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Frauenfußball-Bundesliga: Niveau steigt, doch Kluft wird größer

Von am 5. September 2008 – 15.35 Uhr 19 Kommentare

Über eines sind sich die Experten vor der am Samstag mit dem Spiel SC 07 Bad Neuenahr gegen den 1. FFC Frankfurt beginnenden neuen Saison in der Frauenfußball-Bundesliga einig: Der Kreis der potenziellen Spitzenteams neben Triple-Sieger 1. FFC Frankfurt wird größer. 

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Doch worüber man öffentlich weniger gerne redet: Das Gefälle in der Liga wächst ebenfalls, das finanzielle Ungleichgewicht steigt, die Topklubs beginnen, sich gegen die aufkommenden Konkurrenz der Zukunft zu positionieren und die besten Spielerinnen bündeln sich in immer weniger Vereinen. Ergebnis: Die Kleineren geraten zunehmend ins Abseits.

Martina Voss, Trainerin von Vizemeister FCR 2001 Duisburg, sagt: „Ich erwarte, dass vier bis sechs Mannschaften oben mitspielen werden. Ich glaube, dass die Liga an Qualität gewonnen hat. Und ich bin froh, dass die Ergebnisse nicht mehr so vorhersehbar sind.“

Doch stimmt das wirklich, abgesehen von den Partien im oberen Tabellendrittel? Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder erklärt: „Einige Mannschaften haben sich geschickt verstärkt, was man schon in der Vorbereitung gesehen hat.“ 

Und auch in Kreisen der Spielerinnen erwartet man eine stärkere Liga: „Ich gehe davon aus, dass die Konkurrenz noch größer wird und es in der Tabelle noch enger zugehen wird“, sagt Fatmire Bajramaj und Frankfurts Topstürmerin Conny Pohlers hofft darauf, dass „jeder jedem“ Punkte klauen kann. Doch die Realität dürfte anders aussehen. 

Aufsteiger ohne Illusionen
„Das ist im Moment für uns noch eine andere Liga“, sagt etwa Trainer Björn Kenter von Aufsteiger Herforder SV Borussia Friedensthal. Der zweite Aufsteiger USV Jena titelte zuletzt eine Pressemeldung fast schon hilferufend „Sportlich erstklassig – wirtschaftlich nur in der zweiten Reihe“. Von der geplanten Verdreifachung des Etats sei man derzeit „noch ein ganzes Stück entfernt“, räumte Vereinsvorsitzender Dr. Schmidt-Röh ein. 

Und Alexander Fischinger, Trainer des SC Freiburg, meint nicht ohne Frust: „Die Klubs, die nicht in die Mannschaft investieren, bleiben auf der Strecke.“ Und ergänzt: „Früher gab’s oben in der Tabelle nur Frankfurt, Potsdam und Duisburg. Dann kam Bayern München dazu. Neuerdings haben Wolfsburg und Hamburg das Profitum eingeführt.“ 

Ernüchterung in Freiburg
Die Chancen seines eigenen Teams, den Abstieg zu verhindern, sieht er nüchtern: „Ich kann nach den Abgängen nicht versprechen, dass es wieder klappt.“ Gleich fünf wichtige Spielerinnen verließen den Verein, gleichwertiger Ersatz ist nicht in Sicht. Aufgrund der stark begrenzten finanziellen Möglichkeiten „bedanken sich Spielerinnen, an denen wir interessiert sind, für das Gespräch sowie den Kaffee und gehen nach Wolfsburg.“ 

Von den 18 Spielerinnen des Olympia-Kaders standen nur drei – Kerstin Stegemann (Herford), Ursula Holl und Célia Okoyino da Mbabi (jeweils Bad Neuenahr) – nicht bei einem der finanzstärkeren Vereine unter Vertrag. Die Verdienstmöglichkeiten treiben die Spielerinnen zu den großen Clubs. 

Zwanziger: „Jeder Klub hat die Chance, den Weg zu gehen“
Dennoch glaubt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger: „Jeder Klub hat die Chance, den Weg zu gehen. Es soll niemand in der Bundesliga glauben, das käme von alleine. Man muss sich das erarbeiten.“ Doch leichter gesagt als getan bei der zunehmenden finanziellen Kluft zwischen den Topvereinen und dem Rest der Liga, der sich bei der Suche nach finanzstarken Investoren schwer tut. 

„Es muss engere Spiele und mehr Spannung geben. Der Letzte muss auch den Ersten schlagen können“, meint Zwanziger. Doch davon ist die Liga weiter entfernt denn je. Er räumt ein, dass die Bundesliga noch lange nicht da ist, „wo wir hinwollen“. Wie der Weg zu einer ausgeglichenen Liga auszusehen hat, darüber hält sich Zwanziger allerdings bedeckt. 

