1. FFC Frankfurt gewinnt DFB-Pokal

Von am 19. April 2008 – 18.23 Uhr 8 Kommentare

Mit einem 5:1 (1:1)-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken hat der 1. FFC Frankfurt zum siebten Mal den DFB-Pokal der Frauen gewonnen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit spielte der Meister in den zweiten 45 Minuten immer mehr seine individuelle Klasse aus gegen den kräftemäßig immer mehr abbauenden Aufsteiger. Die Treffer erzielten Conny Pohlers (2), Birgit Prinz, Kerstin Garefrekes und Petra Wimbersky. Natalie Budge hatte den Außenseiter zunächst in Führung geschossen. Renate Lingor zog sich nach einer ersten Diagnose nach einem Foul in der zweiten Halbzeit einen Schlüsselbeinbruch zu.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • oliist sagt:

    Hurra für den 1.FFC!
    Buuhh für ein Stadion nahezu ohne Stimmung.Stellenweise konnte ich die Mäuschen in den Katakomben flüstern hören.Also fast schon Grabesruhe.
    Und um Gottes Willen liebes ZDF:gebt Norbert Galeske nie wieder ein Mikrophon in die Hand!!!

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  • netcruiser sagt:

    Tolles Spiel in der 1. Halbzeit. Miese Stimmung im Stadion! Da muß unbedingt was geändert werden… Im Hintergrund tanzen Dortmund-Fans… Das haben die Frauenfinalisten nicht verdient. Sie brauchen ein volles Stadion in einer kleineren Arena mit echten Frauenfussballfans!!!

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  • Max Diderot sagt:

    Hinterher ist man immer schlauer! Aber ich hätte auch den, nun prophetisch anmutenden, Aussagen Glauben schenken sollen, dass das Reportieren des Frauenfinals eine Tortur sein würde. Mein Masochismus, mir die ganze Spielzeit den Kommentator anhören zu wollen, kann ich im Nachhinein nur damit begründen, etwaige zarte Auswüchse seriöser Medienkultur nicht verpassen zu wollen. Ich sag’s nicht gerne, aber ein dermaßen schlecht vorbereiteter ZDF-Kommentator war eine Schande für dieses Pokalfinale!
    Zum Spiel selbst: Das erste Frankfurter Tor war klasse, da dem Treffer eine sehr schöne Direktkombination voraus ging. Taktisch schienen mir die Saarbrückerinnen wenig flexibel. Und gewiss flatterten den jungen Damen von der Saar auch ganz schön die Nerven.

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  • Steffen sagt:

    Ich finde, dass Norbert Galeske sich verbessert hat. Ich habe diesmal keinen Fehler gemerkt. Das Spiel in der ersten Halbzeit war nicht gut, viele Ungenauigkeiten im Passspiel, vor allem bei Frankfurt, was kaum Torchancen zustandekommen ließ. In der zweiten Halbzeit zeigten die Frankfurterinnen dann, was sie eigentlich können. Kommt es mir nur so vor, oder war das in der letzten Zeit nicht des öfteren der Fall, dass sie die erste Halbzeit verschlafen? Gegen ähnlich starke Mannschaften wird das möglicherweise mal nicht reichen. Für Renate Lingor tut es mir sehr Leid, sollte sie sich wirklich das Schlüsselbein gebrochen haben. Silke Rottenberg konnte beim ersten Tor nicht allzu viel machen, in der zweiten Halbzeit hat sie eine 100%ige Torchance vereitelt. Öfter konnte sie sich nicht auszeichnen, dafür waren die Saarbrückenerinnen einfach zu schwach.

