DFB-Elf: Stagnation statt Fortschritt

Von am 19. August 2008 – 9.24 Uhr 42 Kommentare

1:4 gegen Brasilien im Halbfinale des olympischen Fußballturniers – so bitter sich das Ergebnis und die deutliche Niederlage für die erfolgsverwöhnten deutschen Spielerinnen auch lesen mag, völlig überraschend kam das böse Erwachen gegen die Südamerikanerinnen nicht.

Gegen individuell wie taktisch verbesserte Brasilianerinnen wurden die spielerischen, technischen und taktischen Defizite der deutschen Elf, die sich im gesamten Turnierverlauf bereits andeuteten, schonungslos aufgedeckt.

Doch enttäuschender als die Niederlage selbst und der zerplatzte Traum von der Goldmedaille ist die Erkenntnis des gesamten Turniers, dass die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft auf der Weltbühne derzeit nicht mehr die erste Geige spielt.

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„Wir hatten es in der ersten Halbzeit in der Hand, das Spiel zu entscheiden. Wir hatten das 2:0 auf dem Fuß, haben es aber nicht gemacht“, lamentierte Bundestrainerin Silvia Neid nach dem Spiel. Doch ob eine 2:0-Führung das Spiel entschieden hätte, ist hypothetisch. Denn der individuellen spielerischen Klasse der starken Cristiane und einer Marta hatte Deutschland trotz der zwischenzeitlichen Führung nichts Vergleichbares entgegenzusetzen.

Mangelnde individuelle Klasse
Nach einer halben Stunde deutete sich an, dass Brasilien gewillt war, das Kommando zu übernehmen. Die Brasilianerinnen zwangen den Deutschen nach und nach ihr Spiel auf, diktierten das Tempo und ließen die DFB-Kickerinnen immer weniger zur Entfaltung kommen.

Deutschland hatte zusehends Probleme, selber Druck aufzubauen, denn anders als in der Vergangenheit fehlt den Spielerinnen die individuelle Klasse, um mit präzisem Passspiel und überraschenden Einzelaktionen einem Gegner von der Stärke Brasiliens nachhaltig die eigene Linie aufzuzwingen.

Formiga bricht den Bann
Und als Formiga mit ihrem Ausgleichstreffer dann auch noch den Mythos der unbezwingbaren deutschen Verteidigung zerbröselte, war der Nährboden bereitet für die folgende brasilianische Demonstration der eigenen Fähigkeiten. Chirurgische Präzision bei ein paar Kontern reichte aus, um das Denkmal des deutschen Frauenfußballs innerhalb weniger Minuten zu demontieren.

„Wir haben stark gespielt“, sagte Weltfußballerin Marta nach der Partie, auch wenn Deutschlands Bundestrainerin dies im ersten Frust nicht wahrhaben wollte. „Ich finde nicht, dass Brasilien eine tolle Leistung geboten hat.“

Zenit überschritten
Anders als noch bei der WM 2003 und bei der EM 2005 fehlt es der deutschen Elf inzwischen an den überragenden Einzelkönnerinnen. So konnte etwa eine sichtlich bemühte Renate Lingor zum Ausklang ihrer Karriere nicht mehr an die Form früherer Tage anknüpfen. Spielerinnen vom Schlage einer Bettina Wiegmann oder Maren Meinert sucht man derzeit im Kader vergebens.

Defizite offenbarten sich im Turnier in allen Mannschaftsteilen. Die Innenverteidigung zeigte phasenweise eklatante Schwächen in puncto Schnelligkeit, Positionsspiel und spielerischer Klasse, die durch die Paraden von Nadine Angerer und einer guten Portion Glück bis zum Brasilien-Spiel noch überdeckt wurden.

Fehlende Kreativität
Auch Birgit Prinz tut sich trotz aller Anstrengungen zunehmend schwer, einem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. „Wir haben uns auskontern lassen, das war Blödheit. Es ist so bitter, jetzt keine Chance mehr auf Gold zu haben“, meinte sie voller Frust. Dem Sturm wie auch dem Mittelfeld mangelt es an Kreativität.

„Die Mannschaft hat alles gegeben, aber es hat nicht gereicht“, traf Neid den Nagel auf den Kopf. Dass die DFB-Elf am Ende dennoch das Turnier als beste europäische Elf abschließen wird, spricht nicht für die aktuelle Entwicklung des europäischen Frauenfußballs an der Spitze.

Es deutet sich an, dass in den kommenden Jahren außereuropäische Teams die Messlatte legen werden, wie Brasilien, USA, Nordkorea oder auch Japan und vielleicht sogar Australien. Und auch in Europa werden in Zukunft Teams wie Italien oder die Ukraine in die Phalanx der Arrivierten einbrechen.

Arbeit in den Vereinen gefragt
Dem deutschen Frauenfußball mangelt es sicherlich nicht an talentierten Spielerinnen, doch nur eine verbesserte Basisarbeit in den Vereinen und individualisierte Trainingskonzepte werden diese in Zukunft auf die Anforderungen des modernen internationalen Frauenfußballs vorbereiten können. Sonst droht ausgerechnet bei der Heim-WM 2011 ein böses Erwachen.

So paradox es klingen mag – für die weitere Entwicklung der Nationalmannschaft wäre eine Niederlage im Spiel um Platz 3 gegen Japan am Donnerstag und eine verpasste Medaille möglicherweise hilfreicher als ein Erfolg, der so manches erneut kaschieren würde.

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

42 Kommentare »

  • ViolA sagt:

