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Topspiel der Frauenfußball-Bundesliga live auf DFB-TV

Von am 12. Mai 2008 – 0.38 Uhr 31 Kommentare

Weltmeisterlicher Glanz zur Premiere: Am Pfingstmontag, den 12. Mai 2008, überträgt DFB-TV, das neue Internet-Videoportal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), zum ersten Mal ein Spiel der Frauenfußball-Bundesliga live. Passend zum Anlass können sich die Fans des Frauenfußballs auf ein Stelldichein der Weltmeisterinnen freuen. Denn DFB-TV überträgt live ab 11.00 Uhr die Partie zwischen dem deutschen Meister und Bundesliga-Tabellenführer 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam.

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Bei der Partie im Stadion am Frankfurter Brentanobad werden voraussichtlich insgesamt neun Spielerinnen aus dem Weltmeister-Team von 2007 zum Einsatz kommen. Ende Februar war das neue DFB-Videoportal DFB-TV online gestellt worden. Schon zur Premiere der Website konnte die DFB-Internetredaktion ein Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga anbieten.

Am 24. Februar 2008 war es eine sechsminütige Zusammenfassung der Partie zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FCR 2001 Duisburg. Seither zeigt DFB-TV jeden Sonntag ab 18:30 Uhr eine Zusammenfassung des Topspiels der Frauen-Bundesliga. „Die erste Live-Übertragung, die in Zusammenarbeit mit den Partnern Sportcast und Laola1.tv durchgeführt wird, ist nun ein weiterer Schritt in der Entwicklung der neuen Plattform“, sagt Uli Voigt, der zuständige DFB-TV-Koordinator.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • Markus Juchem sagt:

    In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen früheren Beitrag vom November 2007 hinweisen. Kann das Internet-TV den Frauenfußball revolutionieren?“

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  • Marcel sagt:

    Markus weisst du obs da einen Kommentator geben wird oder nur Live-Bilder ?

    Ansonsten natürlich ne klasse Sache und das perfekte Spiel dafür 🙂

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  • Markus Juchem sagt:

    Hallo Marcel, naiv wie ich bin, gehe ich einfach mal davon aus, dass es einen Kommentator geben wird. Sonst wäre es ja eine etwas triste Veranstaltung! Aber ich frage gerne mal nach.

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  • oliist sagt:

    Es geht aber auch trist MIT Kommentator. 😉

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  • Markus Juchem sagt:

    ;) 

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  • Marcel sagt:

    Gabs nicht eigentlich schon mal ein Livespiel auf DFB.TV ich mein mich dunkel erinnern zu können das da mal ein U20 der Herren übertragen wurde aber keine Ahnung obs da einen Kommentator gab aber ich glaub der war mies wenn ich mich nicht mehr erinnern kann 😉

    Ansonsten schon mal Danke im vorraus Markus

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  • sieppie sagt:

    Das Spiel wird mit fünf Kameras produziert und selbstverständlich mit einem Live-Kommentar versehen. Der Kommentator heißt Claudio Luciani. Regie wird Connie Luthringer führen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Marcel: Du meinst glaube ich das U21-EM-Qualispiel Deutschland gegen Belgien, oder?

    @sieppie: Vielen Dank für die Info und herzlich willkommen auf Womensoccer.de!

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  • Marcel sagt:

    Ah ja ich wussts jetzt nicht mehr genau welche U-Mannschaft das war.

    Auch ein Danke schön von mir sieppie für die Info.

    Claudio Luciani kommt mir irgendwie bekannt vor ?!!!

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  • Max Diderot sagt:

    Vorweg: Es ist ja prima, dass sich der DFB und seine ausführenden Partner, Laola1.tv und Sportcast, zu dieser Vorgehensweise durchringen konnten. Aber in meinen Augen ist es ein armseliges Zeugnis diverser Interessen, dass diese Maßnahme der Live-Übertagung erst knapp drei Monate nach der Instandsetzung von DFB-TV.de erfolgt.

