„Kick for Boboyo“ – Kölner Kick für guten Zweck

Von am 28. Mai 2008 – 12.59 Uhr

Siegerehrung 2007„Kick for Boboyo“ heißt ein Benefizturnier, das am kommenden Sonntag, 1. Juni, ab 10.00 Uhr auf dem Vorplatz (westlicher Teil) des RheinEnergieStadions in Köln-Müngersdorf ausgetragen wird. 46 Teams, 24 E-und D-Mannschaften sowie 22 C-Juniorinnenteams, aus und um Köln werden im Schweizer System gegeneinander antreten.

Die gemeinsame Veranstaltung von FFC Brauweiler, SV Viktoria Thorr und ident.africa e.V. verfolgt ein doppeltes Ziel: Sie will den Spaß am Mädchenfußball fördern und zugleich wertvolle Hilfe für Kamerun leisten. Schirmherrin ist Heike Henkel, frühere Olympiasiegerin im Hochsprung.

In weiten Teilen Afrikas verhindert immer noch Armut den uneingeschränkten Zugang zu Bildung. Daher hat sich das Team des 2004 gegründeten Vereins ident.africa für 2008/2009 vorgenommen, die richtigen Rahmenbedingungen für 180 SchülerInnen im kamerunischen Dorf Boboyo zu schaffen und gezielt Spendengelder einzusetzen.

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Hilfe zur Selbsthilfe
Die meisten der 8.500 Dorfbewohner sind Analphabeten und können es sich nicht einmal leisten, ihre Kinder in die Schule zur schicken. Es gibt weder fließendes Wasser noch Strom. Die Kinder sollen zu Beginn des nächsten Schuljahres mit Schulmaterial (Schulranzen gefüllt mit Büchern, Heften, Mäppchen, Stiften, Schiefertafeln, Kreiden) ausgestattet werden, damit sie aktiv am Unterricht teilnehmen können. Zudem werden Lehrmittel und Einrichtungsgegenstände sowie ein Teil der Lehrergehälter finanziert.

[youtube wi6tD1HUAdI „Kick for Boboyo 2007“]

„Ich bin als Vorsitzender des Vereins nicht nur dafür zuständig, dass das Geld vor Ort ankommt, sondern ich habe gegenüber den Spendern und Unterstützern auch die Verpflichtung, dass wir mit diesen Spenden sinnvoll Projekte unterstützen“, erklärt Fred-Eric Essam, Gründer von ident.africa.

Brücke der Verständigung
Zur sinnvollen Gestaltung der Freizeit der Mädchen werden darüber hinaus die Mädchenfußball-Mannschaften in Boboyo unterstützt; in diesem Jahr werden Fußballschuhe, Schienbeinschoner, Stutzen und Bälle gesammelt.

„Wir schaffen mit dem Turnier eine positive Öffentlichkeit für den Mädchen- und Frauenfußball in der Region und bauen zugleich eine Brücke der Verständigung nach Kamerun“, erklärt Henkel Zielsetzung und Motivation.

Die Zuschauer erfreuten sich im Vorjahr am BenefizturnierSpaß im Vordergrund
Neben den Spielen bieten die Veranstalter auch ein umfangreiches Rahmenprogramm, das von einer Tombola über Torwandschießen, Kindertanzgruppen, Kinderschminken, Hüpfburg und Spielmobil bis hin zu Percussion-Musik reicht.

Für das leibliche Wohl aller Teilnehmer und Besucher wird gesorgt und auch die Wettervorhersage ist verheißungsvoll. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Kaffee, Getränken, Kuchen, Würstchen und Losen kommen direkt und sofort dem Projekt zugute.

Doch nicht Geld, sondern der Spaß am Kick steht im Vordergrund der Veranstaltung. Im Vorjahr nahmen 12 Mannschaften beim Debüt-Turnier teil. Der Erfolg war überwältigend, mehrere Hundert Besucher verlebten einen unvergesslichen Nachmittag. Und das wird diesmal nicht anders sein mit noch mehr Mannschaften und noch mehr Zuschauern.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.