DFB-Pokal-Knüller schon in 2. Runde

Von am 8. September 2008 – 14.58 Uhr 2 Kommentare

Die Auslosung zur 2. Hauptrunde im DFB-Pokal hatte es in sich. Losfee Renate Lingor zog in der Zentralverwaltung in Frankfurt am Main die Partie FC Bayern München gegen 1. FFC Frankfurt. Drei Wochen nach dem ersten Aufeinandertreffen in der Bundesliga werden sich die beiden Topteams am 19. Oktober erneut messen. „Das ist eines der möglichen Endspiele“, so Frankfurts Manager Siegfried Dietrich, Bayern Münchens Frauenfußball-Koordinatorin Karin Danner meinte: „Das ist ein Hammerlos.“

Bayerns Neuzugang Melanie Behringer erklärt: „Schwerer geht es nicht! Aber wichtig sind jetzt die nächsten Bundesligaspiele, in denen wir den Sieg in Potsdam bestätigen wollen. Das Pokalspiel kommt noch früh genug.“

Neben dieser hoch brisanten Partie kommt es zu einem weiteren Duell zweier Bundesligisten. Die SG Essen-Schönebeck empfängt Aufsteiger Herforder SV Borussia Friedensthal. Eine weitere reizvolle Auseinandersetzung dürfte die Partie zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem Hamburger SV werden.

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Jena gegen Saarbrücken
Die anderen Bundesligisten stehen vor lösbareren Aufgaben: Der FCR 2001 Duisburg muss beim Regionallisten Werder Bremen antreten, das Auswärtsspiel von Turbine Potsdam bei TeBe Berlin hat Derbycharakter. Der VfL Wolfsburg tritt beim FFC Neubrandenburg an, der SC Freiburg muss beim TSV Schwaben Augsburg ran.

Der SC 07 Bad Neuenahr reist zum 1. FFC Niederkirchen, der TSV Crailsheim empfängt den ASV Hagsfeld. Viel Spannung verspricht auch die Partie zwischen Bundesliga-Aufsteiger USV Jena und Bundesliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken.

Die erste, zweite und dritte Runde des DFB-Pokals wurden bzw. werden getrennt in regional ausgelosten Gruppen gespielt. Der DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball hatte am vergangenen Donnerstag entschieden, zwei regionale Gruppen (Nord und Süd) für die zweite Hauptrunde zu bilden.

Die 2. Hauptrunde im DFB-Pokal wird am 19. Oktober ausgetragen, das Finale findet am 30. Mai 2009 erneut zusammen mit dem Endspiel der Männer im Berliner Olympiastadion statt.

Die 2. DFB-Pokal-Hauptrunde im Überblick

DJK Arm. Ibbenbüren – FC Gütersloh 2000
SV Werder Bremen – FCR 2001 Duisburg
FFV Neubrandenburg – VfL Wolfsburg
Magdeburger FFC – Mellendorfer TV
SG Wattenscheid 09 – FFC Oldesloe
1. FC Union Berlin – 1. FC Lok. Leipzig
Tennis Borussia Berlin – Turbine Potsdam
Bayer 04 Leverkusen – Hamburger SV
Essen-Schönebeck – Herforder SV
TSV Schwaben Augsburg – SC Freiburg
1. FFC 08 Niederkirchen – SC 07 Bad Neuenahr
TSV Crailsheim – ASV Hagsfeld
FC Bayern München – 1. FFC Frankfurt
SC Sand – SV Dirmingen
FF USV Jena – 1. FC Saarbrücken
VfL Sindelfingen – FSV Jägersburg

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • viererklette sagt:

    Aus nationaler Sicht vielleicht nicht ganz so sportlich brisant, aber dafür einfach eine schöne Pokalgeschichte, ist die Begegnung zwischen Werder Bremen und dem FCR Duisburg. Das Los hat in der Hansestadt für totale Freude gesorgt. Immerhin wurde das grün-weiße Team erst letztes Jahr gegründet und jetzt haben die Mädels, allesamt aus der Region, die Chance gegen einen Titelfavoriten mit Weltmeisterinnen im Kader anzutreten.

    „Im Männerfußball wünschen sich die unterklassigen Teams immer Bayern, Werder oder Schalke als Gegner. Genau das ist im Frauenfußball der FCR Duisburg. Sie sind ein absolutes Topteam, gespickt mit zahlreichen Nationalspielerinnen und zählen in dieser Saison neben Frankfurt zu den heißesten Kandidaten auf den Titel in der Bundesliga und im DFB-Pokal“, so Werder-Trainerin Birte Brüggemann, die sich mit ihrem Team gegen den haushohen Favoriten so gut verkaufen will wie möglich: „Eine erneute Überraschung ist angesichts dieses Gegners wohl kaum zu erwarten. Doch das Spiel wird dennoch zu einem Highlight für uns werden, aus dem wir wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln können.“

    Auch innerhalb des Teams sorgte das Los für Aufregung. „Wir freuen uns riesig auf die Partie. Das ist doch ein Top-Los. Schließlich gibt es kaum eine bessere Mannschaft in Deutschland. Gegen Duisburg werden wir nun zum ersten Mal sehen, wie stark eine Bundesliga-Mannschaft ist und wie wir uns im Vergleich mit ihr schlagen“, blickt Mirja Krämer der Begegnung mit Vorfreude entgegen.

    Begeistert reagierte auch Defensiv-Spezialistin Josefine Holsten auf das Los. „Da wird wohl der Zuschauer-Rekord aus der Relegation fallen. Ich bin mir sicher, dass sich dieses Spiel einige Fans aus der ganzen Region anschauen werden. Für uns steht dort sicher die Schadensbegrenzung im Vordergrund, auch wenn wir versuchen wollen, die Duisburgerinnen zu ärgern. Ich kenne einige von Ihnen aus den Landesauswahl-Vergleichen, da stellen die Duisburgerinnen aufgrund ihrer starken Nachwuchsarbeit immer die halbe Niederrhein-Auswahl und die zählt immer zu den Favoriten.“ Holsten ergänzte noch: „Auch wenn wir vielleicht keine richtige Chance haben, muss niemand motiviert werden, wenn beim Gegner mehrere Weltmeisterinnen und Olympia-Medaillengewinnerinnen auflaufen.“

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  • Markus Juchem sagt:

    Vielen Dank, viererklette.

    Hier der Vollständigkeit halber der Link zur kompletten Pressemeldung:

    http://www.presseportal.de/pm/52353/1261033/werder_bremen_gmbh_co_kg_aa

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