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Umeå bläst zur Jagd auf Linköping

Von am 25. August 2008 – 12.03 Uhr 10 Kommentare

Spielszene aus der schwedischen Frauenfußball-Meisterschaft DamallsvenskanSeit dem Jahr 2000 heißt der Dominant des schwedischen Frauenfußballs Umeå IK. Sechsmal hat die Mannschaft aus dem hohen Norden die Meisterschaft gewonnen und war auch vor der Saison erklärter Favorit der Experten.

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Doch wenn die Damallsvenskan heute nach der Sommer- und Olympiapause nach fast 14 abgeschlossenen Spieltagen mit dem Spiel Bälinge gegen AIK ihren Spielbetrieb fortsetzt, findet sich Umeå IK in der Rolle des Jägers wieder.

Denn Tabellenführer mit fünf Punkten Vorsprung (Umeå hat ein Spiel weniger) ist Linköpings FC.

Nachdem man bereits mit den Männern Eishockey-Meister geworden ist, setzt man seit einigen Jahren kontinuierlich auf Frauenfußball. Vor der Saison hatte man sich unter anderem mit der schwedischen Nationalstürmerin Jessica Landström (von Hammarby) verstärkt und dann natürlich mit der Verpflichtung der beiden Brasilianerinnen Daniela und Cristiane für den Einkauf des Jahres gesorgt.

Daniela als Erfolgsfaktor
Cristiane blieb etwas hinter den Erwartungen zurück, erzielte aber immerhin bislang sechs Tore. Es ist vor allem Daniela, die das Spiel von Linköping auf ein noch höheres Niveau gebracht hat. Dazu kommen eben nicht weniger als sechs Spielerinnen, die im aktuellen Kader der blaugelben Nationalelf stehen. Josefine Öqvist zeigte eine bislang hervorragende Saison.

Umeå hatte sich nur geringfügig verstärkt, aber mit der Dänin Johanna Rasmussen eine starke Linksaußen gewonnen. Immer besser ins Spiel kommt auch die Japanerin Mama Yamaguchi, die geholt wurde, nachdem sich die Brasilianerin Elaine in der Vorsaison einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Elaine fehlt den Meisterinnen sehr, ihre Rolle im defensiven Mittelfeld wurde oft unterschätzt. Verlassen kann man sich wie immer auf Marta, die acht Tore erzielte, kurz vor der Pause aber in Malmö die rote Karte bekam.

Macht’s am Ende doch die Mischung?
Trotz der vielen ausländischen Spielerinnen setzt der Club, der vor kurzem seinen legendären Sportdirektor Roland Arnqvist verloren hat (er sucht nach neuen Herausforderungen), weiterhin auf eine ausgewogene Mischung, in der auch Spielerinnen aus der heimischen Region Västerbotten eine wichtige Rolle spielen. Eines dieser viel versprechenden Talente ist die 19-Jährige Sofia Jakobsson, die bei der U19-Europameisterschaft beim 1:1 Schwedens gegen Deutschland den Ausgleich erzielte.

Der „deutsche“ Club der schwedischen Liga, Vizemeister Djurgården damfotboll, hat die Saison 2008 als Übergangsjahr deklariert. Obwohl mit Nadine Angerer neben den beiden Brasilianerinnen Cristiane und Daniela DIE Neuverpflichtung der Saison war und sehr viel Publizität erhielt, startete das Team von Trainer Anders Johansson schwach in die Saison und verlor gleich zweimal auswärts gegen vermeintlich schwächere Gegner.

Djurgården enttäuscht
So findet sich Djurgården im Moment auf dem ungewohnten siebten Tabellenplatz wieder. Angerer zeigte allerdings in mehreren Spielen ihre Weltklasse, vor allem im Heimspiel gegen Linköping, in dem sie zeigte, dass nicht nur Eishockey-Goalies Spiele bestimmen können – „Natze“ rettete mit einem guten halben Dutzend Glanzparaden einen Punkt für ihr Team. Ariane Hingst begann als Innenverteidigerin und wurde dann aber nach einigen Spielen von Johansson ins Mittelfeld geholt.

Sie plagte sich vor den Olympischen Spielen mit einer Knieverletzung und spielte kaum 90 Minuten. Die dritte Deutsche, Jennifer Meier, kämpft um einen Platz in der Startformation. Dort lässt Trainer Johansson aber gegenwärtig Victoria Svensson und das 20-Jährige finnische Talent Linda Sällström beginnen. Djurgården hat sich neulich erst mit der belgischen Nationalspielerin Femke Maes verstärkt.

