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EM-Quali: DFB-Elf will Ticket für Finnland lösen

Von am 7. Mai 2008 – 9.02 Uhr

Célia Okoyino da Mbabi steht vor ihrem Comeback in der NationalmannschaftFußball zum mit der Zunge schnalzen wird das heutige EM-Qualifikationsspiel der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft gegen Belgien in Eupen (ab 17.20 Uhr live in der ARD) vermutlich nicht bieten, eher ein Geduldsspiel dürfte die Auseinandersetzung mit dem kompakten Gegner bringen.

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Einzig und allein der Sieg zählt, gegen eine belgische Nationalmannschaft, die nach einem 2:2 gegen die Niederlande und einem 3:1 gegen die Schweiz in Heimspielen vor knapp zwei Wochen auf den Geschmack gekommen ist und voller Motivation ist, dem Weltmeister ein Bein zu stellen.

„Drei Punkte sind unser klar formuliertes Ziel“, sagt Bundestrainerin Silvia Neid, deren Team mit einem Sieg vorzeitig die EM-Qualifikation perfekt machen könnte. Doch noch viel mehr als die drei Punkte dürfte Neid interessieren, wie sich in dem für ein EM-Qualifikationsspiel unwürdigen KAS-Stadion die Rückkehrerinnen ins Team schlagen werden, allen voran die formstarke Célia Okoyino da Mbabi (Bild).

Die Ausgangsposition ist klar: Die DFB-Frauen brauchen nur noch einen Sieg, um sich für die EURO 2009 in Finnland zu qualifizieren. Mit der optimalen Punktausbeute von 15 Punkten und 22:1-Toren führt Deutschland die Tabelle der Gruppe 4 souverän an. Belgien folgt auf Rang zwei mit zehn Punkten nach sechs Begegnungen. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die Endrunde.

Lockerer Sieg im Hinspiel
Vor gut einem Jahr hatte man es bereits einmal mit dem Gegner zu tun, damals gab es in Lübeck ein problemloses 3:0. „Ich erwarte ein Spiel mit vielen Zweikämpfen. Die Belgierinnen werden defensiv agieren und auf Konter lauern“, so die Einschätzung Neids, die davor warnt, den Gegner zu unterschätzen. Ein Spiel, bei dem wohl eine Portion Geduld gefragt sein wird.

Neid muss in Eupen auf die verletzte Renate Lingor verzichten. „Ihr Fehlen wiegt enorm schwer“, sagt Neid. „Wenn sie dabei ist, liefern wir gute Spiele ab. Das ist kein Zufall. Sie hat die Fähigkeit, im defensiven Mittelfeld das Tempo unseres Spiels zu diktieren.“ Neben Lingor fehlen auch Sandra Smisek (1. FFC Frankfurt), Martina Müller (VfL Wolfsburg) und Lena Goeßling (SC 07 Bad Neuenahr).

Angerer im Tor
Im Tor wird anders als zunächst geplant Nadine Angerer stehen. Denn Silke Rottenberg plagt eine Fußverletzung, so dass kein Risiko eingegangen werden soll. Die Frankfurter Torhüterin wird dann am 29. Mai in Kassel im Spiel gegen Wales zum Einsatz kommen.

„Wir müssen den Ball laufen lassen, schnell spielen, über die Flügel kommen und die Position vor dem Tor gut besetzen“, so das Konzept, mit dem das Team zum Erfolg kommen soll. Das Belgien-Spiel ist vor allem ein Test, um noch einmal einen Eindruck vom Fitnesszustand aller Spielerinnen zu bekommen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.