Jones: „Die Großen müssen die Kleinen nähren“
Deutlicher wird Steffi Jones, Präsidentin des Organisationskomitees der Frauenfußball-WM 2011. „Ich wünsche mir, dass die Bundesliga verstärkt gemeinsam das Ziel angeht, für eine ausgeglichenere Liga zu sorgen, als dass jeder einzelne Verein meint, er müsste das Beste herausholen“, so Jones gegenüber Womensoccer.de. Heißt im Klartext? 

„Die Großen müssen die Kleinen nähren, das wäre für die Übergangszeit wichtig. Denn es geht darum, hier etwas zu tun, wovon alle profitieren können. Das Ziel ist, die Medien aufmerksam zu machen und das schaffen wir nur durch attraktive Spiele. Wenn die großen Vereine da nicht mitziehen, können sie irgendwann auch nicht mehr rausholen. Man muss erst einmal dafür sorgen, dass es eine gute, ausgeglichene Bundesliga gibt und dass die Struktur eine ordentliche Basis hat, dann kommt auch das Fernsehen.“ 

Frauenfußball-Landschaft im Umbruch
Dem Frauenfußball steht ein großer Umbruch bevor. „Die Nationalspielerinnen genießen eine großartige Förderung, aber die Bundesliga ist immer noch ein Stiefkind. Auch die anderen Spielerinnen müssen irgendwann beginnen, sich mehr auf den Fußball zu fokussieren. Das geht aber nicht, so lange sie Vollzeit arbeiten müssen.“ Ein Dilemma, das die Konturen der Zukunft bereits deutlich zutage treten lässt. 

„Ich fände es schade, wenn irgendwann die traditionellen Frauenfußball-Vereine verschwinden, weil die großen Vereine kommen. Diese Gefahr besteht“, so Jones. Der Konzentrationsprozess ist bereits in vollem Gang. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Vereine wie Bremen, Hoffenheim, Leverkusen, Schalke oder Mönchengladbach an die Tür zur Bundesliga klopfen werden. Und namhafte Teams von heute in der Versenkung verschwinden werden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

19 Kommentare »

  • Bernhard sagt:

    Fischinger hat das Interview erhebliche Probleme bereitet.
    Nun meldet der SC Freiburg: Alexander Fischinger tritt zurück

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke, Bernhard. Hier noch zusätzlich der Link zum Originalbericht des SC Freiburg:

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  • Susanne sagt:

    @Bernhard:
    Beim SC Freiburg – das zeigte auch die Vergangenheit deutlich auf – bekommt man für gewöhnlich erhebliche Probleme wenn man Kritik mehr oder weniger nicht einfach unter den Tisch kehrt. Leider! Schade für das sportliche Team, die können am wenigsten dafür. Aber Hut ab Herr Fischinger, sehr konsequent und aufrichtig! Das BL-Team wird wohl sehr schweren Zeiten entgegen sehen.

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  • Detlef sagt:

    Ich kann dieses Geschwafel bald nicht mehr hören!!! Da bekomme ich richtig WUT im Bauch!!!
    FAKT ist, wenn das Fernsehen kommt, kommen auch die Sponsoren!!!
    TURBINE POTSDAM ist der beste Beweis dafür!!! Als man plötzlich öfter im DFB-Pokal-Finale war, und auch im UEFA-Womenscup, immer wieder im TV zu sehen waren, da rannten uns die Sponsoren fast die Türe ein!!! Man munkelte damals sogar, dass Schröder einige potente Sponsoren zurückwies!!! Er hatte ja die Qual der Wahl!!! Und nun, wo sie nicht mehr international spielen, und sich auch 2 Jahre nicht mehr im Olympiastadion blicken ließen, wo selbst im Heim und Hofsender RBB, nur noch 60 sek-beiträge gesendet werden, nun reduzierte Chevrolet sein Sponsoring auf ein Minimum!!! Ist für mich auch absolut verständlich!!! Weniger WERBUNG im TV, bedeutet auch weniger Geld für den Verein!!! Jeder Geschäftsmann ist es gewohnt, für eine gezahlte Leistung, auch eine Gegenleistung zu erhalten!!! Und Letzteres ist Aufgabe der ARD und des ZDF!!!
    Das der DFB, die Sache nun selber in die Hand genommen hat, zeigt doch ganz deutlich, dass man in der Frankfurter Zentrale der Macht, das Problem endlich erkannt hat!!! Nur wäre es jetzt vor allem für Vereine wie Crailsheim, Herford, Jena oder Freiburg wichtig, dass sie auch mal in den Genuß von TV-Übertragungen kommen!!! Dann können deren Manager, gegenüber potenziellen Sponsoren, ganz anders argumentieren und verhandeln!!!

