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UEFA-Pokal: Kantersiege für die Favoriten

Von am 10. Oktober 2008 – 6.17 Uhr

Am ersten Spieltag der 2. Qualifikationsrunde im UEFA Women’s Cup stolperte als einziger Favorit der 1. FFC Frankfurt bei seiner 0:1-Niederlage gegen Zvezda-2005. Die anderen Top-Teams, Røa IL, Umeå IK, Arsenal LFC und Olympique Lyonnais feierten deutliche Siege.

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Österreichs Meister SV Neulengbach kam bei Gastgeber Olympique Lyonnais vor 1.200 Zuschauern gleich mit 0:8 (0:7) unter die Räder. Der Klassenunterschied war eklatant, von Beginn an diktierten die Französinnen das Geschehen, spielten routiniert und ließen die Niederösterreicherinnen nie ins Spiel kommen.

Klassenunterschied
„Die Mädchen haben gekämpft und alles gegeben. Lyon hat uns leider kalt erwischt und bereits nach einer Viertelstunde war das Match gelaufen. Wir müssen diese Niederlage wegstecken und uns auf das nächste Spiel konzentrieren“, so Trainerin Olga Hutter.

Bei Lyon traf Camille Abily zwei Mal, auch Lotta Schelin konnte sich in die Torschützenliste eintragen. Lyons Spielführerin Sandrine Dusang erklärte: „Wir sind perfekt in den UEFA Women’s Cup gestartet. Wir wollen es in dieser Saison weit bringen. Hoch erfreut war man über die Zuschauerzahl: „Das ist ermutigend und sehr motivierend für den weiteren Wettbewerb“, so Dusang weiter.

Arsenal LFC gewinnt deutlich
Nicht minder erfolgreich war im zweiten Spiel der Gruppe B3 Arsenal LFC. Gegen den Schweizer Meister FC Zürich Frauen gab es einen deutlichen 7:2 (3:1)-Sieg. An einem nebligen Abend sorgte in Lyon Stürmerin Kim Little mit einem Hattrick bei ihrem internationalen Debüt für Furore.

Gemma Davison hatte Arsenal früh in Führung gebracht, nach Ramona Lendemanns Ausgleich wirkten die Londonerinnen zunächst verunsichert, doch zwei Treffer kurz vor der Pause brachten das Team wieder auf Kurs. Zürichs Trainer Dominik Stutz war trotz der hohen Niederlage nicht unglücklich. „Wir können mit der Leistung unseres Teams sehr zufrieden sein. Ich bin stolz auf meine Mannschaft!“

Røa überrollt Glasgow
Norwegens Meister Røa IL, nächster Gruppengegner des 1. FFC Frankfurt am Samstag, kam zu einem ungefährdeten und überzeugenden 6:1 (4:1)-Sieg gegen Glasgow City und ließ sich dabei auch von einem 0:1-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. „In der ersten Halbzeit haben wir wirklich stark gespielt“, freute sich Trainer Geir Nordby.

„Jetzt haben wir zwei Matchbälle, und das ist schon sehr motivierend“, so Nordby weiter. Von Frankfurts Niederlage gegen Zvezda-2005 zeigte er sich überrascht. „Das ist ein Zeichen von Schwäche, die wir auch ausnutzen müssen. Aber das Wichtigste ist, das Viertelfinale zu erreichen.“

Hattrick von Ljungberg
Vorjahresfinalist Umeå IK hatte beim 5:1 (3:0)-Sieg gegen Islands Valur nur wenig Mühe. Dabei gelang Stürmerin Hanna Ljungberg in der ersten Halbzeit ein lupenreiner Hattrick. Anfang der zweiten Halbzeit konnte Margret Lara Vidarsdottir zwar verkürzen, doch Madelaine Edlund und Marta machten den standesgemäßen Sieg perfekt.

UIK-Trainer Andrée Jeglertz war entsprechend zufrieden: „Wir haben eines unserer besten Spiele seit langer Zeit gezeigt. Valur gehört zuhause zu den besten Mannschaften in Europa. Deswegen waren wir ein wenig unsicher, wie stark sie wirklich sind. „Das war toll anzusehen“, so Jeglertz über Ljungberg, die in der gesamten abgelaufenen Saison nur vier Treffer erzielte.

Im anderen Spiel der Gruppe B2 kam Vorjahreshalbfinalist Bardolino zu einem knappen 2:1-Erfolg gegen Alma.

Die nächsten Spiele:

9.10.
FCR 2001 Duisburg – Naftokhimik
Brøndby – Levante

11.10.
Valur – Bardolino
Frankfurt – Røa IL
Umeå IK – Alma
Arsenal LFC – SV Neulengbach
FC Zürich Frauen – Olympique Lyonnais
Zvezda-2005 – Glasgow City

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.