    hm in gewisser weise ist es ja richtig. wir haben definitiv nicht gut gespielt und es nie auf die reihe gebracht unser kombinationsspiel zum laufen zu bringen oder die individuellen fehler auszumerzen. woran das nun liegt ist wohl kaum zu beantworten. allerdings sehe ich da nun kein drama drin, auch wenn es natürlich sehr schade ist, dass wir die probleme nicht haben abstellen können. natürlich holt die internationale ff-welt auf und der kampf an der spitze wird immer härter und intensiver geführt. dies ist aber letztendlich doch etwas, was wir uns alle gewünscht haben und was dem ff auf lange sicht nur gut tun wird.
    jede mannschaft hat ihre hochs und tiefs und wir haben sehr lange auf einem absolutem hoch gestanden und gefeiert. wir haben es aber deswegen nicht gebucht. die niederlage mag wehtun, die spiele waren allesamt nicht herausragend und eigentlich hat nur die partie gegen schweden gefallen können oder die in der vorbreitung gegen england. und doch haben wir im gegensatz zu z.b. norwegen die möglichkeit noch eine medaille zu gewinnen.
    mich erinnert diese „schwarz-seherei“ ein wenig an die presseartikel nach dem algarve cup 2007. ich sehe unsere mannschaft nicht als kollektive versagertruppe und ich glaube auch nicht, dass die niederlagen bzw schlechten spiele an den älteren spielerinnen allein gelegen haben. viele junge spielerinnen haben zum einen noch nicht die erfahrung um in entscheidenen momenten ein spiel entscheiden zu können so wie das z.b. birgit prinz oft kann. wir haben bei den frauen in der vergangenheit in gewisser weise auch den fehler gemacht, dass wir lange gewartet haben bis wir neue und junge spielerinnen ins team integriert haben. das läuft seit einigen jahren nun anders und das ist auch gut so. das bedeutet aber natürlich auch, dass schwierige spiele und niederlagen vorprogrammiert sind. eine simone laudehr hat bei der wm im letzten jahr herausragend gespielt und hat seither – auch wegen dem erwartungsdruck der danach herrschte – nie wieder zu ihrer leistung zurückgefunden. sie ist mittlerweile stammspielerin der natio obwohl sie in meinen augen noch nicht reif genug dafür ist. sie hat definitiv ein riesen potenzial, aber solch eine rolle bedeutet nicht nur physischen sondern vor allem auch psychischen druck und damit kommt sie auch nach eigener angabe einfach noch nicht klar. sie wird noch eine weile brauchen um da hineinzuwachsen.
    ähnliches ist mit mel passiert die mir gerade in der vorbereitung zur wm und dort in den ersten beiden spielen (wenn ich mich recht zu erinnern vermag) äußerst positiv aufgefallen ist. sie ist sicherlich nicht in ein solches loch gefallen wie simone, aber auch sie ist im natiodress seit her nicht mehr hervorgestochen, wenn gleich sie auch durchweg konstante leistungen auf den platz bringt mit durchaus positiver entwicklung.
    annike hat sich zur stammspielerin gemausert und spielt für ihr alter und ihren erfahrungsschatz sehr gut. man kann von ihr, genauso wenig wie von den anderen jungen spielerinnen erwarten, dass sie die leistungen und erfahrungen einer ari oder birgit auf den platz bringen. das ist einfach noch nicht möglich. ich komme darauf, weil ich in letzter zeit viel kritik an ihrer person gelesen habe und mich gefragt habe, ob die fans vergessen wie jung sie eigentlich noch ist.
    wir haben eine sehr gute jugend die nachwächst, was wir auch an den erfolgen zuletzt sehen konnten. daher kann ich – auch in kombination dass wir schlechtestens einen 4. platz bei olympia holen können was immer noch eine gute plazierung ist wenn man sich das teilnehmerfeld ansieht – nicht verstehen, wenn nun die große schwarzmalerei beginnt und alle angst haben, wir werden in zukunft völlig abstürzen und aus der weltspitze verschwinden. immerhin sind wir in der weltrangliste auf platz 2.
    natürlich haben wir probleme im mittelfeld, darum wissen wir alle. die abzustellen wird unsere aufgabe für die zukunft sein. wir müssen auch die spielerinnen ersetzen, die aufhören werden wie z.b. stege. ich bin dennoch sicher, dass uns das gelingen wird bei der jugend die nachwächst und nach oben drängt. es braucht eben einfach seine zeit bis die spielerinnen in ihre neuen aufgaben hineinwachsen und diese zeit sollte man ihnen in meinen augen auch zugestehen.
    bis zur wm im eigenen land ist es noch lange hin. erstmal steht das spiel um bronze an und danach gucken wir erstmal weiter.

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  • Markus Juchem sagt:

    Viola, es geht nicht darum, die deutsche Mannschaft als Versagertruppe hinzustellen. Man kann verlieren, man kann ein schlechtes Turnier spielen, das ist ja alles kein Thema. Aber man muss auch dann offen und auch öffentlich an- und aussprechen, dass es insgesamt kein gutes Turnier war, unabhängig davon, ob wir nun Bronze holen oder nicht.

    Ich fand, anders als Du, auch die Partie gegen Schweden nicht überragend, die Schwedinnen haben auch nicht mehr die Klasse von vor fünf Jahren, sie sind für mich international kein Gradmesser.

    Schon die deutsche Leistung bei der WM im Vorjahr war trotz des Titelgewinns eher durchwachsen, auch wenn das damals nur wenige so offen ausgesprochen haben und der Erfolg die schon damals zu sehenden Defizite übertüncht hat.

    Natürlich liegt es nicht nur an den routinierten Spielerinnen, dass die DFB-Elf nicht mehr die Klasse hat. Die jungen Spielerinnen lernen ebenfalls gerade ihre Lektion, dass bei allem Talent nur konstante harte Arbeit dauerhafte Erfolgschancen beschert. In der Bundesliga werden sie nicht regelmäßig auf höchstem Niveau gefordert.

    Ich glaube auch, dass beispielsweise ein Team wie Brasilien derzeit auch erfolgshungriger ist als eine deutsche Elf, was aber auch menschlich ist nach den zahlreichen deutschen Erfolgen der Vergangenheit.

    Warum ist Simone Laudehr mit ihrer derzeitigen Leistung Stammspielerin? Warum stand sie trotz sichtbarer Probleme in jedem Spiel in der Anfangsformation? Warum ist die Innenverteidigung trotz offensichtlicher Probleme unantastbar?

    Es geht nicht um Schwarzmalerei, sondern darum, die Defizite ungeschönt anzusprechen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Sonst droht Deutschland dasselbe Schicksal wie Schweden, auf lange Sicht nicht mehr ganz oben mitzuspielen.

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  • Manne sagt:

    Es geht auch meiner Meinung nicht darum, die Mannschaft als Versagertruppe darzustellen – das Halbfinale und evtl. die Bronzemedaille sind natürlich auch ein Erfolg. Ich habe im anderen Beitrag davon gesprochen, dass m.M. nach Brasilien zukünftig beispielgebend sein wird – das heisst natürlich nicht, dass Deutschland dann keine Rolle mehr spielen wird, natürlich können sie auch weiterhin oben mitspielen. Dazu ist genug Potential vorhanden!

    Aber etwas anderes:

    Wenn es um die Benennung der Probleme und Defizite geht und der immer wieder genannten Kritik an der Bundestrainerin, dann würde mich interessieren – ich kenne die Interna zu wenig – wie steht es denn eigentlich tatsächlich mit dem Verhältnis Silvia Neid zu den Spielerinnen und ist sie wirklich weiterhin die „Richtige“ für das Amt? Scheinbar hat sie wohl Probleme damit, wenn Spielerinnen ihr zu kritisch kommen oder irgendwann mal gekommen sind (Inka Grings? Conny Pohlers hatte ja öffentlich gegen ihre Nicht-Nominierung 2007 ordentlich gemosert). Wie sieht es mit „Seilschaften“ aus? Gibt es die? Ist ihr „Regiment“ zu hart und unflexibel und kann sie mit bestimmten Spielertypen nicht umgehen? Wäre eine Trainerdiskussion angebracht?

    Wer kann dazu kompetenter etwas sagen? Da würde ich gerne etwas mehr dazu erfahren.

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  • flaneur sagt:

    das spiel gestern weckte durch seine analogie erinnerungen an ein anderes spiel: das uefa cup spiel der bayern gegen st.petersburg. entweder man war nicht willens alles zu investieren oder aber, und das finde ich ist realistisch und der season entsprechend, nicht in der lage. man wurde stehend KO ausgekontert. die konter waren harmlos, wurden aber entscheident, weil die gegenwehr nicht kam.

    ich sah gestern keine apriori überlegene brasilianische mannschaft, sondern, wie schon das ganze turnier, eine total fertige deutsche, die das glück herausforderte. alle spiele davor hätten auch anders ausgehen können, der verlauf war nie eindeutig. nach einer erfolgreichen und langen season hätte ich auch nicht die nötige konzentration und kraft noch gold mit aller kraft zu jagen, traum hin oder her.

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  • Max Diderot sagt:

    Anämisch, blutleer, dieses Wort verwendete ich des öfteren in den vergangenen Tagen, um aus subjektiver Sicht die Darbietungen der DFB-Frauen möglichst treffend zu umschreiben. Die Schwierigkeit, die Realität wahrzunehmen und sie gegebenenfalls auch (und nicht nur der Fairness wegen) zu respektieren, dürfte sich nach den aktuellen Aussagen einiger Personen als weiterer Befund erweisen.