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  • viererklette sagt:

    An alle Vorredner, hier auch noch mal ein interessanter Link dazu, was in der Zentrale der Macht zur Zukunft der Bundesliga gedacht wird. Ein außergewöhnlich intensives Interview mit Zwanziger, der das Ziel formuliert bis 2011 die Frauen-Bundesliga in Sachen Aufmerksamkeit auf eine Stufe mit der Dritten Liga zu stellen. Das halte ich für eine sehr, sehr mutige Aussage. Aber es bleibt wahrscheinlich eine Vision! Oder?!

    Das Interview erschien am 03.09.2008. Bitte beide Teile lesen.

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  • Fuxi sagt:

    „Die Großen müssen die Kleinen nähren“ – pardon, aber ist ein DFB-Emblem auf dem Revers eigentlich ein Markenzeichen für nachlassende Denkfähigkeit und chronisches Phrasendreschen? Steffi Jones hatte ja mal Ahnung von Fußball, aber anscheinend darf man in Frankfurt das Hermann-Neuberger-Haus nicht betreten, solange man noch was davon versteht. Wie sonst lässt sich so eine Aussage erklären? Wie schwachsinnig müsste Sigi Dietrich sein, um die Konkurrenz stark zu machen und sein Meister-/Pokalsieger-/UEFA-Cup-Sieger-Abonnement zurückzugeben? Ich möchte mal erleben, dass die mit einem solchen Ansinnen bei den Männern mal an Uli Hoeneß herantreten – Wurst-Uli müsste wegen eines Zwerchfellrisses ins Krankenhaus und würde immer noch so sehr lachen, dass er ohne Betäubung operiert werden könnte…

    Wisst Ihr, woran mich die Phrasen von Zwanziger und Jones erinnern? An Pässe, die man als „in den ganz freien Raum gespielt“ bezeichnet. Das ist nämlich der Raum, der so frei ist, dass weder Mit- noch Gegenspieler den Ball erreichen. Wenn das wenigstens heiße Luft wäre, könnte man damit zumindest einen Ballon über die Wolken bringen – unter dem Strich versauen die beiden aber nur die CO2-Bilanz und belasten das Klima…

    Herr Zwanziger, Frau Jones, zum letzten Mal: Binden Sie bitte endlich einem Rechteverwerter eine sonntägliche Frauen-Bundesligashow im deutschlandweit frei empfangbaren Fernsehen auf einem Kanal mit Einspeisung in die Satelliten-, DVB-T- und Kabelprogramme ans Bein, dann könnte Deutschland bei der WM im eigenen Lande eine Blamage erspart bleiben!

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  • Markus Juchem sagt:

    Hallo Fuxi, ich bezweifle auch, dass ein derartiger Vorschlag umsetzbar ist. Aber die Grundidee halte ich nicht für verwerflich. Auf diesem Solidarprinzip fußt ja auch die Männer-Bundesliga, auch wenn das die großen Vereine naturgemäß nur sehr ungerne sehen.

    Aber was meinst Du bitte mit „Binden Sie.. ans Bein“? Der Markt wird von Angebot und Nachfrage geregelt, und solange die Nachfrage nach dem Produkt Frauenfußball bzw. Frauenfußball-Bundesliga weiter so gering ist, wird sich daran auch nicht viel ändern.

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  • Fuxi sagt:

    Dieses Solidarprinzip bei den Männern läuft aber nur über die Mittelverwertung der Gesamteinnahmen für alle drei Bundesligen. Das, was Z+J fordern, müsste, um effektiv zu sein (denn die Ligaeinnahmen für den Frauenbereich sind bekanntlich geringst und bringen bei gravierend anderer Verteilung für hintere Vereine maximal die Kosten eines Trikotsatzes) darüber weit hinaus gehen und sich auch auf die Spielerinnenverteilung auswirken – und da wird keiner dumm genug sein, seine stärkere Position preiszugeben. Auch bei den Männern nicht – Marcell Jansens Wechsel zum HSV beispielsweise war auch kein sozialer Akt, und 8 Mio. € sind auch für ihn noch verdammt viel Geld!

    Und das „Ans-Bein-Binden“ meine ich durchaus so, dass die Frauen-Bundesliga ins Männerlizenzpaket reingehört, und zwar obligatorisch und nicht verhandelbar. Wenn Kirch oder wer auch immer gezwungen ist, eine vollwertige Berichterstattung im Free-TV auf die Beine zu stellen, wird er was draus machen, damit das kein Zuschussgeschäft wird, und dann haben wir die nötige Präsenz.

