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U20: Neuer Trainer bei Deutschlands WM-Gegner

Von am 10. Oktober 2008 – 16.15 Uhr

Die kanadische U20-Frauenfußball-Nationalmannschaft, Gruppengegner der deutschen Elf bei der vom 19. November bis 7. Dezember stattfindenden Weltmeisterschaft in Chile, hat überraschend einen neuen Trainer verpflichtet.

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In einer Erklärung des kanadischen Fußballverbands (CSA) heißt es, man habe sich in gegenseitigem Einverständnis von Erfolgstrainer Bob Birarda getrennt, der sein Team im Juni nicht nur zum Gewinn der U20-CONCACAF-Meisterschaft führte, sondern auch das Vier-Nationen-Turnier im chilenischen Melipilla im September gewann.

Nachfolger wird Ian Bridge. Er betreute bereits die kanadische Mannschaft bei drei U20-Weltmeisterschaften, in Kanada 2002, in Thailand 2004 und in Russland 2006. Zuletzt war er als Assistenztrainer der A-Nationalmannschaft und auch der U20-Nationalmannschaft tätig.

Über die Hintergründe der überraschenden Trennung wurde nichts bekannt. Möglicherweise haben private Aspekte eine Rolle gespielt. „Ich habe zwei kleine Kinder und das ist eine echte Herausforderung. Ich bin mir nicht sicher, wie lange ich auf diesem Level noch weiter machen will“, so Birarda kürzlich. Birarda gab zugleich auch sein Amt als Trainer der Vancouver Whitecaps in der United Soccer League auf.

Auch um das offene Amt des A-Nationaltrainers hatte er sich zuletzt nicht beworben und Bridge für den Posten ins Spiel gebracht. „Er hat eine Chance verdient, wenn man sieht, was er in der Vergangenheit geleistet hat.“ Deutschland trifft im Rahmen der U20-Weltmeisterschaft am 27. November im abschließenden Gruppenspiel auf Kanada.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.