    Mir ist es rätselhaft, weshalb Silvia Neid dahingehend zitiert wird, sie „… finde nicht, dass Brasilien eine tolle Leistung geboten hat.“. Im Umkehrschluss müsste sich doch daraus das Argument entwickeln, ein durchschnittliches Potenzial genügt schon, um die Weltmeisterinnen von 2007 aus dem olympischen Turnier eliminieren zu können. Somit stünde doch zuvorderst die Frage im Raum, ob Anspruch, Gewinn der Goldmedaille, und Wirklichkeit, mangelhafte spielerische und taktische Leistungen sowie bestenfalls der Gewinn der bronzenen Medaille, nicht Ergebnis der eigenen Hybris, der eigenen Selbstüberschätzung waren und sind. Mir ist nicht bekannt, ob die DFB-Damen beispielsweise Leistungsdiagnostische Tests vor den Spielen in China durchgeführt haben. Die kolportierten und offensichtlichen Schwierigkeiten, die einige Spielerinnen mit den dort herrschenden klimatischen Bedingungen hatten, lassen eher den Schluss zu als sei dies nicht der Fall gewesen.

    Die Gefahr ist groß, und einige Beiträge in diesem Forum deuten dies ja auch an, dass der Maxime „weiter so wie bisher“ blind Folge geleistet werden soll. Und wenn ich lese, dass es in Deutschland doch eine gute Trainerausbildung gäbe, kann ich mir ein Schmunzeln nicht unterdrücken. Und das gilt nicht nur für den Fußballsport. Ich halte dieses Curriculum für absolut nicht mehr zeitgemäß. Man darf sich doch nach den teilweise verheerenden Darbietungen der Athletinnen und Athleten (und insbesondere der Mannschaftssportarten) bei der Olympiade 2008 zurecht fragen, weshalb es eine Nation wie Deutschland es nur unzureichend fertig bringt, seine sportlichen Koryphäen auf dieses Großereignis adäquat vorzubereiten.

    Auffällig ist für mich dabei ein Mangel an Kultur. Übertragen auf den Frauenfußball bedeutet dies vor allem Spielkultur. Dabei ist die Frage für mich zweitrangig, wer spielt als mehr wie ein Team agiert. Und wenn ich sehe, übrigens auch live vor Ort beim Länderspiel gegen die Engländerinnen, dass gestandene Nationalspielerinnen es technisch nicht vermögen, den Ball zu führen und zu passen ohne den Kopf zu heben, darf man sich nicht wundern, wenn die Mehrzahl der Anspiele ungenau und wenig effizient erfolgen. Es fehlt, und die Matches der deutschen Damen während dieser Olympiade machten es offenkundig, im hiesigen Frauenfußball auch an den elementaren Dingen. Und so optimistisch bin ich auch nicht, automatisch davon ausgehen zu wollen, dass sich die Erfolge der nationalen Jugend- und Juniorenteams quasi eins zu eins in den Bereich der Seniorinnen übertragen lassen. Dafür wird der internationale Frauenfußball zu sehr progressiven Entwicklungen unterliegen, während Frau Ratzeburg, Frau Neid und Herr Dr. Zwanziger in geselliger Runde zusammensitzen und unisono konstatieren, dass alles doch nicht so schlimm und auf bestem Wege sei im hiesigen Frauenfußball. Und wer von der aktuellen DFB-Equipe nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird noch mit einem Arbeitsvertrag, im sportlichen oder administrativen Bereich des Fußballbundes, ausgestattet werden. Schöne neue Fußballwelt!

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  • Manne sagt:

    @Max Diderot:

    kann mir zu deinem Satz

    „Man darf sich doch nach den teilweise verheerenden Darbietungen der Athletinnen und Athleten (und insbesondere der Mannschaftssportarten) bei der Olympiade 2008 zurecht fragen, weshalb es eine Nation wie Deutschland es nur unzureichend fertig bringt, seine sportlichen Koryphäen auf dieses Großereignis adäquat vorzubereiten“

    den Kommentar nicht verkneifen:

    vielleicht hat das Anti-Doping-Programm in Deutschland grössere Früchte getragen als anderswo in der Welt??! Könnte das sein?

    Nichts für ungut, hat jetzt mit dem fussballerischen Problem nichts zu tun …

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  • Max Diderot sagt:

    Manne, natürlich könnte das Doping-Argument ins Feld geführt werden. Gerade in den Ausdauersportarten. Aber es sind ja essentiell die seit Jahren in Deutschland existierenden strukturellen Mängel. Vor allem in der Jugendförderung respektive dem Schulsport.

    Von der EM 08 in Österreich und der Schweiz wird mir lange Zeit ein Interview mit dem kroatischen Trainer Slaven Bilic in Erinnerung bleiben. Der antwortete sinngemäß auf die Frage, weshalb sein kleines Land auf der sportlichen Weltbühne so erfolgreich sei, dass das darauf zurückzuführen sei, dass dem Sportunterricht in den Schulen soviel Bedeutung zukäme. Dort werden nicht, wie beispielsweise in Bayern und vielen anderen Bundesländern, die Sportstunden gestrichen (gegebenenfalls auch ersatzlos). Und wenn die Basis des eigenen Körperempfindens fehlt, kommen zwangsläufig auch diese sehr steif und statistisch wirkenden Bewegungsabläufe deutscher Fußballspielerinnen vor.

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  • lilei sagt:

    Folgender Satz aus dem Kommentar von Manne trifft die Sache auf den Punkt: „Wäre eine Trainerdiskussion angebracht?“

    Eine Trainerdiskussion ist längst überfällig. Es gärt bei vielen Frauenfußballfans, insbesondere bei denen, die die Entwicklung der Nationalmannschaft seit vielen Jahren verfolgen und die Rückwärtsentwicklung der Mannschaft deutlich erkennen.

    Seit Tina Theune-Meyers Rücktritt und der Übernahme des Amtes durch Silvia Neid hat das Nationalteam peu a peu seine spielerische ebenso wie taktische Weiterentwicklung vermissen lassen, ist zu einer Stagnation gelangt und mittlerweile muss man wohl sogar von einem Rückschritt sprechen.

    Die Geschehnisse des Olympia-Halbfinales, ein schonungsloses Aufzeigen der Schwächen der Nationalmannschaft, waren längst überfällig.

    Wünschenswert sind jetzt zwei Dinge. Kritische und vor allem stetige laute (!!!) Nachfragen der Öffentlichkeit und Presse (ich hoffe, womensoccer.de als etabliertes Medium bleibt hier auf jeden Fall am Ball). Nur so kann offensichtlich bei den „Oberen“ das Bewusstsein dafür geöffnet werden, dass lange nicht mehr alles Gold ist, was da im oberflächlichen Schein der Natio glänzt. Punkt Zwei ist eine offene Diskussion der Entscheidungsträger beim DFB über den aktuellen Ist-Stand der deutschen Nationalmannschaft und seines Funktionsteams. Die Schwächen müssen schonungslos angesprochen werden, etliche Handlungsweisen der Bundestrainerin ganz klar hinterfragt werden. Das ganz offensichtliche Gekungel und Geklüngel muss endlich aufhören. Die Aufstellungen müssen endlich durch Leistungen gerechtfertigt sein und nicht durch undurchschaubare und fragwürdige persönliche Vorlieben der Trainerin. Ja, dann müssen auch mal unbequeme Entscheidungen getroffen werden und Spielerinnen bei schlechten Leistungen auf die Bank, die bislang bei Frau Neid einen Freifahrtschein haben. Wem nützt das ständige Schöngerede der Bundestrainerin nach den Spielen? Niemanden. Sie gibt sich und das gesamte Team damit der Lächerlichkeit preis.