    Du hast zwar recht, dass der Markt durch Angebot und Nachfrage geregelt wird. Aber wir wissen nicht, ob die Nachfrage nach dem Produkt Frauenfußball-Bundesliga nicht größer wäre, wenn das Angebot größer und vor allem besser beworben wäre. Und ein Grundinteresse lässt sich ja von den Nationalelf-Spielen durchaus ableiten. Wer aber nur eine begrenzte Menge anbietet, darf sich nicht wundern, wenn nicht mehr als diese begrenzte Menge abgesetzt werden kann, vor allem, wenn er kaum Werbung dafür macht…

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  • Markus Juchem sagt:

    Das ist richtig, aber wenn die Topvereine nicht zur Zentralvermarktung und zum daraus resultierenden Solidarprinzip verdonnert wären, könnten sie natürlich das zig-fache erlösen. Ich denke auch, dass es im Frauenfußball nicht realistisch ist. Die Bundesliga wird sicherlich mit dem Einzug weitere namhafter Vereine in der Zukunft an Qualität und auch an Vermarktungsmöglichkeiten gewinnen.

    Man kann aber einem Unternehmer nicht vorschreiben, was er mit seinen Rechten zu tun oder zu lassen hat, darauf würde sich niemand einlassen und das mit Recht. Die Bundesliga-Recht sind bisher ja schon im Paket für Nationalmannschaft und DFB-Pokal Männer mit drin und schon jetzt geht ordentliches Geld an die Bundesligavereine, 68.000 Euro pro Verein, auch ohne das die Rechte umfassend genutzt würden.

    Mag sein, dass die Nachfrage durch regelmäßige Übertragungen zunehmen würde (ganz sicher bin ich mir da gar nicht), aber das Gleiche gilt ja auch für andere Sportarten. Warum also sollte der Frauenfußball ein Sonderrecht genießen? Das Grundinteresse betrifft nur große Turnier und die Nationalmannschaft, das ist einfach zu wenig.

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  • Fuxi sagt:

    Das Problem am Zuzug namhafter Vereine ist, dass diese namhaften Vereine ihre FF-Unterstützung – und gerade bei solchen Großvereinen ist der Bundesliga-FF ein Zuschussgeschäft – gern wieder streichen. Und dann? Es MUSS solche Vereine wie Frankfurt, Turbine, FCR und auch Crailsheim geben, allein um die Balance zu halten und eine relative Planungssicherheit zu garantieren. Und der Haken bei den Namhaften ist, dass die meisten Sponsoren eher um die Männer- als die Frauenteams werben, weil sie da eine höhere Verbreitung haben.

    Natürlich kann man einem Unternehmer vorschreiben, wie er die Rechte mindestens zu verwerten hat. Die Vertragsgestaltung ist frei, und wenn eine Grundbedingung für die Abgabe eines Angebotes ist, dass dem Frauenfußball eine Plattform geboten werden muss, bei der pro Spiel mindestens 4 Minuten im Zusammenschnitt gezeigt werden müssen, dann muss sich jeder Bieter darüber im Klaren sein, dass er damit eine Verpflichtung übernimmt. Wie er diese ausgestaltet, bleibt ihm überlassen, allerdings ist dann in seinem eigenen Interesse, die Sendung so interessant wie möglich zu gestalten, um den Werbewert zu steigern und die Ausgaben wieder reinzuholen. Du kannst doch bei einem Autokauf auch eine individuelle Gewährleistungsfrist vereinbaren – den Rest regelt der Preis…

    Das Grundinteresse betrifft nur große Turniere und die Nati? Irre ich mich, oder hatten wir tatsächlich noch keine flächendeckende, saisonale TV-Berichterstattung über die gesamte Bundesliga? Woher nimmst Du denn die Kühnheit zu sagen, dass da kein Interesse besteht?

    Du kannst das beste Produkt der Welt entwickelt haben – wenn Du es nirgends anbietest, wird es keiner kaufen. Würde die BLÖD nur an den Hauptbahnhöfen großer Städte geben, wäre der ASV pleite und Deutschland 50% klüger…

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  • Markus Juchem sagt:

    Das mit dem Zuzug der namhaften Vereine mag heute noch so sein, in fünf Jahren wird das in der Frauenfußball-Bundesliga anders aussehen, da bin ich mir sicher. Vereine wie z. B. Crailsheim wird es in der 1. Liga in fünf Jahren wohl nur noch geben, wenn es gelingt, zahlungskräftige und – willige Sponsoren einzubinden. Was schon aufgrund der geographischen Lage schwierig werden dürfte.

    Du kannst es einem Unternehmer vorschreiben, klar. Aber Du würdest im Fall der Frauenfußball-Bundesliga dann halt keinen Bieter mehr finden. Denkst Du, die Frauenfußball-Bundesliga-Rechte würden sich eigenständig vermarkten lassen? Die 68.000 Euro Erlös pro Verein sind eine ganze Menge, die würden sonst nie zusammen kommen.

    Das Grundinteresse kann man an vielen Faktoren ablesen: Die Zuschauerzahlen in der Bundesliga entwickeln sich auf mäßigem Niveau, die Auflage des FF-Magazins wächst nicht dramatisch, die Zugriffszahlen im Internet sind durch die Bank bescheiden, es herrscht kaum eine Diskussionskultur rund um den Frauenfußball. Und das, obwohl die Medienberichterstattung bereits deutlich zugenommen hat in den vergangenen Jahren.