    In der Zwischenzeit wurden mannigfach Spiele aus den Handball-, Volleyball- und Basketballbundesligen gesendet und auf den P2P-Streams lassen sich die verrücktesten Fußball-Matches (und nicht nur die) in teilweise beeindruckender Qualität verfolgen. Davon abgesehen bietet Eurosport schon seit einigen Jahren die Möglichkeit, diverse Programmangebote auch via Internet verfolgen zu können.

    Aber was ist mit jenen, die gar nicht über die entsprechende DSL-Bandbreite verfügen, um das Spiel in entsprechender Güte verfolgen zu können? Warum werden solche Programmangebote nicht noch zusätzlich in die digitalen Bouquets von ARD oder ZDF eingespeist, um sie dann über DVB-T auszustrahlen? Der Mehrwert bestünde dann auch darin, von möglichen Sponsoren etwas akquirieren zu können.

    Und wo wir schon beim Geld sind. Wird den beiden Vereinen auch der entsprechende Mehrwert vergolten? Erhalten Frankfurt und Potsdam eine zusätzliche Apanage für dieses Live-Event – oder wird sich der DFB demnächst großzügiger in der Honorierung der Frauenfußballvereine in Deutschland zeigen?

    Der DFB ist ein großer Verband, und manchmal, gerade in seinem sozialen Engagement, ist er für mich auch ein großartiger Verband. Nur, wie er seine Delikatesse Frauenfußball medial händelt, missfällt mir. Und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, als diene die Verbands-Presseproklamation auf das Fußballspiel auch dazu, die bis dato aufgetretene eigene Unzulänglichkeit kaschieren zu wollen.

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  • Marcel sagt:

    Der Live-Stream ist ja kostenlos und Werbung wird da wohl ausser T-Online nichts zusehen sein also geh ich mal davon aus das wie die Zusammenfassungen bei den Buli-Spielen das den DFB das nur was kosten wird von daher kann er die Vereine auch nicht entlohnen wenns keine Gewinne gibt.
    Ich seh das eher so das der DFB so eine Art Testlauf startet wie stark das Interesse an sowas ist den der ganze Aufwand der da betrieben wird soll sich ja irgendwann lohnen.

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  • Detlef sagt:

    @Marcel,
    ich stimme Dir absolut zu!!! Diese Übertragung ist ein Testlauf!!! Allerdings ist dies nicht ganz aussagekräftig, denn wie viel Leute erfahren wohl davon, dass es nun so eine Übertragungsmöglichkeit gibt??? Um ARD und ZDF davon überzeugen zu können, dass sich auch Übertragungen von FF-Bundesligaspielen lohnen, braucht es schon etwas mehr WERBUNG!!!

    @Max,
    ich verstehe Deine Skepsis, gegenüber dem DFB!!! Mir geht es da ganz genau so!!! Aber „DFB-TV“ ist ein ANFANG!!! Noch vor ein paar Jahren wäre das undenkbar gewesen!!! Du und ich, und alle anderen Skeptiker, brauchen halt noch etwas Geduld!!!

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  • Max Diderot sagt:

    Streng genommen ist die Aussage, dass der Live-Stream kostenlos sei, falsch! Denn auch die GEZ bezieht Entgelte für medientaugliche PC in ihren Gebührenkatalog mit ein.

    Dein Denkansatz, Marcel, ist auch in einem anderen Punkt nicht korrekt. Natürlich könnte die DTAG (Deutsche Telekom AG) mit einem ihrer Produkte als Sponsor auftreten. Sofern dies erwünscht ist, wie es beispielsweise eine Biermarke bei den Länderspielen der Männer oder den Pokalfinals macht, fließt der Erlös dieser Akquise aber dem Sender (i.e. ARD oder ZDF) und nicht dem Verband zu. Anders verhält es sich mit den sogenannten Persönlichkeitsrechten (Präsentation der Spieler im Bild eines gemeinsamen Werbespots). Es sind komplexe Ausführungen, die möglicherweise die Absicht dieses Blogbeitrags zu sehr beanspruchen würden, weshalb ich nicht weiter ins Detail gehen will.