Australien-Power für AIK
Extrem aufgerüstet hat AIK. Man holte die Australierinnen Lisa De Vanna und Katryn Gill, die finnische Weltklassemittelfeldspielerin Anne Mäkinen (aus Uppsala), die beiden großen schwedischen Talente Louise Fors und Emma Lundh und mit dem von Djurgården gewechselten Trainer Benny Persson kam mit Elin Ekblom-Bak auch eine der besten Mittelfeldspielerinnen Schwedens.

Vor der Saison sagte Persson mir, dass das Ziel sei, mittelfristig Djurgården als Nr. 1 in Stockholm abzulösen. Das ist scheinbar nun bereits kurzfristig geschafft, denn AIK liegt auf einem hervorragenden vierten Rang. Dabei erzielte die kleine Australierin De Vanna bereits neun Tore und unterstrich, dass ihre Nominierung zur Weltfußballerin des Jahres 2007 nicht unberechtigt war. Von AIK dürfte auch in den verbleibenden acht Runden noch einiges zu erwarten sein, da es Persson gelungen ist, das Team immer besser einzuspielen.

Bälinge überfordert
Im Abstiegskampf sieht es düster aus für Aufsteiger Umeå Södra FF und vor allem für Anne Mäkinens ehemaligen Club Bälinge. Seit fast einem Jahr hat das sehr junge Team aus Uppsala kein Spiel mehr gewonnen. Umeå Södra fing sich beim 0:9 in Göteborg eine saftige Niederlage ein, bei der Sara Lindén sechs Tore für Göteborg schoss. Ebenfalls als Absteiger getippt war von vielen Hammarby, der dritte Stockholmer Verein. Wieder einmal hatten mit Marijke Callebaut, Jessica Landström und Louise Fors drei Leistungsträgerinnen den Verein mit nur kleinem Budget verlassen.

Dafür war die 38-Jährige Rekordnationalspielerin Kristin „Kicki“ Bengtsson von Djurgården zu dem Verein zurückgekommen, wo sie ihre Karriere vor 20 Jahren begonnen hatte. Doch Hammarby kämpfte sich nach zwei deftigen Niederlagen zu Beginn in die Saison hinein und siegte dann sogar viermal in Serie. Größtes Ausrufezeichen war dabei die 21-Jährige Nazanin Vaseghpanah, deren konstant gute Leistungen im offensiven Mittelfeld nun auch mit der Nominierung in die U23 belohnt wurden.

Treffsichere Melis
Die Goalgetterin der Saison aber spielt beim Tabellendritten Malmö. Die Niederländerin Manon Melis war schon 2007 in ihrem ersten Jahr in Schweden als eine der schnellsten Angreiferinnen aufgefallen, nun hat sie an Explosivität noch einmal gewonnen und liegt mit 12 Toren auf Rang 1, den sonst Lotta Schelin (2006 und 2007) aus Göteborg innehatte. Die jedoch hat sich gerade von einer langwierigen Oberschenkelverletzung erholt und gerade auch wieder Nationalelf spielen können. Aylin Jaren, aus Berlin gekommen, wird in Malmö aufgebaut und immer wieder eingewechselt – die Konkurrenz ist groß.

Der Zuschauerschnitt liegt bei 923 pro Spiel – Umeå hat einen Schnitt von über 2.000 bei Heim- und Auswärtsspielen und ist weiterhin der Publikumsmagnet. Am 3. September kommt es in Linköping möglicherweise zu einem waschechten Finale um die Meisterschaft, wenn Titelverteidiger UIK kommt. Das Hinspiel im Norden hatte Linköping sensationell mit 3:2 gewonnen – durch einen Treffer von Josefine Öqvist in der 93. Minute. Spielerisch hat die Damallsvenskan im Vergleich zum Vorjahr eindeutig an Klasse gewonnen.

Zahlreiche Spielverlegungen
Und trotz der vielen ausländischen Spielerinnen gibt es eine große Zahl einheimischer Talente, die dem schwedischen Fußball auch für die mittelfristige Zukunft eine Spitzenstellung garantieren sollten. Was in dieser Saison viele stört, sind die zahlreichen Spielverlegungen aufgrund von Nationalmannschaftseinsätzen einiger Spielerinnen.

Als Brasilien sein Olympia-Qualifikationsspiel gegen Ghana in Peking (!) bestritt, konnten sowohl Linköping wie Umeå Spiele verlegen. AIK zog dann nach, als De Vanna und Gill ein Turnier für Australien in Vietnam spielten. Die Tabelle ist deshalb noch etwas in Unordnung.