    Nimm zum Vergleich, da ähnliche Größenordnung, die Handball-Bundesliga der Frauen. Am vergangenen Wochenende hat die neue Saison begonnen, mit höheren Zuschauerzahlen als in der Frauenfußball-Bundesliga. Mit gutem Recht könnten auch die Handballerinnen Deine Argumente als Grundlage nehmen, eine flächendeckende TV-Berichterstattung über die gesamte Saison einzufordern…

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  • djane sagt:

    also was die geographische Lage von Crailsheim angeht, lieber Markus, muß ich dir widersprechen. Ich wohne in der Nähe, und es mag sein, das andere die Region als provinziell und „jwd“ abtun. Da aber doch einige Mittelstandsunternehmen in der Region (sei es auf bayerischer oder württembergischer Seite) angesiedelt sind, halte ich die Ausgangslage für gar nicht so schlecht. Zudem nicht wie in Ballungszentren (z. Bsp. Ruhrgebiet) Mitbewerber anderer Sportarten da sind, die um Aufmerksamkeit buhlen könnten. Und wenn die Professionalisierung weiterschreitet (dazu zählt auch, das Spielerinnen nicht bis zu 100km entfert wohnen, weil sie dort einem Beruf nachgehen) und Crailsheim sich spielerisch verbessern kann, dann hoffe ich auch auf etwas mehr mediale Aufmerksamkeit. Dass die Mannschaft in den nächsten Jahren weder die Meisterschaft noch den Uefapokal gewinnen wird, versteht sich von selbst, sollte aber nicht abschrecken.

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  • Markus Juchem sagt:

    Hallo djane, es ist nun aber einmal so, dass es z. B. Crailsheim aufgrund mehrerer Faktoren nicht einfach hat. Und dazu gehört meines Erachtens schon auch die geographische Lage, sprich ein eher geringes Einzugsgebiet von insgesamt etwa 80.000. Obwohl kein großes Ballungszentrum, ist hier die regionale Konkurrenz nicht so niedrig, wie man vielleicht glauben könnte (Männerfußball, Basketball etc.), so dass es nicht einfach ist, neue Zuschauer oder Sponsoren zu gewinnen. Deswegen denke ich, dass es schwierig wird, aber auch nicht unmöglich. Und die Verantwortlich sind ja sehr bemüht, ihrerseits bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, z. B. neues Stadion.

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  • djane sagt:

    das stimmt, ich hoffe, dass neue Stadion wird zum Aufschwung beitragen. Ich muß gestehen, in den letzten Jahren immer nur wegen der Gegner zu den Heimspielen gegangen zu sein, da der FFC, der FCR, Turbine oder auch Bayern halt momentan doch noch ein anderes Niveau ins Stadion bringen. Die Sache mit den wenigen Zuschauern ist wie die Katze, die sich selbst in den Schwanz beißt: kommen so wenig, weil nicht viele die Spielpartie attraktiv finden oder sind die Spiele oft mau, weil die Spielerinnen nicht das Gefühl haben, gebührend angefeuert zu werden bzw. Feedback von den Fans zu bekommen ?
    Ich weiß es nicht, aber Fakt ist, das gegen Spitzenteams so um die 1000 Zuschauer kommen, da sind in F, DU oder P oft auch nicht mehr Leute im Stadion.
    Was ich dagegen vermisse ist die Leidenschaft auf den Zuschauerrängen- ohne jetzt eine Art „Obama-isierung“ für den Frauenfussball einfordern zu wollen 🙂

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  • Detlef sagt:

    Was in fünf oder 10 Jahren sein wird, dass kann wohl keiner sagen!!!
    Ich warne hier aber nochmal davor, die Beteiligung von „Marken-Teams“ im FF, als das ALLHEILMITTEL anzupreisen!!!
    Ich bezweifle hier doch etwas die NACHHALTIGKEIT dieses Engagements!!! Leverkusen kauft einfach eine vorhandene Mannschaft auf!!! Schalke hilft Recklinghausen wohl vorerst nur mit Sachspenden (Trikots, Schuhe) aus!!!
    Am ehesten überzeugt mich da noch Bremen, die wohl gezielt in der Unterklassigkeit beginnen, um erst einmal Erfahrungen im FF sammeln zu können!!!
    Aber ich stelle die Frage nochmal, WAS passiert, wenn nach der WM 2011, der FF wieder zur Randnotiz im Alltag wird???
    Kann der (dann wiedergegründete) TUS Köln rrh, dann gleich wieder nahtlos in Liga 2 anknüpfen??? WO treibt der FC Recklinghausen (falls noch vorhanden) dann das Geld für seine Sportkleidung auf???
    Ist der TSV Crailsheim dann vielleicht einer der glücklichen Teams, der sich während der BOOM-Zeit nicht total verschuldet hat, um die unrealistisch hohen Spielerinnengehälter für TOP-NATIO-Akteure zahlen zu können??? Sind Vereine wie Frankfurt oder Wolfsburg in der Bedeutungslosigkeit versunken, weil sie (Ihrer Topkräfte entledigt) mit ihrer mangelnden, jahrelang vernachlässigten Nachwuchsarbeit nichts mehr aufbauen konnten???
    Ist ein Verein wie der TSV Crailsheim vielleicht dann im Vorteil, weil er niemals etwas anderes gemacht hat, als von seiner guten Nachwuchsarbeit zu leben???