    Aber noch ein letzter Punkt. Durch die Übertragung im Web könnte es sich möglicherweise Frankfurt leisten, von alten und neu hinzukommenden Sponsoren, beispielsweise für Bandenwerbung, einen angemessenen Obolus zu verlangen. Denn anders als im TV, kann via Internet die ganze Welt Zuschauer der Partie Frankfurt vs Potsdam sein. Und anders als im Fernsehen ermöglicht die Netzübertragung auch eine genauere Berechnung der Teilnehmerzahlen als es die GfK-Hochrechnungen für das Fernsehen vermögen.

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  • Marcel sagt:

    Ich glaub es geht weniger darum das man ARD und ZDF irgendwie davon überzeugen will maln FF-Bulispiel Live zu übertragen.
    Also mein Spekulatius geht soweit
    das der DFB seine „Nischenprodukte“ wie Spiele der U-Mannschaften und Frauenbundesliga vielleicht selbst zu vermarkten versucht über DFB.TV. Aber wie gesagt ist das meine Spekulation und inwieweit sich so was lohnt kann ich auch schwer beurteilen.
    Aber auf jedenfall ist es schon mal gute Werbung für die FF-Bundesliga denn kann mich nicht erinnern das maln Livespiel der Bundesliga im Fernsehn kam oder in voller Länge genossen zu haben ohne ins Stadion zu gehen.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Max

    Danke für Deine interessanten Ausführungen. Ich persönlich finde es nachvollziehbar, dass DFB-TV erst mal mit Zusammenfassungen das Interesse ausgelotet hat für mögliche Live-Übertragungen. Vielleicht hat man auch gar nicht mit einer derart guten Resonanz gerechnet. Deswegen finde ich diese Drei-Monats-Spanne nicht schlimm.

    Der Vergleich zu anderen P2P-Streams hinkt dahingehend ein wenig, weil viele, wenn nicht gar die meisten dieser Angebote illegal ins Netz gestellt werden. Deswegen haben wir bisher auch nie hier im Blog darauf hingewiesen, es betrifft ja gelegentlich auch Frauenfußball-Spiele. Was ich allerdings auch ein wenig übertrieben finde ist, wenn sich der DFB jetzt allzu sehr ob des Live-Streaming-Angebots feiert, das rein technisch ja schon seit geraumer Zeit möglich ist.

    Man darf nicht vergessen, dass zwar eine gewisse Nachfrage da ist, sie sich aber immer noch auf einem mäßigen Niveau bewegt. Von einer möglichen Einspeisung in digitale Bouquets sind wir wohl noch meilenweit entfernt. Dass man aber technisch entsprechend ausgerüstet sein muss, um die Spiele via Internet verfolgen zu können, lässt sich nun mal nicht ändern. Das kann man aber nicht dem DFB zum Vorwurf machen.

    Deine Frage nach einer zusätzlichen Abgeltung für die Vereine ist sehr interessant, das wird bestimmt Gegenstand von zukünftigen Verhandlungen sein, sollte sich dieses Angebot etablieren. Ich habe allerdings das Gefühl, dass sich der DFB relativ kurzfristig zu dieser Live-Übertragung entschlossen hat, so dass es auf laufende Verträge wohl keinen Einfluss haben wird.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Marcel: Es ist sicherlich ein Testlauf für mögliche weitere Übertragungen in der neuen Saison. Rein finanziell dürfte eine Live-Übertragung im Vergleich zum Zusammenschnitt nicht extrem teurer sein.

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  • Max Diderot sagt:

    Markus, vermutlich hast Du auch in der Presse davon gelesen. Eine Publikation von HWWI (Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut) und der HSH Nordbank wurde bekannt, die den Titel „Wirtschaftsfaktor Fußball …“ hat. Die Kernfokussierung liegt auf der (Herren-) Fußballbundesliga und den Hamburger Sportverein.

    Trotzdem ist die Studie auch für den Frauenfußball und dessen medialer Vermarktung von Interesse. Demnach hat sich der Anteil der aktiven Spielerinnen weltweit in der Periode 2000 bis 2006 um 19% erhöht, auf nunmehr 26 Millionen Spielerinnen. Der globale Anteil von Frauen an dieser Sportart, bei insgesamt 265 Millionen Aktiven, liegt also bei rund 10%. Im Vergleich dazu, dürfte der prozentuale Wert bei ca. 15% liegen (rund 1 Million Mädchen und Damen bei 6,4 Millionen DFB-Mitgliedern).