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10 Kommentare »

  • Max Diderot sagt:

    Ein interessanter, informativer Artikel. Was mich, und vermutlich noch viele andere, interessieren würde, wie die Refinanzierung dieser personellen Investments erfolgt. Wie setzen sich die Budgets der Klubs zusammen? Herrscht diesbezüglich eine ähnliche Offenheit in Schweden wie bei der Steuerveranlagung oder ist es das mehr oder weniger große Geheimnis der einzelnen Vereine? Woher stammt das Geld, dass die Frauenfußballmannschaften investieren? Gibt es bei den Skandinaviern eine ähnliche finanzielle Spreizung wie in der vergangenen Saison in der FF-Bundesliga (Frankfurt kolportiert ca. € 1 Mio – Saarbrücken angeblich € 150.000.–)?

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  • Detlef sagt:

    @Max,
    Soviel ich mitbekommen habe, zahlen private Sponsoren die zT horrenden Gehälter!!! Außerdem sind viele Spielerinnen bei den jeweiligen Klubs angestellt, die ihr Geld vor allem im Eishockey verdienen!!! So ist ja allgemein bekannt, dass ARI sich neben dem FF, noch physiotherapeutisch um die Hockey-Cracks von DIF kümmert!!!
    Außerdem habe ich gehört und gelesen, dass Steuerbetrug, in Schweden nicht zum allgemeinen Volkssport gehört!!!
    Dies soll dort sehr verpönt sein, sagt man!!!
    Zur Leistung von Umea, die ich in diesem Jahr einmal LIVE in Stockholm, und einmal per TV in Frankfurt gesehen habe, bin ich doch eher ernüchtert!!! Das ist nicht die große Zaubertruppe, die ich mir immer vorgestellt habe!!! Klar ist sie mit Stars nur so gespickt, aber irgendwie stimmt da die Chemie noch nicht!!!
    In Stockholm standen bei den Nordschwedinnen, 11 Solistinnen auf dem Platz!!! Und hätte Marta nicht mit einer unfairen Schwalbe, einen Elfer geschunden, hätten sie sogar gegen eine nur mittelmäßige DIF-Truppe verloren!!!
    Gegen Frankfurt waren sie ganz klar unterlegen!!! Eine CONNY POHLERS, stahl da einer Marta die Show!!! Aber Frau Neid, hat da wohl nicht so genau hingeguckt!!!
    Zur Konkurrenz kann ich nur zu Malmö etwas sagen, die mich sehr stark beeindruckten!!! Im Vergleich zum Vorjahr, als ich sie an gleicher Stelle gegen QBIK (mit ANJA MITTAG) gesehen habe, haben sie sich um mindestens 50-60% gesteigert!!! Sie sind unglaublich schnell, sehr kombinationssicher, treffen aber das Tor nicht, zumindest gegen DIF, hätten sie schon nach 30 min mit 3:0 oder 4:0 führen müssen!!!
    Naja, und zu Djurgarden, sie haben keine schlechte Truppe, aber sie müssen eben 7 oder 8 neue Spielerinnen einbauen, und sowas dauert eben seine Zeit!!! Da ist mir besonders die unglaublich schnelle Finnin, Linda Sällström in Erinnerung geblieben!!!

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  • ViolA sagt:

    vielen dank für die infos detlef. das ist wirklich sehr interessant. schade, dass man hier aus der ferne keinen einblick in die liga durch tv-übertragung gewinnen kann. auch in diesem hinblick würde es mich freuen, wenn das feld des uefa-cups größer werden würde (damit meine ich nicht die vorrunde) und gerade bei den großen ländern mit einem gewissen leistungsniveau (schweden, deutschland,…) generell nicht nur ein sondern durchaus auch zwei teams in den letzten runden dabei wären. das tut sicher auch den ligen gut.

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  • Rainer sagt:

    @Max: Auch in Schweden haben wir in der Liga arm und reich. Der finanziell stärkste Club ist eindeutig AIK (Solna, Stadt von Stockholm umgeben). Hier liegt alles unter einem Dach. Eventuelle Defizite bei den Frauen werden durch das Männerbudget aufgefangen. Deshalb wechselte auch Trainer Benny Persson von Djurgården zu AIK, weil er hier aus dem Vollen schöpfen kann. Umeå IK ist der einzige Club, der einen satt

    Geld kommt zumeist wie schon Detlef schreibt von Sponsoren. Im Fall der Vertragsverlängerung Martas gab es zwar eine Spendenaktion, um sie halten zu können, aber der finanzielle Befreiungsschlag kam durch einen Wolfsburger Automobilkonzern. In Schweden sind es oft viele, auch lokale Sponsoren, weshalb Trikots und Hosen oft an allen erdenklichen Stellen Schriftzüge und Logos von Brotproduzenten, Malereibetrieben, Versicherungen und was weiß ich nicht tragen. Neu ist der Trend, dass ein Sponsor besonders eine Spielerin fördert. So trägt Hammarby DFF:s Kapitän(in) Jennie Jonsson (genannt „J“) die Rückennummer 100, bedingt durch das 100-Jährige Jubiläum in diesem Jahr, das ein Versicherungskonzern begeht. Die 100 hat auch Umeås Mami Yamaguchi, wobei ich ihren persönlichen Sponsor nicht kenne.