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  • djane sagt:

    in den nicht vorhandenen übermächtigen Großsponsoren sehe ich sogar eine Chance zur nachhaltigeren Ausbildung von Nachwuchstalenten. Bis in der Crailsheimer Ecke „Natio’s“ anheuern, wird es wohl noch eine Weile dauern- es sei denn, sie stammen aus dem eigenen Verein. Das wird auf Dauer bei den Frauen auch nicht anders laufen als bei den Männern- wer z. Bsp nach WOB geht, wird wohl auch ein pekuniäres Interesse haben.
    Ond mir Schwobe send sparsam- da wird koi Geld nausgschmisse- was auch bei der Stadionerweiterung zu sehen war, neben ehrenamlichen Helfern gab’s einen soliden Finanzierungsplan, um die Kosten aufzufangen.

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  • Fuxi sagt:

    Selbst ich (!) als HSV(!!!)-Fan hab was dagegen, wenn sich Retortenclubs wie Bayer Vizekusen bei den Frauen einkaufen. Selbst bei den Fischköppen aus der Verbotenen Stadt sehe ich keine gewachsenen Strukturen (lasst Euch da bitte nicht blenden!) – das ist einfach nur ein Haufen Noch- oder Neu-Bremerinnen, die mit dem Geld der Weserwassertrinker in Gefilde wollen, in die sie es sonst nie schaffen würden, und wer sich mal den grandiosen Erfolg bisheriger Bremer Mannschaften im Frauenfußball ansieht, wird verstehen, was ich meine. Und bevor Einwände kommen: Ja, beim HSV ist das gewachsen, von Anfang an, mit regulärem Spielbetrieb ab 1971 und allen Schwierigkeiten, die belächelte Frauen in einem Männer-Bundesligaverein erleben durften, als sie zu kicken anfingen, während sie an der Weser erst auf den Hype aufgesattelt haben, um das Imagemanko, keinen höherklassigen Frauenfußball anzubieten, auszugleichen. Abgesehen davon, dass die Bremer EBEN NICHT ganz unten angefangen haben, das wäre nämlich in der Bezirksliga gewesen, und dann würden sie diese Serie erst in der Verbandsliga spielen. Da hat der Bremer Verband kräftig mitgeholfen. Die Regionalliga ist denen mehr oder weniger in den Schoß gefallen. Und sie wären auch in einer der Bundesligen angefangen, wenn Bremen da einen Vertreter zu bieten gehabt hätte.
    Aber ich warte auf den Tag, da Schaaf entlassen wird und die Werder-Männer plötzlich nicht mehr im internationalen Geschäft spielen – dann wird’s bei den Frauen vermutlich ganz, ganz klamm…

    Ich bleibe dabei: Der Frauenfußball in Deutschland braucht die kleinen Vereine wie die reinen Frauenfußballclubs. Ernsthaft interessierte Clubs, in denen die Frauen mehr als nur Spielzeug sind, eher Aushängeschilder. Ginge es nach mir, gäbe es auch beim HSV keinen Frauenfußball mehr – dann wäre der HSV-Frauenfußball längst mit dem FFC Oldesloe vereinigt. Das ist zwangsläufig die Lehre aus den Querelen und Problemen der letzten 1 1/2 Jahre.

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  • ViolA sagt:

