2.186 Schiedsrichterinnen aktiv

Von am 30. April 2008 – 11.55 Uhr 1 Kommentar

Exakt 78.617 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sind in den Landesverbänden des DFB gemeldet. Dies geht aus der diesjährigen Schiedsrichter-Statistik des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hervor. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet diese Zahl ein Minus von 1.298.

Die meisten Unparteiischen gehören dem Bayerischen Fußball-Verband (15.127) an, es folgen Niedersachsen (11.579), Württemberg (6.973) und Hessen (6.829). 63.265 Schiedsrichter sind über 18 Jahre und 13.166 sind unter 18, darüber hinaus sind 2.186 weibliche Unparteiische.
„Unser Ziel bleibt weiterhin, zumindest alle Spiele im Senioren-Bereich mit geprüften Schiedsrichtern zu besetzen“, äußert Volker Roth, der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, zu den aktuellen Zahlen.

Im Rahmen seiner Bemühungen, die Zahl der Schiedsrichter zu erhöhen und möglichst wenige ausgebildete Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen zu verlieren, geht der DFB-Schiedsrichter-Ausschuss neue Wege. Seit einigen Monaten läuft bundesweit die DFB-Aktion „Faszination Schiedsrichter“.

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Mit Postern, auf denen EM-Schiedsrichter Herbert Fandel die vielfältigen Aufgaben eines Unparteiischen symbolisiert, wird um Nachwuchs geworben. Von einer Arbeitsgruppe des DFB sind dazu zwei Wettbewerbe entwickelt worden.

Alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Vereinigungen oder Gruppen sind aufgerufen, ihre Ideen mitzuteilen, die zu einer Stärkung des Ansehens der Unparteiischen führen. Publikationsmittel für diesen Wettbewerb ist die DFB-Schiedsrichter-Zeitung, in der die Beiträge veröffentlicht und die besten Vorschläge ausgezeichnet werden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Max Diderot sagt:

    Mein familiärer Hintergrund ist eigentlich pazifistischer Natur. Trotzdem muss ich über die mangelnde Kreativität des genannten Posters mosern. Will uns das Motiv vermitteln, dass Herr Fandel zum Buddhismus konvertiert ist? Was soll der tiefere Sinn der Darstellung des Klavier spielenden Schiedsrichters sein? Warum werden solche (an sich lobenswerten) Initiativen immer so bieder, so phantasielos gestaltet? Als hätte sich der Schatzmeister des DFB (Pardon Herr Schmidt) als kreativer Geist versucht.
    Das aktuelle Minus an Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern gegenüber dem Vorjahr ist schon erschreckend. Gibt es Angaben darüber, ob es sich dabei um einen Trend handelt?
    Wer sehen will, mag schauen:

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