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Stimmen zum Karriereende Silke Rottenbergs

Von am 27. Mai 2008 – 13.37 Uhr

In Torhüterin Silke Rottenberg beendet einer der erfolgreichsten deutschen Frauenfußballerinnen ihrer langjährige Karriere in der Nationalmannschaft. Womensoccer.de hat die Stimmen zum Abschied Rottenbergs aufgezeichnet.

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Stimmen zum Rücktritt Silke Rottenbergs

Dr. Theo Zwanziger (DFB-Präsident): „Ich wünsche ihr für die Zukunft alles Gute, sie ist eine großartige deutsche Sportlerin, die den deutschen Fußball weitergebracht hat. Die großen Erfolg der letzten 15 Jahren sind auch auf sie zurückzuführen, alle internationalen Titel sind mit ihr verbunden. Aber sie ist auch eine tolle Persönlichkeit, die mitten im Leben steht. Ich wünsche ihr vom Herzen, dass sie weiterhin für den deutschen Fußball aktiv sein wird. Wir brauchen sie, die WM 2011 wirft ihre Schatten voraus.

Hannelore Ratzeburg (DFB-Vizepräsidentin): „Ich war ziemlich überrascht. Denn ich dachte, sie wollte unbedingt zu Olympia fahren. Ich schätze an Silke ihren Ehrgeiz, ihren unbedingten Willen, ihre Ziele zu verwirklichen, ihre Ausstrahlung und die Sicherheit, die sie der Mannschaft gegeben hat. Ich werde mich immer sehr gerne an diese tolle Karriere erinnern.“

Steffi Jones (OK-Chefin WM 2011): „Das ist eine Art von Größe, ein Highlight wie Olympia auszulassen und zu sagen, ich möchte neue Wege gehen. Das ist ein schwerer Schritt, aber er ist wohl überlegt. Ich hoffe, dass sie eine unserer Botschafterinnen wird. Vielleicht gibt es eine Aufgabe als Trainerin für den Torhüterinnennachwuchs. Ich freue mich, dass sie dem Frauenfußball und uns erhalten bleibt. Ich habe von ihr gelernt, dass man 100 Prozent geben kann und muss. Sie ist ein Vorbild in vielerlei Hinsicht. Menschlich gesehen ist sie ein wahnsinnig liebenswerter Mensch, ich bin froh, dass ich sie meine Freundin nennen darf.“

Silvia Neid (Bundestrainerin): „Ich finde es sehr schade, aber ich kann die Entscheidung gut nachvollziehen. Wenn ich zurückblicke, war das schon außerordentlich gut, was Silke geleistet hat. Ich konnte das in Siegen ja hautnah miterleben. Herzlichen Glückwunsch noch einmal von meiner Seite. Sie hatte immer eine professionelle Einstellung und einen unheimlichen Willen, das hat mir die Arbeit sehr erleichtert. Ich möchte mich für Offenheit, Ehrlichkeit und die Zusammenarbeit bedanken. Ich hoffe, Silke bleibt dem deutschen Frauenfußball erhalten. Es wäre fatal, wenn wir ihre Erfahrungen nicht weitergeben würden. Ich werde dich vermissen, Silke.“

Siegfried Dietrich (Manager 1. FFC Frankfurt): „Eine große Persönlichkeit des internationalen Frauenfußballs beendet ihre Karriere in der Nationalmannschaft. Ich habe großen Respekt vor dieser Entscheidung. Nadine Angerer ist selbst eine Welttorhüterin und es war für Silke immer schwerer, an die Nummer-Eins-Position heranzukommen. Ich bin aber froh, dass sie uns beim 1. FFC Frankfurt erhalten bleibt und dort ihren Vertrag erfüllen wird.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.