    eine interessante diskussion.
    steffis vorschlag kann ich zwar nachvollziehen, halte ihn aber genauso wie wohl viele andere für wenig realistisch. positiv wäre es sicher, wenn solche vereine, die keine eigene jugendförderung betreiben dann patenschaften für andere kleinere vereine übernehmen würden. meinetwegen auch die großen vereine im ff wie z.b. der ffc. aber ich denke, dass dies im moment einfach auch finanziell gesehen nicht möglich ist. ansonsten sehe ich durchweg die bemühungen jugendförderung zu betreiben durch fußball-camps – auch rein für mädchen, durch jugendmannschaften, etc. aber das ist etwas, dass muss wachsen. genauso wie die liga an sich. ansonsten wird maßlos geld reingepumpt und dann letztendlich aus dem fenster geworfen.
    unterstützung wäre daher wichtig in fachlicher hinsicht bzw durch aktive unterstützung durch beratung und personelle begleitung und weiterbildung. nur dazu fehlt dann die zeit der organisatoren und beteiligten. wer soll sowas durchführen? nicht nur die spielerinnen sind mehrheitlich nebenbei berufstätig, sondern auch die mitarbeiter der vereine sind in den meisten fällen ehrenatmlich besetzt und bekommen wenn überhaupt eine aufwandsentschädigung. denen noch mehr arbeit aufzuhalsen fände ich den falschen weg.
    neue mitarbeiter in die vereine zu setzen um kleinen vereinen zu helfen ist dann auch nicht das richtige. da sollte man eher versuchen qualifizierte kräfte durch den dfb zu finanzieren, die dann für verschiedene vereine vor ort zuständig sind und sie betreut.
    was die schere in der bl angeht, so sehe ich sie nicht anwachsend. natürlich ist der 5:0-sieg des ffcs trotz offensichtlicher probleme der mannschaft wieder wasser auf solche mühlen. andererseits muss man bedenken, dass es 1. das erste spiel der saison war und 2. sehr viele spielerinnen des sc07 verletzt waren und das team somit erheblich geschwächt war. ich erinnere mich an die letzte saison in der der absteiger saarbrücken den meister mehrfach beinahe geschlagen hätte und in der wattenscheid gegen bayern gewinnen konnte. ich erinnere an den 3:0-erfolg bayerns gegen die turbinen, die lange zeit ein team der unangefochtenen drei der liga waren. ich bestreite nicht, dass eine schere vorhanden ist. allerdings bin ich davon überzeugt, dass die liga zusammen wächst und sich die schere nicht vergrößert. ich bin auch sicher, dass wir noch so einige überraschungen in dieser saison erleben werden.
    was die zukunft der vereine angeht, die von grund auf gewachsen sind, dass ist tatsächlich eine frage des geldes und damit der sponsoren. beantworten kann sie sicherlich niemand und nur die zeit kann und wird uns zeigen, wie sich die bundesliga über kurz oder lang entwickeln wird. es war zu erwarten, dass sich die großen vereine im männerfußball über kurz oder lang dazu entschließen werden, auch auf frauenfußball zu setzen. viele fans haben das auch immer wieder gefordert und gemeint, die hätten da immerhin das geld dazu. fakt ist aber auch, dass sich mannschaften nicht zusammenkaufen lassen und dass da viel arbeit und herzblut hineingehört. und dabei ist es egal wie der verein heißt. wichtig ist, dass die frauen – egal wo sie spielen – als eigene marke angesehen und betreut werden. erfolg hat nur der, der dafür kämpft und der sich behaupten kann. ein beispiel hierfür ist definitiv bayern. der fcb hat viel geld und dennoch hat dieser verein in all den jahren nicht dadurch auf sich aufmerksam gemacht, dass er versucht hätte die großen namen im ff zu kaufen – was er sich zweifelsfrei hätte durchaus erlauben können in finanzieller hinsicht. gleiches gilt für den hsv oder den vfl. wäre bayern nicht so gut gewesen in der letzten saison sondern auf dem 10. platz gestanden, so wäre melanie behringer sicherlich nicht nach münchen gewechselt. das hat also nicht unbedingt etwas mit dem namen zu tun, sondern viel mehr mit der chance sich weiterentwickeln zu können. und die muss nicht zwangsläufig dort gegeben sein, wo das geld sitzt.
    solange vereine wie der ffc, fcr oder auch turbine in der lage sind gut mitzuspielen, so lange werden sie definitiv auch bestand haben. es ist an den vereinen sich eine eigene marke aufzubauen und dieses dann sponsoren schmackhaft zu machen. da hat der ffc sicherlich eine vorreiterrolle. es bleibt zu hoffen, dass der fcr in diesem punkt nachziehen kann um so auch seine unabhängigkeit zu behalten und nicht irgendwann vom männerverein geschluckt zu werden. vereine wie crailsheim haben sicherlich deutlich mehr probleme allein wegen ihrer geographischen lage. was aus ihnen über kurz oder lang wird, dass wird sich zeigen. auch hier ist der erfolg der schlüssel zum überleben. was crailsheim direkt angeht, so hat der verein jedoch zunächst einige andere dinge zu lösen, bevor man auf den klassenerhalt hoffen kann.
    was die zuschauerzahlen angeht, so bleibt ebenfalls abzuwarten wie sich das entwickeln wird. es herrscht definitiv ein zu großes gefälle innerhalb der bl, was allerdings auch durch die geographische lage einiger vereine eine begründung findet. ich sehe aber auch dort eine stetige verbesserung und bin davon überzeugt, dass wir die rekordzuschauerzahl vom letzten jahr nocheinmal deutlich überbieten können in dieser saison. seinen teil dazu beitragen kann und tut der dfb. das frauen-extra auf der seite ist ein riesen schritt in diese richtung. gleiches gilt für die regionalen sender wie z.b. dem hr die vermehrt bereit sind zusammenfassungen der bl-spiele zu bringen und spielerinnen zu sich einzuladen (heimspiel). sie bauen auf lokaler ebene eine permanente präsenz auf, von der der ff über kurz oder lang profitieren wird. große ereignisse wie der uefa-cup ziehen immer mehr zuschauer an. es bleibt zu hoffen, dass wir dort auch in den nächsten jahren weiter erfolgreich spielen werden um die namen der vereine in das allgemeine bewußtsein zu transportieren. mittlerweile können die leute etwas mit dem namen „1. ffc frankfurt“ etwas anfangen – auch wenn sie sich weder für ff noch für fußball allgemein interessieren.
    natürlich ziehen ersteinmal die vereine zuschauer an, die nationalspielerinnen präsentieren können. allerdings öffnen sie auf diese weise den blick für die ganze bundesliga und die möglichkeit sich ebenfalls für andere vereine zu interessieren. zumal die zukunft verspricht, dass sich die verteilung der nationalspielerinnen in den vereinen verändern wird, wenn wir uns die verteilung in den u-natios ansehen.
    um es zusammenfassend zu sagen: ich sehe eine durchweg positive entwicklung, die sicherlich noch schneller sein könnte, die aber kontinuierlich ihren weg geht und dabei tatkräftig von seiten des dfb unterstützt wird. uns bleibt abzuwarten, das erlebnis ff und bl der frauen zu geniessen und bei einer tasse tee am ende der saison zu sehen wohin und diese saison geführt hat.