    Doch der DFB scheint bislang blind auf diesem Auge. Wie anders lässt sich erklären, dass Dr. Theo Zwanziger nach der Blamage in Schanghai tatsächlich verlautbaren lässt, dass die Mannschaft „Werbung für den Frauenfußball“ gemacht habe? Nein, so wirbt man keine neuen Fans sondern vergrault sich Sympathien.

    Angesichts der WM im eigenen Land müssen dringend Änderungen her. Wo ist die Deutsche Nationalmannschaft geblieben, die mit Spiellust, Spielwitz und Kreativität zu begeistern wusste? Der DFB kann aus einem schier überschäumenden Pool bestens ausgebildeter Talente schöpfen. Das Manko der Natio an einem Mangel von Ausnahmespielerinnen wie Meinert oder Wiegmann festzumachen halte ich für verfehlt. Viel ist es Aufgabe der Nationaltrainerin, die – technisch in den Bundesligavereinen bestens ausgebildeten Spielerinnen – taktisch so einzustellen und voranzubringen, dass in der Endsumme eine attraktiv und erfolgreich aufspielende Mannschaft auf dem Platz steht. Ganz offensichtlich ist Frau Neid dazu nicht in der Lage. Die Erfolg auf dem Papier, der Gewinn der WM, haben über vieles hinweggetäuscht. Brilliert hat unsere Natio schon 2007 bei der WM nur selten. Über die Darbietungen bei den Olympischen Spielen sollte man am besten den Schleier des Vergessens legen. Wobei – nein, sie sind DER Anlass überhaupt, endlich einmal darüber zu reden, was da schief läuft bei der Natio!! Diese Diskussion ist längst überfällig.

    Diese voreilige Narrenfreiheit bis 2013 bereitet mir und sicher auch vielen anderen Frauenfußballfans der deutschen Nationalmannschaft große Bauchschmerzen. Wenn dies so weitergeht wie die letzten drei Jahre unter Frau Neid, dann endet das 2011 (und vermutlich schon vorher) in einem riesigen Debakel. Sowohl was das Abschneiden betrifft als auch die spielerischen Darbietungen.

    Als Frauenfußballfan seit vielen vielen Jahren bin ich einfach nur zornig. Zornig darüber, was seit Frau Neid aus der einst so hervorragenden deutschen Frauenfußballnationalmannschaft geworden ist! Theo & Co, es ist Zeit, aufzuwachen!

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  • Max Diderot sagt:

    lilei, aus meinem reduzierten Blickwinkel kann ich Deinen Worten, „…technisch in den Bundesligavereinen bestens ausgebildeten Spielerinnen …“ nur vehement widersprechen. In der vergangenen Saison sah ich drei Erstligaspiele und ein Match eines Zweitligisten vor Ort. Mit meinen Töchtern besuchte ich das Länderspiel gegen England, und unsere Älteste spielt auch Fußball, wobei ich sie ab und an zum Training fahre und mir diese Übungseinheiten auch anschaue.

    Technisch, in der Ballführung und im kombinationssicheren Spiel, meine ich überall eklatante Mängel gesehen zu haben. Wenn Nationalspielerinnen nicht in der Lage sind, den Ball quasi blind zu führen, d.h. den Blick auch auf das Spielgeschehen richten, sind das im modernen Frauenfußball Defizite, die schnell zum Verlust des Spielgerätes führen. Daraus entwickelt sich dann auch jene Hektik, die bei vielen Matches im Frauenfußball erkennbar ist und von einigen Reportern euphemistisch als schnelles Spiel mit hohem Tempo definiert wird.

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  • Crackfly sagt:

    Mal ne Frage an Markus, oder die anderen Blogger hier: wenn ihr Frau Neid begegnet, könntet ihr ihr dann die Frage nach Conny Pohlers stellen? Das traut sich irgendwie keiner!

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  • Markus Juchem sagt:

    Hallo Crackfly, das können wir gerne machen. Ich habe das Thema Conny Pohlers mit Absicht ausgeklammert, weil es von Deutschland aus schwer zu beurteilen ist, warum sie nicht zum Einsatz gekommen ist. Alles andere wäre einfach nur Spekulation.

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  • ViolA sagt:

    dass es kein gutes turnier war ist wohl eigentlich jedem klar. ich wehre mich nur gegen solche sätze wie „Doch enttäuschender als die Niederlage selbst und der zerplatzte Traum von der Goldmedaille ist die Erkenntnis des gesamten Turniers, dass die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft auf der Weltbühne derzeit nicht mehr die erste Geige spielt.“ weil ich diese zeit einfach für natürlich abgelaufen empfinde. keine nation ist in der lage sich über jahre und jahrzehnte alleine an der spitze zu halten und alles abzuräumen was nur geht. das haben wir in der tenniswelt mit roger federer und rafael nadal gesehen. das war mit brasilien beim männerfußball so und das ist nun eben auch bei uns frauen so.
    schweden ist sicherlich kein herausragender gegner mehr und auch kaum mit brasilien zu vergleichen. der respekt vor ihnen erstrahlt eigentlich auch eher von vergangenen zeiten als sie sich einen großen namen im ff machen konnten. ähnliches ist meiner meinung nach übrigens von den usa zu sagen, auch wenn sie nun das finale erreicht haben. eine veränderung wird vielleicht die neue liga bringen. man wird sehen.
    natürlich haben wir das problem, dass unsere bundesliga vor allem von jungen und dadurch unerfahrenen spielerinnen geprägt ist, die natürlich auch das niveau relativ niedrig halten. das zu ändern geht aber nur durch clubs wie z.b. frankfurt die die möglichkeit bieten einen zweiten platz im uefa cup zu belegen und so internationale erfahrung zu sammeln die letztendlich der liga hier in deutschland wieder gut tut. natürlich könnte man nun auch ähnlich wie schweden agieren und ausländische spielerinnen nach deutschland holen um die liga zu stärken und interessanter zu gestalten. nur sollten wir dabei nicht ausser acht lassen, dass eben dies dazu führt, dass dann deutsche nachwuchsspielerinnen auf der bank schmoren, welche uns dann in der natio fehlen.
    ich wollte auch keinesfalls behaupten, dass die erfolge unserer u-natios eins zu eins auf die a-natio übertragen werden können. ich sehe aber dennoch hinweise darauf, dass wir durchaus eine sich positiv entwickelnde jugendförderung haben, die ohne frage noch weiter ausgebaut werden kann und muss um der konkurrenz international die brust zu bieten.

    was das erfolgshungrig angeht, so kann ich das nicht wirklich beurteilen. ich sage mal, wenn olympia den spielerinnen nicht so wichtig gewesen wäre wie es war, dann hätten sie kaum allesamt heulend auf dem rasen gesessen. gerade stege und birgit hat das ganze tief getroffen wie es scheint und auch von den anderen hat man immer wieder in interviews den eindruck gewinnen können, dass sie absolut auf gold drängen und alles andere keines blickes würdig war. nun kann man natürlich fragen ob dieses denken nicht auch ein stück weit von überheblichkeit zeugt. ich denke aber, dass es vielmehr ausdrückt wie wichtig ihnen dieser sieg war. zumal man ihnen den willen und die motivation auch nicht absprechen kann. gekämpft haben sie in allen spielen die ich gesehen habe bis zum schluss – es hat allein an der klasse (also kombinationsspiel, abstimmungen, etc) gefehlt.