    Ich deute die Zahlen folgendermaßen: Der DFB kümmert sich in der Praxis zuwenig um die Belange und die Entwicklung der Vereine im deutschen Frauenfußball. In der Öffentlichkeit, wie jüngst nach dem Belgien-Match von Herrn Dr. Zwanziger, wird der übliche Schalmeienklang angestimmt, aber der Ansatz einer möglichen Strategie, wie ein Teil dieser 26 Millionen aktiven Fußballerinnen auf der Welt mit interessanten und attraktiven Spielen der FF-Bundesliga medial informiert werden könnte, fehlt völlig. Eine solche Ausrichtung, und das zeigt ja auch die Vergangenheit des deutschen Männerfußballs, ist anfänglich mit Vorlaufkosten verbunden. Da die Liquidität der FF-Vereine limitiert ist, müsste der DFB hier aktiv werden. Sowohl durch eine finanzielle Unterstützung (beispielsweise einem Frauenfußballfonds) als auch eine fortwährende mediale Präsenz der Klubs, die es ihnen so möglich macht, etwaige Sponsoren und Mäzene für ihr Anliegen zu gewinnen. Noch besser wäre es, würden die Vereine aller FF-Bundesligen es schaffen, sich so zu organisieren, dass sie gegenüber dem gemeinnützigen DFB eine Körperschaft (i.e. GmbH) bildeten, die der DFL ähnelt.

    Ich mache es nicht dem DFB zum Vorwurf, wenn einige Mitmenschen, die das Spiel Frankfurt vs Potsdam anschauen wollen, technisch dazu nicht in der Lage sind, weil ihnen möglicherweise ein DSL-Anschluss fehlt. Aber diesem großen Verband muss es doch auch gestattet sein, manchmal über den Tellerrand hinaus zu denken. Sich vielleicht die Frage zu stellen, wie ein (Übertragungs-) Mehrweg stattfinden könnte, um diese Spitzenpartie in möglichst viele Haushalte zu senden. Das ist für mich dann immer jener Punkt, der Spreu und Weizen trennt; oder Herrn Dr. Zwanzigers respektive Frau Ratzeburgs emphatische Lippenbekenntnisse in ein graues Kolorit verfallen lassen.

    Eine Bemerkung kann ich mir nicht verkneifen. Das P2P-Verfahren ist in seiner rechtlichen Würdigung umstritten. Aber es ist nicht illegal! Mir ist keine Rechtssprechung bekannt, die zu einer solchen Wertung kommt.

    Für all jene, die an der besagten HWWI- und HSH Nordbank-Studie interessiert sind, hier ist der Link: http://www.hwwi.org/Wirtschaftsfaktor_Fu.5068.0.html

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  • Markus Juchem sagt:

    Diese Zahlen klingen ja in der Theorie immer schön und gut. Aber die Praxis sieht anders aus, weil eben gerade die, die man gemeinhin als Zielgruppe bezeichnen würde, offenbar nur teilweise am Frauenfußball interessiert ist.

    Was machen denn eine Million Mädchen und Damen, die im DFB erfasst sind? Finden wir Sie in den Stadien? Bei Länderspielen? Auf Websites und in Frauenfußball-Foren? Das Interesse am Frauenfußball ist einfach in der Breite nicht vorhanden, auch wenn einem das gegen den Strich gehen mag. Punktuell (WM, EM, Olympia oder einzelne Finalspiele) mag das anders aussehen.

    Viele weibliche Jugendliche spielen aktiv Fußball, fahren zum Training, wieder nach Hause und schauen sich die Männer-Bundesliga im Fernsehen an. Die Frauen-Bundesliga interessiert sie oftmals überhaupt nicht.

    Deswegen würde ich nicht sagen, dass der DFB in der Praxis zuwenig tut. Klar, mehr kann man immer tun, aber in Relation gesehen, wird schon viel gemacht. Aus diesem Grund verstehe ich auch nicht den Ruf nach Sendeverpflichtungen etc. Wichtiger wäre es schon im Kindesalter das Interesse der Mädchen am Frauenfußball zu fördern.

