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Petra Wimbersky: „Potsdam ist fußballerisch auf gleichem Niveau“

Von am 12. Mai 2008 – 1.25 Uhr

Petra WimberskyAm Pfingstmontag, 11.00 Uhr, ist es wieder einmal soweit: Dann treffen im Frankfurter Stadion am Brentanobad die beiden erfolgreichsten deutschen Frauenfußball-Mannschaften des vergangenen Jahrzehnts aufeinander. Reichlich Brisanz ist also garantiert.

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Während der FFC wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft sammeln und Selbstvertrauen für die anstehenden UEFA-Pokal-Finalspiele gegen Umeå IK tanken will, sieht Turbine in dem Duell vor allem eine Standortbestimmung des eigenen Leistungsvermögens.

FFC-Spielerin Petra Wimbersky, früher in Potsdam aktiv, erwartet ein spannendes Kräftemessen. „Potsdam ist ein starker Gegner, der selbst versuchen wird, das Spiel zu machen. Sie sind fußballerisch auf gleichem Niveau wie wir“, so Wimbersky gegenüber Womensoccer.de.

Der 1. FFC Frankfurt will nach den zwei unerwarteten Niederlagen gegen SC 07 Bad Neuenahr und Bayern München auf dem 6:2-Erfolg beim SC Freiburg aufbauen. Doch gegen Turbine tat sich die Elf von Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks in der Vergangenheit nie leicht. So gab es in dieser Saison in Potsdam ein 1:1 in der Liga und einen knappen 1:0-Erfolg im DFB-Pokal. Im Vorjahr musste sich Frankfurt im Heimspiel mit einem 1:1 begnügen.

Tal überwunden?
Zudem fehlte es den Frankfurterinnen zuletzt an der nötigen Frische. Doch Wimbersky analysiert: „Das Tal liegt hinter uns. Wir hatten bereits nach dem Algarve Cup im März spielerische Probleme, die wir zunächst noch kompensieren konnten. Nach dem gewonnenen DFB-Pokalfinale haben wir möglicherweise kurzzeitig abgeschaltet, es kam Müdigkeit dazu, die Kraft war nicht mehr da und die Konzentration hat etwas nachgelassen.“

Nicht mitwirken können in dem Topspiel die verletzten Pia Wunderlich und Renate Lingor. „Es ist schade, dass sie uns fehlen, gerade jetzt, wo wir englische Wochen zu bestreiten haben. Aber wir müssen damit umgehen. Wir haben genügend erfahrene Spielerinnen im Team“, so Wimbersky.

Frankfurts Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks meint: „Das Duell der beiden ewigen Rivalen ist immer wieder ein Klassiker, der für viel Spannung sorgt und die Fans beider Lager in seinen Bann zieht. Wir haben Respekt vor der jungen Turbine-Mannschaft, die zahlreiche Spielerinnen aus Nachwuchs-Nationalmannschaften in ihren Reihen hat.“

Tagesform entscheidet
Turbine will beim 22. Bundesliga-Duell mit dem Erzrivalen mögliche Schwachstellen des Gegners ausfindig machen und daraus Kapital schlagen. „Die Tagesform wird über Sieg und Niederlage entscheiden“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder, der sich ein Spitzenspiel und eine echte Standortbestimmung erhofft.

Auch Spielführerin Jennifer Zietz meint: „Es ist immer gut, sich mit starken Teams messen zu können.“ Und Schröder ergänzt: „Nach diesen 90 Minuten werden wir wissen, wo wir stehen.“ Die Personalsituation sieht bei Turbine gut aus. „Wir haben keine schlechte Mannschaft an Deck“, so Schröder über seinen Kader, in dessen Reihen nur Jessica Wich (Leistenbeschwerden) und Laura Brosius (Knöchelprobleme) angeschlagen sind.

Live-Übertragung auf DFB-TV
Auch die Frauenfußball-Fans, die nicht im Stadion sein können, müssen auf das Spiel nicht verzichten. Denn DFB-TV überträgt erstmals ein Spiel der Frauenfußball-Bundesliga live im Internet.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.