    was die trainerin angeht so kann ich das ebenfalls nicht beurteilen. mir ist völlig unverständlich wieso conny keine einsatzzeit bekommen hat während anja mittag dann komplett durchspielen durfte. ich hab es begrüßt, dass mittag in die startformation aufgenommen wurde, aber sie hatte dann irgendwann einfach keine puste mehr gegen schweden und da wäre der zeitpunkt für conny einfach da gewesen. ähnlich sehe ich das auch bei simon die ich seit der wm einfach nicht mehr gut finde und die dennoch immer in der startformation steht – mit ausnahme des spiels gegen schweden (?) beim algarve cup wo silvia neid sie rausnahm damit sie zeit hätte zum überlegen wieso sie ihre leistung nicht abrufen kann. danach durfte sie dann wieder ran und durchspielen obwohl sie keinen deut besser war als vorher. wie gesagt hat simon ihre zukunft noch vor sich und solche erfahrungen jetzt tun ihr auch gut. nur muss man eben abwägen wie viele junge spielerinnen man einsetzen kann und muss und vor allem wer welche leistung bringen kann und wer es tut. kg hat mir das ganze turnier über nicht gefallen obwohl ich sie für eine großartige spielerin halte die auch eine sehr gute saison beim ffc und auch in der natio gespielt hat. seit dem spiel gegen norwegen war so wie bei den anderen auch bei ihr der wurm drin und dann gehört sie einfach auch ausgewechselt. das ist einfach so.
    ein problem mag sicherlich gewesen sein, dass wir eigentlich keine wirklichen möglichkeiten zum wechseln gehabt haben. das hatte auch nichts mit dem 18er kader zu tun sondern mit unserer allgemeinen mittelfeldschwäche zu tun wobei ich der überzeugung bin, dass isabell bachor eine echte verstärkung gewesen wäre in diesem zusammenhang. aber darüber zu spekulieren ist natürlich müßig.

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  • Markus Juchem sagt:

    ViolA, ich denke nicht, dass vor dem Turnier jemand erwartet hätte, dass Brasilien in einem Halbfinale Deutschland vier Tore einschenken und in allen Belangen dermaßen überlegen sein würde. Die DFB-Elf rennt der Musik gewaltig hinterher und man hat nur mit Glück die Vorrunde überstanden.

    Man hat sich eben gegen Brasilien nicht nur in ein paar Kontern blöd verhalten, sondern insgesamt Defizite, die es anzusprechen gilt. Wie Dr. Zwanziger zur Einschätzung kommt, die DFB-Elf habe im Turnier wieder Werbung für den Frauenfußball betrieben, weiß ich nicht.

    Es geht auch eben nicht darum, jedes Turnier zu gewinnen und es war klar, dass es einmal Rückschläge geben wird. Doch die Art und Weise, wie man damit umgeht, wird großen Einfluss auf die weitere Entwicklung nehmen.

    Zur Wechselpolitik lässt sich nur wenig sagen, weil einem die Erkenntnisse von vor Ort fehlen. Am TV und aus der Ferne bekommt man ja nur einen Bruchteil dessen mit, was in die Entscheidungsfindung einfließt. Deswegen wäre es vermessen, Frau Neid hier blindlings Fehler zu unterstellen, ohne die Hintergründe zu kennen.

    Interessant war auch, was Ariane Hingst anlässlich des Länderspiels im Kassel gegen Wales sagte. Ihr war damals schon vollkommen klar, dass sie zum 18er-Kader gehören würde. http://www.womensoccer.de/2008/05/30/ariane-hingst-die-schwedische-liga-gefaellt-mir-wesentlich-besser/

    Deswegen gebe ich Dir vollkommen Recht, wenn Du sagst, dass man auch vor großen Namen nicht Halt machen sollte.

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  • ViolA sagt:

    nein erwartet hat das sicherlich niemand. weder die kritiker noch die brasilienfans. mich hat der sieg brasiliens nicht gewundert und das hätte er auch im letzten jahr bei der wm nicht. trotzdem sehe ich die brasilianerinnen allgemein nicht als so stark an, dass von vorne herein klar wäre, dass sie alle partien gegen uns gewinnen. vielmehr rechne ich bei einer solchen partie – wie wohl die meisten – mit einem knappen ergebnis.
    dass das ergebnis nun so klar ausfiel ist wiederrum auch keine überraschung und auch wenn ich der meinung bin, dass das spiel anders ausgegangen wäre, wenn wir 2:0 geführt hätten, so sage ich nicht, dass wir deswegen dann zwangsläufig gewonnen hätten.

    auch bei der vorrunde stimme ich dir zu. genauso wie ich auch schon sagte, dass die leistung allgemein nicht überzeugen konnte. nichts desto trotz erkenne ich den kampfgeist und die motivation an. die mädels sind nicht selten extrem weite wege gegangen um ihre spielerischen defizite einigermaßen ausgleichen zu können was letztendlich natürlich nie funktionieren kann.

    auch glaube ich, dass die defizite allgemein bekannt sind und das ist nicht erst seit olympia so. ich bin nicht der meinung, dass man das nun mehrfach extra betonen muss, verstehe im gegenzug aber auch silvia neids aussage (oder ähnliche) nicht, die das problem heruntersspielen wollen.

    für mich waren im vorfeld zwei spielerinnen gesetzt – natze und birgit. natze weil uschi einfach nicht die erfahrung hat und ansonsten eine herausragende torfrau ist, wie sie ja auch mehrfach nun bewiesen hat. und birgit weil ohne sie vorne einfach gar nichts läuft und sie oft allein durch ihre anwesenheit ein wichtiger faktor im spiel sein kann. leider weiß der rest das oft nicht zu nutzen (z.b. anja mittag im eins gegen eins gestern).
    natürlich hätte ich ari auch mitgenommen, auch wenn sie mich nur halb überzeugt hat bei olympia. was ihre aussage angeht sehe ich da keinen direkten zusammenhang zu olympia. für mich versteht sich das eher als allgemeine aussage für die zukunft in der sie sich nach bis dato durchaus konstant guten spielen und viel lob sicherlich zu recht hat spielen sehen können – unter der vorraussetzung natürlich dass sie fit und gesund bleibt. daran ist meiner meinung nach nichts zu deuteln.
    und wen sie mit den fixen positionen meinte ist sicherlich schwierig festzumachen. letztendlich wären das nur spekulationen. sie kann genauso gut auf natze und uschi angespielt haben.

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  • thoddey sagt:

    Ich gebe ja nicht viel auf die Bild. Aber hier haben sie die richtigen Worte gefunden.

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  • Markus Juchem sagt:

    Tja, und so sieht dann die sachliche Auseinandersetzung mit der Turnierleistung aus:

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  • Ralf sagt:

    Also, träum‘ ich jetzt nur – oder bin ich wirklich im falschen Film?

    Wie kann die DFB-Vizepräsidentin denn diese Turnierleistung derart schönfaseln?

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  • Brandy74 sagt:

    @ja,die Überschrift in der Bild war sehr treffend….