    Worin ich aber mit Dir übereinstimme, dass die Frauenfußball-Vereine finanziell unterstützt werden müssen. Die Idee eines Fonds ist sicherlich nicht schlecht, DFB-TV ja zumindest ein Anfang, was die mediale Verbreitung der Liga angeht.

    Zum Thema P2P. Nehmen wir folgendes Beispiel: Ein südamerikanischer Pay-TV-Sender überträgt ein Spiel der argentinischen Meisterschaft im Pay-TV. Findige User streamen dieses Signal und stellen es im Internet einer weltweiten Nutzerschaft zur Verfügung. Würdest Du die Ausstrahlung und den Empfang dann als legal bezeichnen?

    Anders sieht es möglicherweise aus, wenn ein Sender offiziell ein Streaming-Angebot ausstrahlt. Hier ist die Rechtslage nach wie vor ungeklärt.

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  • ViolA sagt:

    das viele weibliche jugendliche und frauen zum training fahren und dann zuhause männerfußball gucken kann ich durchaus aus meiner eigenen mannschaft bestätigen. die vereine in der frauen-bl sind einem zwar soweit geläufig (ffc, potse, fcb,…) allerdings bleibt es meist dabei. meiner meinung nach liegt das aber zum einen daran, dass die mediale berichterstattung einfach praktisch nicht vorhanden ist wenn man nicht danach explizit sucht. somit fehlt auch der bezug dazu und die spannung. zum anderen aber ist die verteilung der vereine in der bl im moment reichlich unglücklich verteilt wenn wir einen blick auf die deutschlandkarte werfen, was einfach auch daran liegt, dass der ff in vielen teilen deutschlands nicht angekommen ist (man muss nur den vfb angucken der sich im moment überlegt ob er eine frauenmannschaft gründen soll oder nicht, sich aber nicht so recht entschließen kann). spielerinnen die um stuttgart oder kassel herum wohnen müssten kilometer weit fahren um bl-spiele sehen zu können und das ist einfach ein kostenspieliges unternehmen.
    aus diesen gründen fehlt es dann einfach an dem bezug wie das die schwaben mit dem vfb haben und die bayern mit dem fcb.

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  • ViolA sagt:

    ach was ich vergessen habe zu sagen: die verteilung ist auch deswegen so schlecht weil es im vergleich eben noch zu wenig vereine in der 1. bl gibt, was der qualität der bl im moment absolut noch förderlich ist, den zuschauerzahlen aber eben nicht.
    den beleg sehen wir in saarbrücken. sie haben eine vermehrte mediale berichterstattung erhalten und die saarbrückener haben sich mit dieser mannschaft identifiziert und dementsprechend kamen die leute dann ins stadion und sind mit nach berlin gefahren.

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  • sieppie sagt:

    @Max

    Die Liveübertragung einer Begegnung der Frauenbundesliga oder eines U-Länderspiels auf DFB-TV ist mit Sicherheit aus rechtlichen Gründen nicht ohne weiters möglich. Meines Wissens nach liegen die Rechte der Frauenbundesliga, des DFB Pokals, Länderspiele usw. bis zum Ablauf der Saison 2008/2009 bei der Rechteagentur der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender SportA. Wenn der DFB ein Spiel ohne Geoblocking Live zeigen möchte, bedarf es der Zustimmung eben dieser Agentur.

    Eine zusätzliche Abgeltung für die Vereine seitens des DFBs ist sehr unwahrscheinlich, da der DFB dieses Spiel ja auf eigene Kosten produziert. Möglich ist allerdings, dass sich die Vereine die DFB-TV Präsenz bei Verhandlungen mit Ihren Sponsoren zu nutze machen.

    Bei den U-Länderspielen auf DSF fällt mir auf, dass im Gegensatz zu UEFA Cup-Spielen und anderen Sportübertragungen des DSFs keine übermäßigen Werbegrafiken, Werbescrolls und Hotelgutscheinverlosungen die Übertagungen verunstalten.

    Der von Dir erwähnte Partner des DFBs, Sportcast, ist im übrigen eine 100% Tochter der DFL und produziert alle Spiele der Bundesliga und 2.Bundesliga. Daraus läßt sich ableiten, dass auch der DFB einen ähnlichen Weg geht wie die DFL … die Rechte incl. eines selbst erstellten TV-Signals zu verkaufen.

