allerdings in der 25. Minute ein wenig Glück, als Levante zur einzigen Torchance der ersten Halbzeit kam: Nationalspielerin Laura del Río setzte sich ein einziges mal auf der rechten Seite durch und versuchte, Torfrau Katrin Längert durch einen Heber zu überwinden. Längert war aber entschlossen herausgelaufen, so dass der Ball doch noch über die Latte segelte.

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Bis dahin hatte Linda Bresonik, erstmals nach ihrer Verletzung auf der linken Verteidigerposition eingesetzt, so souverän gegen Del Rio gespielt, dass der spanische Star frustriert die Seite wechselte – ebenfalls ohne Erfolg. Stattdessen schloss Laudehr in der 29. Minute ein hervorragendes Zusammenspiel mit Grings entschlossen ab: Mit dem 3:0 war das Spiel dann schon entschieden.

Inka Grings in Aktion gegen LevanteBresonik wechselt ins Mittelfeld
In der zweiten Halbzeit – Vanessa Martini kam für die leicht verletzte Alexandra Popp, Bresonik rückte ins linke Mittelfeld vor – sahen die rund 400 Zuschauer zunächst ein verteiltes Spiel: Der FCR nahm deutlich einen Gang heraus, ohne allerdings in Gefahr zu geraten – im Gegenteil: Simone Laudehr setzte sich in der 64. Minute energisch gegen zwei Gegenspielerinnen durch und schoss überlegt zum 4:0 ein.

Damit hatten Grings und Laudehr in den zwei Spielen insgesamt acht Tore geschossen – und bestätigten damit ausdrücklich die taktische Ausrichtung durch die Cheftrainerin. Marrtina Voss hatte in beiden Spielen Grings als Stoßstürmerin aufgestellt, die von der nachrückenden Laudehr immer wieder bestens unterstützt wurde.

Hartmann trifft
Auf den beiden Sechser-Positionen lieferten Marina Hegering und Kiesel zudem souveräne Leistungen, so dass Voss getrost noch einmal wechseln konnte: Charline Hartmann und Hasret Kayikci durften noch auf Torejagd gehen – und diesmal traf Rückkehrerin Hartmann in der 80. Minute aus halblinker Position und aus 12 Metern.

Im letzten Spiel gegen Brøndby am Dienstag um 14 Uhr Ortszeit genügt nun ein Unentschieden zum Gruppensieg. Gegner im Viertelfinale können Oslo, Frankfurt oder der russische Meister Perm sein.

Auf Sieg spielen
Martina Voss will allerdings nicht taktieren und auch gegen den dänischen Meister auf Sieg spielen: „Wir können uns den Gegner sowieso nicht aussuchen“, kommentierte eine zufriedene Trainerin, die allerdings auch darauf verwies, dass die Gegner keine absolute europäische Spitzenklasse präsentierten.

Aufstellung Duisburg: Längert; van Bonn, Hauer, Krahn, Bresonik (68. Kayikci), Knaak, Kiesel, Hegering, Popp (46. Martini), Laudehr, Grings (61. Hartmann)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.