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  • thoddey sagt:

    Der Anfang klingt schon gut:

    „Dennoch weiß die DFB-Vizepräsidentin und Delegationsleiterin der DFB-Auswahl in China die Leistung sachlich und nüchtern einzuschätzen.“

    „Es war uns von vornherein klar, dass wir in Brasilien auf eine sehr starke Mannschaft treffen. Nicht von ungefähr standen die Brasilianerinnen im vergangenen Jahr im WM-Finale. Und auch im ersten Gruppen-Spiel hier bei den Olympischen Spielen haben sie gegen uns eine starke Leistung gezeigt.“

    -Genau, wenn man wusste, wie stark Brasilien einzuschätzen ist, hätte man sich vielleicht im Vorfeld besser vorbereiten müssen, oder zumindest während des Spiel anerkennen müssen, das man schlicht überfordert ist.

    „Wir stehen unter den besten vier Teams eines Turniers, das absolut hochkarätig besetzt ist. Wir sind die beste europäische Mannschaft.“

    -So pauschal immer schlecht zu sagen, wir sind schließlich auch Weltmeister und haben es trotzdem nicht zu Gold gebracht.

    „Und das alles muss man auch vor dem Hintergrund der enorm hohen Belastung sehen – angefangen bei den klimatischen Bedingungen bis hin zu den Reisestrapazen.“

    -Hatten diese Probleme nicht alle Mannschaften? Oder sind Brasilien und die USA immun dagegen?

    Unsere lokale Tageszeitung hat es heute im Üblichen tatsächlich sachlich und nüchtern formuliert:

    „Silvia Neid guckte regungslos zu, wie ihre Mannschaft von Brasilien vorgeführt wurde.“

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  • Crackfly sagt:

    @Markus:
    Mir ist klar, dass du das Thema Conny Pohlers ausgeklammert hast, nur interessieren wohl nicht nur mich die Gründe, warum man eine Conny Pohlers mitnimmt, sie aber nicht zum Einsatz kommen lässt, wo man doch offensichtlich ein Torjäger-Problem hatte! Vielleicht gibt es hierfür ja auch ganz erklärliche Gründe.

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  • Brandy74 sagt:

    Ich hoffe,dass nach Olympia nicht nur Lingor aufhört,sondern auch die ganze andere alte Garde…. Im Gegensatz zu einigen anderen sehe ich die Zukunft auch nicht schwarz. Ich gucke ja immer in Duisburg und Essen und so schlecht ist das nicht. In Duisburg sieht man häufig ein tolles Kurzpassspiel, wie es die „Alten “ leider damals nicht gelernt haben und auch in Essen sind die ganzen Us auf einem guten Weg. Klar,international würde da noch die Erfahrung fehlen,aber bis zur WM sollte das zu schaffen sein und die U-Teams sind ja auch sehr erfolgreich und es sollten einige den Sprung in die Natio schaffen…

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  • manu sagt:

    selbst wenn die neid persönliche differenzen mit conny pohlers hätte, würde sie dies wohl kaum zugeben! dann müssen wieder andere ausreden herhalten…!
    Sie kann ja nicht mal nach einem verlorenden Spiel der Realitität ins Auge blicken und die Wahrheit sagen!

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  • thoddey sagt:

    Keiner weiß ob es nun wirklich persönliche Differenzen sind, aber es ist schwer nachzuvollziehen was es sonst sein sollte. In meinen Augen total unverständlich, wie sich erwachsene Menschen dann so verhalten können, und persönliche Querelen auf Kosten einer Mannschaft austragen.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass so ein Verhalten sich positiv auf das Mannschaftsklima auswirkt, die anderen Spielerinnen bekommen das doch auch mit, wenn bestimmte Personen konsequent auf der Bank sitzen gelassen werden, oder erst gar nicht mit in den Olympiakader aufgenommen werden.

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  • Max Diderot sagt:

    Das muss ja die wahrste Berg- und Talfahrt für den brasilianischen Fußball sein. Kaum sind die Sambaklänge ob des Erfolges der seleção feminina verklungen, erhalten die Männer im olympischen Halbfinale derart eins auf die Mütze. 0:3 – und das ausgerechnet gegen ihren fußballerischen Erzfeind Argentinien. Da ist Fado angesagt.

    Dass Frau Ratzeburg die Barbie in der Riege ihrer männlichen Funktionärskollegen zu sein scheint, ließ sich doch schon länger vermuten. Mir sind keine wegweisenden Vorschläge ihrerseits bekannt, die die Malaise der Fußballbundesliga beim Namen benennen und gegebenenfalls auch konzeptionelle Ideen für den Frauenfußball in Deutschland einflechten, die dieses Manko eventuell beheben würden. Leider.

    ViolA, sicher werden die DFB-Damen nicht abstürzen. Und dies ist vermutlich die größte Grausamkeit. Nominell werden sie in der FIFA-Rangliste ein oder zwei Plätze verlieren. Größer scheint mir aber der Vertrauensverlust dort zu sein, so wie es David gestern beschrieb, wo Interesse am Frauenfußball und Hoffnung darin bestand, dass die Damen einen technisch ziselierten Ball pflegen. Dieser ästhetisch-kämpferische Anspruch scheint sich mit den überwiegenden Darbietungen in China in einer Art fußballerischem Bermuda-Dreieck verflüchtigt zu haben. Hinzu gesellt sich noch die Kommunikationspolitik des DFB, die den Weihnachtsmann auch als Osterhasen verkaufen will.

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  • thoddey sagt:

    @Max mir fällt gerade etwas ein zu einem vorangegangenen Satz von dir.

    „ dass gestandene Nationalspielerinnen es technisch nicht vermögen, den Ball zu führen und zu passen ohne den Kopf zu heben“

    Das fällt in der Tat immer wieder auf. Wer da allerdings auf einem guten Weg ist, ist meiner Meinung nach vor allem Bajramaj. Sehr oft kann man beobachten, wie sie den Ball mit erhobenen Kopf dribbelt, und den Gegner beobachtet, wenn auch leider noch nicht so erfolgreich, aber genau solche Spielerinnen mit Spielwitz sollte man endlich anfangen zu fördern.

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  • Sonja sagt:

    Ich denke, es ist schwer nach einem Erfolg wie dem Gewinn der WM im letzten Jahr, wieder die Kurve zu kriegen, sich neu zu motivieren und hart zu arbeiten. Gerade die Deutlichkeit der Niederlage sollte Anlaß dazu geben, sich nicht auf den vergangen Erfolgen auszuruhen und Dinge zum Positiven zu verändern.

    Auf der anderen Seite kann man im Fußball nicht immer gewinnen und zu Null spielen. Bittere Niederlagen gehören dazu. Wäre Deutschland gleichzeitig Europa-, Welt- und Olympiasieger gewesen, dann könnte es bei der WM 2011 nur noch Berg ab gehen.

    Dass Frau Neid direkt nach der Klatsche nicht zu einer objektiven Analyse fähig ist, kann ich fast schon nachvollziehen. Das ist schon anderen Trainern passiert. Ihre Arbeit sollte sie trotzdem hinterfragen (Pohlers!).

    Ich wünsche der Mannschaft auf jeden Fall trotzdem alles Gute für das Spiel um Platz 3!

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  • Bernhard sagt:

    Schröder siehts so:

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  • Max Diderot sagt:

    Mich drängt ein Frage. Ist jemandem bekannt, wie der Betreuerstab der DFB-Frauen bei der Olympiade 2008 ausschaut? Gibt es einen ähnlich starken personellen Aufwand wie bei den Männern jüngst bei der EM? Ist mentale Unterstützung in professioneller Form (Psychologe) präsent und erhalten die Damen auch ein separat-individualisiertes Coaching für die Physis? Ich finde keine Hinweise darauf.