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  • Max Diderot sagt:

    Sieppie, in vielen Punkten stimme ich Dir zu. Nur, was Markus ja auch schon schrieb, es ist nicht auszuschließen, dass die kommende Partie, Frankfurt vs Potsdam, vom DFB als eine Art Pilotprojekt qualifiziert wird. Ob der übliche Rahmen, Auswertung und Wertschöpfung dieser Veranstaltung, eingehalten wird und Agenturen involviert sind, vermag ich nicht zu sagen. Soweit mir bekannt, hat der DFB mit der Deutschen Telekom eine exklusive Vereinbarung über die sogenannte Internetausstrahlung geschlossen. Wenn ich mich nicht arg irre beträgt das Entgelt pro Saison € 50 Millionen. Inwieweit davon auch der Frauenfußball betroffen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Zumindest suggeriert diese Zahl, dass ein paar Krumen für den Frauenfußball vorhanden sein dürften.

    Ich möchte ein Zitat aus der HWWI-Studie einfügen, das meines Erachtens ganz gut das aktuelle Dilemma, sprich mediale Aufmerksamkeitsdefizit mit sich anschließender ökonomischer Baisse, beschreibt:
    „Fernsehgelder und Sponsoringeinnahmen können nicht unabhängig voneinander maximiert werden, weil sie in einem unmittelbaren Zusammenhang zueinander stehen; werden die Fernsehgelder maximiert, indem die Bundesliga nur noch im werbefreien Pay-TV zu
    sehen ist, würde dies die Sponsoringeinnahmen aufgrund geringerer Rezipientenzahl reduzieren.“

    Ich bin in meinen Ausführungen auch deshalb ein wenig geharnischt, weil wir es doch mit einem ungemein reichen Verband zu tun haben. Und damit ist nicht nur der finanzielle Aspekt gemeint. Der DFB hat sehr viele interessante, intelligente Köpfe. Und dass es der Verband nicht fertig zu bringen scheint, wenigstens eine Diskussion darüber zu forcieren, die wirtschaftlichen und organisatorischen Nöte der FF-Vereine mittelfristig auf eine gesunde Basis zu stellen, hinterlässt Kopfschütteln bei mir.

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  • Detlef sagt:

    @ViolA,
    die FF-Begeisterten, die um Stuttgart wohnen, können sich in die S-Bahn setzen, und den SiFi-Girls zuschauen!!! Das ist immerhin eine Spitzenmannschaft in der 2. Liga-Süd!!! Dort gibt es immer mal wieder auch Spitzenfussball zu sehen (DFB-Pokal, oder Testspiele)!!! Falls SiFi aufsteigen sollte, wäre dies dann auch wöchentlich zu haben!!! Die Verteilung der Erstligaklubs, ist doch auch im Männerbereich nicht „gerecht“!!! Was machen Fußballbegeisterte, die am Bodensee wohnen??? Oder was machen die, die in Thüringen wohnen??? Wer sein Lieblingsverein nicht direkt vor der Haustür hat, der muss eben reisen!!! Und ja, dass kann auch mächtig ins Geld gehen, bei den aktuellen Spritpreisen!!!

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  • ViolA sagt:

    ich weiß detlef, dazu muss sifi aber erstmal gegen jena gewinnen oder die sich einen patzer leisten und du wirst mir recht geben dass die 2. bl noch wenige raufmerksamkeit als die 1. bekommt und somit kannste das praktisch vergessen 😉
    klar ist immer irgendwer benachteiligt, das bestreite ich ja auch nicht. ich denke eben aber, dass im vergleich zu den männern im moment noch zu wenig mannschaften für eine gerechte verteilung in der 1. bl sind. ich bin sicher, dass sich das auch noch ändern wird – z.b. wenn wattenscheid als weitere mannschaft im pott absteigt und dafür jena oder sifi aufsteigen.

