Lingor auf dem Sprung nach Olympia

Von am 10. Juli 2008 – 10.50 Uhr 12 Kommentare

Eine Teilnahme von Deutschlands Mittelfeldspielerin Renate Lingor am olympischen Frauenfußball-Turnier wird immer wahrscheinlicher. „Ich bin von der Bewegung zwar noch ein bisschen eingeschränkt, habe aber seit Beginn der Olympia-Vorbereitung das volle Programm mitmachen können“, so die 32-Jährige.

Im Interview mit DFB.de erklärt sie, dass sie schon wieder ganz gut in Schuss ist. „Ich habe das Gefühl, dass ich konditionell sogar auf einem sehr guten Stand bin.“ Die umfangreiche Reha-Arbeit im PROREHA-Therapiezentrum des Maingau-Krankenhauses in Frankfurt und die Betreuung durch Ralf Arlinghaus scheinen also Früchte zu tragen. „Abends ist er mit mir sogar noch auf den Platz gegangen, um fußballspezifische Dinge zu trainieren. Das hat mir natürlich sehr geholfen.“

Sich langsam herankämpfen
Vor allem Eins-gegen-Eins-Situationen bereiteten Lingor zunächst noch Sorgen. „Davor war mir schon etwas mulmig zu Mute. Aber das klappt alles. Ich bin sehr zufrieden.“ Von Training zu Training und mit jeder einzelnen Einheit will sie sich ein Stück näher herankämpfen an ihren großen Traum, mit Olympischen Gold ihre Karriere zu krönen. „Natürlich will ich unbedingt mit, weil es das letzte Turnier in meiner Karriere wäre. Durch die Verletzung konnte ich meine Laufbahn im Verein schon nicht richtig beenden.“

Gerne würde sie bereits im Länderspiel gegen England am 17. Juli in Unterhaching zum Einsatz kommen. „Es wäre mein letztes Spiel vor heimischem Publikum. Ehrlich gesagt, denke ich da noch gar nicht dran. Ich versuche, in jedem Training Gas zu geben, zu zeigen, dass ich mich für einen Platz im Olympia-Kader anbiete. Wenn mir das nicht gelingt, könnte mein Traum platzen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • Crackfly sagt:

    *kopfschüttel*

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  • Svenja sagt:

    Crackfly, was für eine gehaltvolle Aussage 😉
    Da nicke ich doch mal zustimmend

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  • Steffen sagt:

    Wenn sie fit ist, dann sollte sie auch bei Olympia spielen.

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  • oliist sagt:

    Lassen wir uns überraschen.
    Falls Lingor gegen England zum Einsatz kommt & ein wirklich gutes Spiel abliefert,habe ich kein Problem mit einer eventuellen Nominierung.
    Zugegebenermaßen glaube ich daran allerdings nicht wirklich.
    Warten wir also einfach mal den kommenden Donnerstag ab,insofern Silvia Neid unmittelbar danach eine nicht nachvollziehbare Entscheidung trifft,bleibt dann immer noch genügend Zeit,um mit dem Kopf zu schütteln. 🙂

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  • Katha sagt:

    Renate Lingor war ein wichtiger Faktor bei der WM 2007.
    Allerdings finde ich das Celia von Bad Neuenahr nach ihrer Verletzung auch mal beweisen kann wie wichtig sie für den deutschen Frauenfußball ist. Eine doppel 6 mit Laudehr und Bresonik kann ich mir auch gut vorstellen. Wir sind zum Glück nicht so sehr auf Renate angewiesen. Gute Ecken und Freistöße können auch andere Spielerinnen schießen.

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  • Detlef sagt:

    Meiner Meinung nach, hat Renate Lingor die Zeichen der Zeit, und vor allem die ihres Körpers noch immer nicht richtig verstanden!!!
    Sie hätte doch in Würde, und als Doppel-Weltmeisterin sehr zufrieden abdanken können. OK, sie wollte es noch einmal wissen, dass zeigt ihr Engagement, und ihren Ehrgeiz. Aber es ist schon sehr, sehr lange her, dass sie ein „wichtiger Faktor“ war. 2007, war sicher nicht ihre WM!!! Da haben andere Spielerinnen ihren Stempel viel deutlicher aufdrücken können!!!

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  • Conny68 sagt:

    Die Wichtigkeit mancher Spielerinnen und Spieler erkennt man erst dann, wenn sie eben nicht dabei sind. Renate Lingor ist aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer individuellen Klasse immer für einen „Geniestreich“ gut, der letztlich den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage machen kann. Vielleicht ist es ein Risko, sie mitzunehmen – aber vielleicht ein noch größeres, sie zuhause zu lassen.
    Silvia Neid und ihr Team werden sich diese Entscheidung gut überlegen – denn es geht nicht um die Person Renate Lingor, der jeder FF-Fan wohl zum Abschluß ihrer Karriere die Olympiateilnahme gönnen würde – sondern ob Renate Lingor in ihrer Rolle als Spielgestalterin der Mannschaft weiterhelfen kann.

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  • Anni sagt:

    Ich bleibe dabei, Renate wird das packen!!!!!!! Und ich denke, es ist ganz sicher kein Fehler sie mitzunehmen. Für einen Stammplatz wird es sehr eng, aber als Ergänzungsspielerin ist sie allemal top.
    Warten wir`s ab, wie sich Frau Neid entscheidet. Aber da ich es Idgie von Herzen gönne und an sie glaube, MUSS sie einfach mit!

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  • Wernerson sagt:

    Durch ihre Verletzung hat sie sich individuell vorbereiten können und wird körperlich fit sein, während andere Spielerinnen, gerade die vom FFC, eine lange Saison hinter sich haben.
    Eines ist klar, Idgie wird nicht nur als Maskottchen mitfahren. Wenn sie nominiert wird, dann ist Silvia Neid auch von ihr überzeugt und dann wird sie auch in der Startelf stehen. Sie hat bei jedem Turnier ihre Tore gemacht und das wird sie auch bei Olympia 2008, da bin ich mir ganz sicher. Idgie, ge aldrig upp!

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  • Idgie-Jonsi-Fan sagt:

    @Conny68 / @Wernerson: Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen!!

    Und an die beste Nr. 10 aller Zeiten (Idgie): Viel Glück und alles Gute! 🙂

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  • Harald sagt:

    Wir werden ja sehen, was passiert, wenn die Engländerinnen ihr kampfbetontes Spiel aufziehen. Denn darauf hoffe ich, daß es kein laues Spiel geben wird. Dann zeigt es sich, wie weit es mit ihrer „Bewegungseinschränkung“ ist…

    Und für alle Idgie-Anbeter und Ikonen-Fans: Stellt schon mal ne Kerze auf den Altar.

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  • oliist sagt:

    Lingor ist bereits vor dem morgigen Duell für die olympischen Spiele nominiert.
    Siehe offizielle DFB Seite.

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