    Da die Verträge mit Daniela und Cristiane nur bis Olympia liefen, startete man auch in Linköping ein eifriges Sponsorenwerben. Daniela konnte so gehalten werden, Cristiane kommt nicht zurück, weil es den Verein wie verlautet mindestens 75.000 zusätzliche € für den Rest der Saison (und rückwirkend an bislang nicht fälligen Steuern wegen ihres Künstlervertrags) gekostet hätte.

    @Detlef: Du hast recht. Umeå überzeugt mich dieses Jahr auch nicht so wie noch in der vorletzten Saison. Linköping ist eindeutig das stärkste Team, aber am 03.09. kommt es in Linköping zum wohl vorentscheidenden Finale gegen UIK. Linda Sällström ist ein frischer Wirbelwind. Dass sich die knapp 20-Jährige so schnell in die Stammformation spielen würde, hatte sie selber nicht erwartet. Bis sie 15-16 war, setzte sie gleichermaßen auf Fußball wie Leichtathletik und hat eine Bestzeit über 100 m von 12,75 Sekunden. Ich habe sie vor ein paar Wochen interviewt. Wer Schwedisch kann: .

    Ich glaube, dass AIK schon mittelfristig (nächste Saison) um die Spitze mitspielen wird. Nach Aussage eines dem Verein nahestehenden Journalisten könnte man sich auch Marta leisten, wenn man nur wolle… Aber De Vanna hat bei AIK voll eingeschlagen und gestern den 10. Saisontreffer markiert.

    @ViolA: Völlig richtig. Ich würde mir für Vereine in Deutschland, Schweden und anderswo in Europa mehr Möglichkeiten wünschen, gegen internationale Konkurrenz zu spielen. Der Women’s Cup allein reicht nicht, ist nur Bühne für Umeå, Linköping und der vielleicht neuen Großmacht Olympique Lyon.

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  • ViolA sagt:

    @rainer
    da wäre über mittel- bis langfristig eine adaption zu den herren sinnvoll. so, dass dann letztendlich bis zu 5 oder 6 vereine der top-ligen gegeneinander antreten – je nach tabellenplatz am ende der saison in zwei verschiedenen wettbewerben. das wird vermutlich aber erst funktionieren, wenn sich der uefa-cup, der ja eigentlich die championsleague der frauen ist, weiteren zuspruch erhält (durch zuschauer und die medien).

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  • Detlef sagt:

    @Viola,
    dazu braucht es aber, ähnlich wie in Schweden, viele potente Geldgeber!!! Und damit die, ihre Investitionen auch ins richtige Licht gesetzt bekommen, braucht der FF auf Vereinsebene, noch mehr Medienpräsenz!!! Und damit die zustande kommt, müssen die Bedingungen in den meisten Vereinen noch besser werden!!! Stichwort TV-Übertragung!!!

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  • Detlef sagt:

    @Rainer,
    ein sehr interessanter Artikel über Linda, auch wenn es mit der automatischen Übersetzung etwas holprig wurde!!!
    Du hast doch sicherlich noch ein paar mehr Fotos vom Spiel DIF gegen Linköpping gemacht!!! Ich hätte großes Interesse daran!!!
    Gruß Detlef

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  • Rainer sagt:

    @ViolA: Ich fände eine Art UEFA-Cup für Frauen auch toll und würde dann gerne mal Spiele wie Duisburg – Malmö oder FCF Juvisy gegen Asker sehen. Möglicherweise ist die Finanzierung der Reisen ein Problem. Selbst ein finanziell so solider Verein wie Umeå fliegt nur mit Billigfliegern, was ja grad beim Women’s Cup Finale gegen Frankfurt zu Ausfall und verspäteter Anreise führte. Solche Spiele haben auch wenig Zuschauer, ich habe mal in Umeå ein Gruppenspiel gegen den rumänischen Meister (wie hießen die denn noch?) gesehen und da waren ca. 300 Zuschauer. Aber für die sportliche Entwicklung wäre so eine Runde sehr wünschenswert.