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  • sieppie sagt:

    Die Tatsache, dass im Gegensatz zum DFB Pokal, wo ARD und ZDF zu 90% die Begegnung des FC Bayern München übertragen, der DFB Wert darauf legt allen Vereinen der Frauen Bundesliga die DFB-TV Präsenz zu ermöglichen zeigt doch, dass der DFB sich nicht den Quotensklaventum unterwirft, sondern eine Auswahl unabhängig von Erfolg, Tabellenstand oder sonstigen Parametern gerecht verteilt.

    Mit dem WM Titel im Rücken und der WM 2011 vor Augen, werden sich die Aktivitäten des DFBs in Bezug auf die Frauenbundesliga sicherlich nicht auf diese eine Live-Übertragung beschränken. Allerdings kann der DFB die öffentlich-rechtlichen Sender ja nicht zwingen, Bundesligaspiele der Frauen zu übertragen. Also gehen Sie den Weg dieses selbst zu tun.

    Auf den DFB Präsidenten Theo Zwanziger lasse ich nichts kommen. Er ist ein wirklicher Fan des Frauenfussballs ohne wenn und aber. Ich bin sicher das er am Montag der Partie beiwohnen wird und zwar ohne Berechnung wegen der Liveübertragung, sondern aus reinem Interesse.

    Was deine Ausführungen zum Thema TV Einnahmen und Sponsoringeinnahmen angehen, gebe ich Dir Recht. Sollte die Bundesliga Ihre TV-Präsenz mehr ins Pay-TV verlagern, wird dass die Sponsoreneinnahmen sicher nicht steigern. Allerdings bleiben uns dann die doppelte und dreifache Bandenwerbungen wie z.B. auf Schalke oder in Rostock sicherlich erspart.

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  • Max Diderot sagt:

    Markus, ich bin Dir noch eine Antwort schuldig. Es geht um das P2P-Verfahren. Du nanntest das Beispiel eines südamerikanischen TV-Senders.

    Ich habe ein wenig recherchiert und fand auf der Webseite der Netzwelt eine Aussage vom 27. Mai 2006, Autor ist Moritz Zielenkewitz, an der sich inhaltlich (nach meinem Wissensstand) bis heute nichts geändert hat.

    Zitat: „‚Die Gesetze für P2P-TV sind noch sehr lückenhaft. Ein TV-Sender muss ja nur die Gesetze des eigenen Landes beachten, das Internet aber ist länderübergreifend. Rein rechtlich ist also das Ausstrahlen der Fußball-Streams nicht anfechtbar‘, schildert Coolstreaming-Mitarbeiter SmAiL die Situation. In der Vergangenheit hatte Coolstreaming einen Rechtsstreit mit dem einheimischen Sportsender „Sky Italia“, da auch viele italienische Spitzenspiele den Weg über P2P auf die Computer finden. „Sky Italia“ verlor den Prozess allerdings, da Coolstreaming laut Gerichtsbeschluss keine illegalen Inhalte anbiete. Ein ähnlicher Verlauf wird auch bezüglich der DFL erwartet.“.

    Demzufolge müsste ich Deine Frage nach der Legalität bejahen. Ja, es ist augenblicklich legal, aufgrund der aktuell undurchschaubaren rechtlichen Situation, über einen entsprechenden Stream Programmangebote empfangen zu dürfen.

    Ein anderer Aspekt tritt dann auf, wie jüngst in dieser Woche geschehen, wenn Importeuren gerichtlich verboten wird, Set-Top-Boxen, die die Signale von Pay-TV-Sendern hacken können, nach Deutschland zu liefern.

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  • Detlef sagt:

    @ViolA,
    Wattenscheid ist in dieser Saison zumindest schon mal ein deutlicher Fortschritt, verglichen mit Teams wie FSV Frankfurt, Brauweiler und Rheine in der Vergangenheit!!! In Zukunft werden Teams wie SIFI, Jena, Köln, Herford, TeBe, Leipzig und Gütersloh, für eine weitere Verstärkung der 1. Bundesliga sorgen!!! Mannschaften wie Crailsheim und Saarbrücken, haben aus den anfänglichen Fehlern ihrer Erstliga-Zugehörigkeit dazugelernt, und sind nun beim zweiten Versuch, wesentlich besser aufgestellt!!! Das kann auch in SIFI so kommen!!!
    @sieppie,
    es liegt sicher nicht an THEO, wenn es beim DFB in Sachen FF noch Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen gibt!!! Er ist ein Seegen für den FF in Deutschland!!! Und natürlich kommt er zum Spitzenspiel ins Brentanobad!!! Da spielt ja schließlich TURBINE, und da spielt vor allem ANJA!!!