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  • ViolA sagt:

    doch er hat den ein oder anderen fehler gemacht… ich hab mir allerdings nicht gemerkt was er von sich gegeben hatte… vielleicht weiß das jemand anderes noch…

    die aussage ist durchaus korrekt. der ffc hatte in letzter zeit häufiger in einer halbzeit durchaus probleme was das passspiel angeht oder auch die kombinationen. seit der winterpause schlägt sich das team damit herum, was vielleicht auch an den ständigen verletzungen einiger spielerinnen liegt, trotzdem aber eigentlich nicht so passieren dürfte. zum glück haben sie bisher immer noch den bogen geschafft – was meist auch daran liegt, dass sie fast immer den längerem atem und die bessere fitness haben.

    für idgie tut es mir wirklich leid. ich wünsche ihr gute besserung und eine schnelle genesung.

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  • Marcel sagt:

    Ich fand Norbert Galeske diesmal ganz ok irgendwelche gravierenden Fehler sind jetzt mir nicht aufgefallen.
    Wenn die Saarbrückerinnen nicht so hektisch und zappelig beim Passspiel gewesen wären hätten sie Frankfurt länger Paroli bieten können den in den Zweikämpfen waren sie den Frankfurterinnen in der ersten Hälfte sogar ein wenig vorraus leider durch die vielen Fehlpässe war der Ball schnell wieder weg.
    Zur Stimmung naja irgendwie wie immer zumindest die Saarbrückerfans haben bisschen Stimmung gemacht.

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  • Harald sagt:

    Ich finde, Norbert Galleske hat, da er ja schon genügend Frauenspiele kommentiert hat, inzwischen dazugelernt.
    Aber ob Frauen- oder Männerfinale. Die Kommentatoren Galleske und Rethy geben sich da nichts, denn Bela Rethy is auch nich der beste.

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  • Max Diderot sagt:

    Nein, es geht doch nicht darum, dem Kommentator am Ende eine Bilanz vorhalten zu müssen, die seine Genauigkeiten und Fehler saldieren. Mich stört an vielen Protagonisten der Medienzunft, dass sie so einer narzisstisch anmutenden Rhetorik anheim fallen. Gülte das Prinzip: weniger ist mehr – dann hätten beide ZDF-Reporter zu den jeweiligen Halbzeiten schon Feierabend machen können.
    Gemeinhin wird doch angenommen, dass die Medien so etwas wie die vierte Gewalt im Staate sein könnten. Auf die Sportberichterstattung übertragen bedeutet dies für mich, dass deren Vertreter auch in der Lage eine sachliche, informative und kritische Reportierung zu gewährleisten. Beim gestrigen Damenendspiel war dies aber, nach meinem Empfinden, nicht der Fall. Die Tatsachenentscheidung der Schiedsrichterin, die den Frankfurterinnen den nach ca. 60 Sekunden erzielten Treffer nicht zuerkannte, wurde immer und immer wieder metaphernarm angesprochen, als könnte der oberste Dienstherr des ZDF-Mannes, nämlich sein Intendant, noch für eine nachträgliche Gerechtigkeit sorgen.
    Fußball ist ein simples Spiel – aber einfach kann auch schwer sein. Zu irgendwelchen taktischen Dispositionen schien der Kommentator aber nicht in der Lage zu sein. Schwenkte die Kamera in den Ehrengastbereich, schien er die Übertragungszeit umso vergnüglicher mit Anekdoten füllen zu wollen. Wenn ich mich recht entsinne, litt darunter die Kommentierung jenes Spielaufbaus, der zum Ausgleich der Frankfurterinnen führte; und obwohl die Kamera die Szenenfolge einfing, waren Geist und Sprache des Reporters noch bei den zuvor eingeblendeten (und eher langweilig anmutenden) Gesichtern der Notabeln, über die er boulevardeske Auskünfte gab, während dessen die Damen vom Main den Ausgleich erzielten.
    Ich will eigentlich nicht in dieses allgemeine Kommentatoren-Bashing einstimmen. Deshalb vermeide ich es auch die Namen der jeweiligen Protagonisten zu nennen. Aber über all die Jahre sehe ich auch keine konzeptionelle Entwicklung. Mir scheint, als gelte das akklamierte Prinzip des lebenslangen Lernens für alle Schichten unserer Bevölkerung: bis auf eine – die Fußballkommentatoren!

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