    @Detlef: Medienpräsenz ist ein wichtiger Punkt. TV-Übertragung ja. Aber: Markus hat auch schon mehrfach hier geschrieben, dass die Vereine auch etwas für die Medienpräsenz tun müssen. Es gibt in Skandinavien wie in Deutschland noch in viel zu vielen (fast allen?) Vereinen eine sehr unprofessionelle Art, mit Medien zu arbeiten. Ich schreibe seit zwei Jahren über Frauenfußball in Schweden. Umeå IK arbeitet (kein Wunder) vorbildlich. Einige andere Vereine auch, aber leider gibt es auch einige vereine, selbst in der ersten Liga, deren Pressearbeit zum Teil erheblich verbessert werden könnte.

    Es gibt noch mehr Fotos vom Spiel Djurgården – Linköping, ich werde sie demnächst auf meinen Flickr-Account hochladen. Und zwar in die Sammlung „Frauenfußball“ wo es auch Fotos von anderen Spielen gibt: http://www.flickr.com/photos/hagersten/collections/72157604083804790/.

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  • ViolA sagt:

    es ist klar, dass die vereine da mehr geld benötigen. diese problematik wurde ja auch schon bei der austragung der vorrunde des uefa-cups im letzten jahr deutlich, als keiner das turnier austragen wollte (in der gruppe in der der ffc stand).
    da ist meiner meinung nach vor allem die uefa gefordert. immerhin ist es auch in ihrem interesse, dass das interesse am ff langfristig steigt weil es natürlich auch für die uefa dann weitere einnahmen bedeutet. es ist sicherlich auch strittig, dass alle gastgebenden vereine der vorrunden gleich viel geld bekommen wenn die unkosten dermaßen auseinander gehen (bezüglich des geldwertes im westen und osten). es kann nicht sein, dass die vereine im osten dran verdienen während die im westen oft noch drauflegen müssen. da ist sicherlich optimierungsbedarf.
    was schweden angeht und das spiel umea gegen diesen rumänischen meister… so haben wir den fakt ja schon mehrfach diskutiert, dass zu den spielen schwedischer fußballvereine deutlich weniger zuschauer kommen als dass nun in z.b. deutschland der fall ist. das hat meiner meinung nach dann auch nur zu einem geringen mit dem wettbewerb selbst zu tun (vor allem da umea an sich ja schon anziehungspunkt sein müsste).

    natürlich ist die medienübertragung ein sehr wichtiger punkt. die übertragung des bundesligauftaktes am 6.9. ist sicherlich ein wichtiger schritt in die richtige richtung.
    sicherlich müssen die vereine auch dort noch einiges verbessern, dass ist nicht zu bestreiten. ich sehe aber auch da fortschritte die mit der allgemein voranschreitenden professionalisierung und erinnere mich an das uefa-finale in frankfurt. manche mögen das aufgeblasen finden – vor allem im vergleich dazu wie für den rest (auch die natio) werbung gemacht wird. ich denke aber, dass sowas zur nachhaltigkeit beiträgt, was das nationale interesse am ff angeht. selbst wenn die hälfte der zuschauer durch kostenlose karten zum spiel gekommen sind, so wären da immer noch knappe 15.000 zuschauer, die den weg aus eigenen stücken zum ff gefunden haben. darauf läßt sich aufbauen.
    ich denke, es sollte möglich sein dies in den nächsten jahren mehr als einmal zu wiederholen – je nachdem wie weit wir es schaffen (ffc, fcr). und je nachdem wie die entwicklung ist und wie weit sich die uefa da einbringen kann und will (finanziell und durch werbung), wird eine erweiterung des wettbewerbes immer notwendiger.

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  • Detlef sagt:

    @Viola & Rainer,
    was ihr noch vergessen habt, sind die zT beruflichen Verpflichtungen der Spielerinnen!!!
    Nicht alle können so nach belieben frei nehmen, wie eine Birgit Prinz, oder Renate Lingor!!! Erst wenn die wirtschaftliche Selbstständigkeit erreicht ist, sind weite Reisen, die ja zT unter der Woche stattfinden, kein Thema mehr!!! Irgendwann ist auch die Geduld des verständnisvollsten Chefs zuende!!!
    Aber auch hier beißt sich die Katze immer wieder in den Schwanz!!!
    Umea IK, hat sicherlich genau wie der FFC Frankfurt, einen Profi bezahlt, der sich um ihre Pressearbeit kümmert!!! Aber das können sich halt nicht alle Vereine leisten!!! Sie sind auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen, die sich halt nicht immer täglich darum kümmern können!!! Letztenendes dreht sich halt alles immer nur ums Geld!!!

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