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  • ViolA sagt:

    das habe ich doch gar nicht bestritten, detlef. 😉 mir ging es eigentlich mehr um die identifikation mit einem verein in der nähe und das ist im moment hier nicht gegeben. es ist nicht wie bei den schwaben der vfb mit dem man sich identifiziert. frag mal die weiblichen jugendspielerinnen die fußballspielen nach ihrem lieblingsverein. wenn überhaupt was aus dem frauenbereich kommt dann mit ziemlicher sicherheit einer aus der 1. bl und dann frag mal wie oft sie den live haben spielen sehen im stadion. das war es was ich meinte 😉

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  • Markus Juchem sagt:

    @Max

    Das von Dir angeführte Zitat bezieht sich aber, zumindest nach meiner persönlichen Auslegung, ausschließlich auf den Fall, dass ein TV-Sender offiziell ein Streaming-Signal selbst aussendet.

    Bei den meisten im Netz zu empfangenden Spielen wird aber hingegen das ausgestrahlte Fernsehsignal von Privatpersonen vom Bildschirm abgefilmt und dann als Stream ins Netz gestellt, was ja eine komplett andere Ausgangssituation ist.

    Die Rechtsprechung ist aber hier, soweit überhaupt vorhanden, wirklich verworren und zeigt mal wieder wie so oft, dass technische Entwicklungen ihrer Regulierung immer weit voraus sind.

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  • Detlef sagt:

    @ViolA,
    dass liegt aber auch an den Klubs selber, wie sie mit „Vorbildern“ umgehen!!! Wenn den Mädels im Training immer wieder vorgebetet wird, „das musst Du machen wie Podolski, oder Gomez, oder…, oder…, dann wird sich daran auch nix ändern!!!
    Wir „BaWü-Löwen“, haben mal versucht, eine Busfahrt zum Knallerspiel, Frankfurt gegen Potsdam zu organisieren!!! Dazu luden wir örtliche Mädchenvereine aus der Region Ludwigsburg/Vaihingen ein!!! Das Interesse war leider sehr bescheiden!!! So viel zum Thema FF-Bundesliga erlebbar machen!!!

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  • ViolA sagt:

    natürlich liegt es auch daran. es bedingt sich in gewisser weise gegenseitig. dazu kommt sicher auch, dass die meisten ligaspiele zur gleichen zeit stattfinden – überall in deutschland. und wer sonntags selbst auf dem platz steht, der kann schlecht gleichzeitig als zuschauer bei der frauen-bl auf der tribüne sitzen. das ganze ist reichlich unglücklich gelöst und ich stehe auch jedesmal wieder vor demselben problem. ändern kann sich das aber erst wenn die spielerinnen den profistatus erreicht haben und es ihnen somit möglich ist an einem anderen tag der woche zu spielen und nicht sonntags früh.
    meine mitspielerinnen gucken mich auch immer ganz erstaunt an wenn sie mitbekommen, dass ich mal wieder in frankfurt war. abgesehen von meiner trainerin die potsefan ist haben die alle keine große ahnung von der frauen-bl. ich denke aber dennoch, dass wir auf einem guten weg sind was die berichterstattung angeht und somit auch was die vorbildfunktion angeht. vor einigen jahren waren entweder durchweg männer die vorbilder junger mädchen und ansonsten birgit prinz. mittlerweile fallen durchaus auch namen wie marta oder natze. die wm 03 und auch die im letzten jahr hat viel verändert und ich bin sicher, dass die nächsten jahren das verstärken werden. es bleibt zu hoffen, dass wir den profistatus relativ schnell erreichen (so schnell es geht und so langsam wie die liga braucht um zu wachsen) und/oder die spieltage verschoben werden so dass fußballspielende mädchen und frauen nicht nur dann ins stadion können, wenn sie mal einen spielfreien tag haben.

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