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  • Max Diderot sagt:

    Sollte Frau Jones sich tatsächlich so geäußert haben, wie sie im obigen Artikel zitiert wird, dann fände ich die Konklusion ihrer Aussage, die Großen müssen die Kleinen nähren, töricht. Wie soll denn das praktisch vonstatten gehen? Der Meister der Frauenfußball-Bundesliga alimentiert den Tabellenletzten? Oder Bayern München initiiert eine Art Solidaritätsbeitrag?

    Fußball ist doch eine janusköpfige Angelegenheit – einerseits ideell andererseits merkantil. Und genauso wie kleinere Klubs ihren fußballerischen Jakobspfad erfolgreich bestreiten, müssen die Fußball spielenden Damen ebenso wie alle anderen Sportabteilungen renommierter Vereine um Einfluss und Geld kämpfen. Die feminine Absicht alleine macht doch noch nicht Fußball spielende Frauen für etablierte Bundesligaklubs legitimierbar. Es muss sich halt alles rechnen.

    Und wie kommt man dahin? Mir den VR-Banken, wir machen den Weg frei, möglich aber eher nicht. Vermutlich lassen sich die hiesigen Kreditinstitute, auch wenn die Beziehung Frankfurt und Commerzbank mittelfristiger angelegt zu sein scheint, auch nur begrenzt auf die Risiken finanzieller Engagements im Frauenfußball ein. Wozu auch. Schließlich verdienen diese doch ganz gut mit der Verdummung weiter Bevölkerungsteile mittels entsprechender Sparcards.

    Solidarität ist immer gut. Aber anders als der subventionierte Geist, dem Frau Jones‘ Idee innewohnt, ist es notwendig, dass jeder Verein sich zuerst einmal über seine betriebswirtschaftlichen Fakten im Klaren ist. Ich hege Zweifel, ob dieser Aspekt bei allen Klubs ordnungsgemäß vorgenommen wird. Wenn der Ist-Zustand geklärt ist, läge es an den Bundesligavereinen (Erste und Zweite Ligen) selbst, eine Art Gremium zu installieren, das ideelle und wirtschaftliche Perspektiven entwickelt. Dabei sollte es sich um eine Art „Grundeinkommen“ der Klubs für den jeweiligen Ligaspielbetrieb handeln. Das könnte beispielsweise dazu führen, dass Sponsoren akquiriert werden, die bereit sind, diese Entwicklung zu unterstützen. Natürlich ist das Kärrnerarbeit oder: aller Anfang ist schwer. Aber nur den Kopf in den Sand zu stecken und so zu tun, als ob alles besten liefe, ja Frau Ratzeburg, ich muss unwillkürlich an Sie denken, kann anderen überlassen werden. Wichtig wäre noch in dem Zusammenhang zu nennen, dass Vereine, die in der Lage sind, mehr als das „Grundeinkommen“ für ihren Spielbetrieb zu erwirtschaften, dieses Mehr auch ausschließlich für ihre Zwecke und Absichten nutzen sollten.

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