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  • ViolA sagt:

    ich weiß nur, dass der betreuerstab von der wm zu olympia verkleinert worden ist. ich weiß noch, dass ich mich darüber gewundert hatte. soweit ich weiß ist z.b. nur eine physio dabei. von psychologen weiß ich nichts.

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  • ViolA sagt:

    „…und erhalten die Damen auch ein separat-individualisiertes Coaching für die Physis?“

    dazu fällt mir gerade ein, dass ich gelesen habe, dass silvia neid das training nahezu völlig heruntergefahren hatte und für die spielerinnen ein individuelles regenerationsprogramm erstellt hat (sauna, schwimmen, etc).

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  • ViolA sagt:

    ein interessantes video:

    in dem widerlegt kerstin stegemann die vermutungen, die mannschaft wäre nicht heiß auf gold gewesen, was ich mir schlichtweg auch nicht anders vorgestellt habe.
    ich denke die problematik besteht auch nicht darin, dass die spielerinnen auf den ball gucken wenn sie drippeln und passen sondern einfach darin, dass sie eigentlich nie in der lage waren das zu zeigen was sie können.
    ich habe schon mehrfach gesagt, dass das mittelfeld unser zentrales problem ist und das konnten wir in der vergangenheit vor allem durch die flügel ausgleichen. jedesmal wenn es durch die mitte gehen sollte hatten wir probleme. da nun aber vor allem kg praktisch weggefallen ist weil sie einfach völlig neben sich stand, fehlte eine bindung in den sturm. und da trat wiederholt das problem auf, dass mittag und birgit keine lange spielerfahrung miteinander haben, so dass pässe von birgit ins nirvana liefen, weil anja bereits woanders war. da wäre conny sicherlich der bessere part gewesen vorne.
    dass unsere spielerinnen individuell nicht so technisch versiert sind wie die brasilianerinnen wußten wir ja vorher schon. das ist auch wohl kaum eine andere nation. deswegen müssen wir denen aber nun nicht nacheifern, sondern viel mehr unseren eigenen weg finden der eben durch das kollektiv besticht, welches wir aber das ganze turnier über nicht auf die reihe gebracht haben. woran das letztendlich aber gelegen hat kann wohl kaum einer sagen.

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  • Rainer sagt:

    Sicher wollte die Mannschaft Gold. Aber die Erfolge der letzten Jahre hatte man dennoch im Gepäck.

    Brasilien dagegen und Marta besonders waren dermaßen heiß, den Gegner zu besiegen, den sie mit einem Quentchen Glück bereits im WM-Finale hätten schlagen müssen. Ich erinnere an Martas schlechten Elfer, den Nadine Angerer toll hielt und Danielas Pfostenkracher. Wenn Brasilien ausgeglichen hätte, wären auch damals schon alle Dämme gebrochen. Beweisen kann ich das natürlich nicht.

    Markus hat aber Recht, wenn er schreibt (übrigens eine brillante Analyse von dir!), dass es während und nach der WM tabu war, herumzumäkeln, dass aber einige Spiele bei der WM durchaus glücklich gewonnen wurden. Die vermeintliche Überlegenheit, die sich besonders dadurch ausdrückte, den Titel zu 0 gewonnen zu haben, gab es gar nicht.

    Ich sehe für den deutschen FF dennoch nicht schwarz. Wichtig jetzt, dass einige ältere Spielerinnen, so bitter das ist, allmählich Platz machen für den Nachwuchs. Mehr technische Ausbildung wird auch im Männerfußball seit mehr als 30 Jahren gefordert, aber deutscher Fußball hatte weder bei Männern wie Frauen selten etwas mit Samba zu tun, den tanzt Cristiane viel authentischer. Fußball wird ijn Deutschland meist gearbeitet und das ist auch ehrenwert, was nicht heißt, dass wir was gegen eine deutsche Marta hätten.

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  • Max Diderot sagt:

    ViolA, jedes Deiner Argumente ist für mich, der sich nicht unbedingt als profunder Kenner des Frauenfußballs bezeichnen würde, nachvollziehbar. Und trotzdem besteht in der Gesamtheit der Argumentationskette ein Manko. Ich denke, man muss wegkommen von der Betonung einer Spielerin XY. Das mag in einem Team wie dem der Brasilianerinnen (und vermutlich auch afrikanischen Mannschaften), ob deren starken individualistischen Einfluss prägnant sein. Die überwiegende Zahl der europäischen Mannschaften betont dagegen das Kollektiv. Wobei natürlich auch das überdurchschnittliche Engagement einer einzelnen Spielerin gefragt ist sowie die taktische Raffinesse. Beides vermisste ich in der Gesamtheit der Darbietungen der DFB-Frauen. Und bei knapp 1 Million Fußball spielenden Damen in unserem Land, sollte es doch möglich sein, nicht nur verzagt auf die Leistung von 11-14 Auserkorenen zu blicken, als mehr darauf zu hoffen, dass es keine utopische Annahme bleibt, eine annähernde Qualität von 20-25 Fußballerinnen zu bekommen.

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  • ViolA sagt:

    ich wollte das ganze gar nicht an einer spielerin festmachen, sondern habe vielmehr ein paar beispiele herausgezogen. ich könnte natürlich noch auf simon und idgie eingehen oder auf mel oder die innenverteidigung,… beispiele gibt es viele.
    mir geht es ähnlich wie dir. ich habe die individuelle klasse der spielerinnen größten teils vermisst und dennoch wage ich zu behauptet dass es nicht an der grundsätzlichen unfähigkeit der spielerinnen lag. immerhin wissen wir, dass sie den ball auch ganz ander beherrschen. aber genau das meine ich immer wieder bei verschiedenen beiträgen und kritiken herauszulesen.
    mich stört dabei ein bisschen, dass die kritik nur dann laut wird, wenn es schlecht läuft und ansonsten lobeshymnen gesungen werden.

    natürlich haben wir die wm glücklich gewonnen, wenn gleich wir sicherlich auch nicht zu den schlechteren teams gehört haben und durchaus auch verdient weit gekommen sind. dennoch würde ich mir manchmal mehr konstruktive kritik an der leistung unserer mannschaft wünschen und weniger die übliche hau-drauf- und alles-ist-schlecht-kritik lesen weswegen ich mich hier auch zu wort gemeldet habe. es gibt eben nicht nur schwarz und weiß – auch wenn olli pocher dass anders formuliert hat 😉

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  • Conny68 sagt:

    @Viola
    Im Gegensatz zu vielen anderen Foren – gerade die es im Männerfußball gibt, ist die Qualität dieses Forums herauszuheben. Hier geht es eben bei den meisten Beiträgen nicht um „hau-drauf und alles ist schlecht-kritik“ sondern ich lese viele gute und nachdenkliche Beiträge die sachliche Problemanzeigen beinhalten und konstruktive Lösungsvorschlägen anbieten.

    Diese Diskussion ist hochinteressant, weil es hier viele Kenner der Frauenfußballszene gibt und es sich um Fans handelt, die über Jahre die erfolgreiche Zeit des Frauenfußballs begleitet haben. Natürlich haben wir gerne gejubelt – es gab ja auch jeden Grund dazu. Und natürlich ließen uns die Erfolge jubeln, aber es war vor allem die Art und Weise, wie diese Erfolge erreicht wurden.

    Wenn wir jetzt über den Frauenfußball diskutieren, dann nicht, weil es evtl. nur zu Bronze reicht, sondern weil der „Frauenfußball in Deutschland“ an sich arbeiten muss, um den erfolgreichen Weg weiter bestreiten zu können. Ich denke, viele von uns haben einfach die Befürchtung, dass die Verantwortlichen sich weiterhin „alle so lieb haben“ und es keine kritische Betrachtung über die Leistungen der letzten Zeit gibt.

    Das wäre aber der größte Fehler, denn nur wer sich hinterfragt, Fehler eingestehtt, sich auf neue Dinge einläßt, wird sich auch weiterentwickeln.

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  • helena sagt:

    Während der Vorrundenspiele war ich noch sehr optimistisch, was unsere Natio betrifft, denn sie haben sich immer gesteigert; nach der Leistung gegen Schweden war ich konsterniert – die Leistung gegen Brasilien hat mich erschreckt.
    Nicht weil man verloren hat, sondern wie man verloren hat bzw. kampflos aufgegeben hat. Auch wenn bereits bei der WM nicht alles im Goldenen war, so war man sowohl physisch als auch psychisch deutlich stärker und präsenter. Und ich frage mich, woran es gelegen haben kann. Nur vier Lehrgänge anstelle von sieben sind für mich keine ausreichende Erklärung, zumal der Leistungstest ja angeblich ausgezeichnete Werte brachte. Ebenso lasse ich die Erklärung, man sei nicht so gut aufeinander eingespielt nicht gelten, denn die wenigsten Spielerinnen waren neu dabei. Man kennt sich also (d.h. nicht, dass ich nicht lieber CP anstelle von AM gesehen hätte, aber das ist hier ja Konsens).
    Das erschreckenste aber war, dass es offensichtlich nicht eine einzige Spielerin gab, die sich nach dem 2:1 wirklich intensivst gegen die drohende Niederlage stemmte und die anderen anfeuerte. Normalerweise kam so etwas von Birgit, aber auch sie war ein Totalausfall und nicht nur wegen der verschenkten Tore gegen Schweden (und ich bin wirklich ein BP-Fan).
    Wenn ich an die WM denke, denke ich auch an Bilder wie Annike Krahn in bester „Olli-Kahn-Manie“ (und das meine ich jetzt als Kompliment) ihre Mitspielerinnen zur Räson schrie und auch mal einer Gegenerin den Schneid allein durch die Mimik/Gestik abkaufte… Und da gibt es für ausnahmslos jede Spielerin Beispiele.
    Ich bin mir sicher, dass alle Mädels Gold wollten – vielleicht zu sehr?
    Dass alle Mädels gute, ja vielleicht sogar sehr gute Spielerinnen sind (ich persönlich ziehe den etwas strategischeren und kämpferischen europäischen Fußball dem südamerikanischen Zauberfußball vor, aber das ist Geschmackssache).
    Irgendeinen Grund für den kompletten Ausfall derjenigen Eigenschaften, die die deutsche Natio sonst immer ausgezeichnet hat, muß es geben – und ich kann nur hoffen, dass SN und alle anderen Trainer, Betreuer und auch der DFB-Chef jetzt die richtigen Fragen stellen werden.

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  • Max Diderot sagt:

    Heute las ich in der Süddeutschen einen kleinen Artikel, der mich stutzig machte. Ein gewisser Rickard Olsson, wenn ich es richtig verstanden habe, eine Art Harald Schmid Schwedens, mokierte sich in seiner montäglichen Sendung über die Niederlage der deutschen Fußballerinnen gegen Brasilien und assoziierte mit Hitler. Bekomme ich da etwas in den falschen Hals oder schwappen die englischen Yellow-Press-Gene auch auf das skandinavische Hoheitsgebiet?
    Hier ist der Link zur Auswahl von zwei diesbezüglichen Artikeln:

    Conny68, genau diese Gefahr, dieses Katjes umnebelte Wohlfühlimage, dieses föderale tust-du-mir-nichts-tu-ich-dir-auch-nichts-Gehabe, ist eine große Krux im deutschen Sport. Obwohl so viele finanzielle Mittel investiert werden, wird der Ertrag immer magerer. Eben solches gilt natürlich auch für den Frauenfußball, dass sich nicht subkutan das süße Gift der Bräsigkeit einschleicht, sonst müssen wir am Ende möglicherweise alle Fans der Dressurreiter werden.

    helena, wenn diese Leistungstests vorgenommen worden sind, weshalb hieß es denn schon nach der ersten Partie, dass Frau Behringer die klimatischen Bedingungen nicht zu behagen schienen. Und im Verlauf des Turniers wurde noch der Name von Simone Laudehr genannt. Ist denn wissentlich dieser mögliche Hinweis ignoriert worden oder hat man es im DFB-Stab verabsäumt, sich, gegebenenfalls auch mittels Wikipedia, über die meteorologischen Bedingungen an den chinesischen Spielorten zu informieren?

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  • thoddey sagt:

    Conny Pohlers hat sich mittlerweile zu ihrem Nichteinsatz geäußert.

    Ihr Fazit gezogen hat bereits Conny Pohlers. Und die Frankfurterin, die bisher nicht zum Einsatz kam, hält mit ihrer Unzufriedenheit nicht hinter dem Berg: „Dass ich hier nicht zum Einsatz komme, gibt mir ein trauriges Gefühl. Ich bin Stürmerin und will Tore schießen. Der Frust ist groß, ich will nur nach Hause“, sagte die Angreiferin. Harmonie vor dem letzten Auftritt in China sieht auf jeden Fall anders aus.

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  • Manne sagt:

    Würde mich freuen, wenn die Conny demnächst noch ein wenig mehr dazu sagen würde …. Dann könnte man sich ein besseres Bild machen.

    Denn bei allen Differenzen in der Einschätzung und Bewertung der Leistung und der Kommentierung hat sich wohl der EINE Punkt herauskristallisiert, dass als gemeinsamer Nenner vor allem der Nicht-Einsatz von Conny für alle unverständlich war und ist. Mit einer gewissen Zurückhaltung natürlich, solange nicht alle Fakten bekannt sind.

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  • Crackfly sagt:

    Ich könnte mir vorstellen, dass genau diese Aussage, die sie womöglich auch intern getätigt hatte, ihr zum Verhängnis wurde.

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  • jayden sagt:

    Simone Laudehr war laut Fitnesstests (die in Deutschland gemacht wurden) sehr fit!

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  • lilei sagt:

    >> Ich könnte mir vorstellen, dass genau diese Aussage, die sie womöglich auch intern getätigt hatte, ihr zum Verhängnis wurde.

    So siehts woh aus. Conny Pohlers wurde nach dem zweiten Gruppenspiel in der Presse als „unzufrieden mit der Reservistenrolle“ benannt und sinngemäß zitiert „… Ich bin wieder fit. Jetzt möchte ich auch spielen. …“

    Jeder der Frau Neids Verhaltensweise kennt weiß, dass sich Conny damit selbst aus dem Kader katapultiert hat. Öffentlich eine nicht stromgemäße und wie hier schon so schön bezeichnete „wische-waschi-weichgespülte-wir-haben-uns-alle-lieb-und-alles-ist-toll“ Meinung zu äußern kommt bei Frau Neid gar nicht gut und wird dementsprechend bestraft. Es ist das gleiche Spiel wie bei Inka Grings…

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