Derby-Klatsche für Angerer und Hingst

Von am 17. April 2008 – 13.18 Uhr 3 Kommentare

Bitterer hätte der Start für Deutschlands Frauenfußball-Nationaltorhüterin Nadine Angerer in die schwedische Damallsvenskan wohl kaum laufen können. Nach der 1:2-Niederlage gegen Kristianstads zum Auftakt und dem mageren 1:1 gegen AIK setzte es im zweiten Lokalderby binnen drei Tagen bei Hammarby die nächste Schlappe.

0:3 ging Angerer zusammen mit ihrer früheren Teamkollegin bei Turbine Potsdam, Ariane Hingst, mit Djurgården baden, gegen ein Team, das seine ersten beiden Spiele mit 1:7 und 0:6 verloren hatte. Heldin des Abends war dagegen eine, die man ebenfalls in Deutschland noch ganz gut kennt.

Seit 2003 hatte Hammarby das Stockholmer Lokalderby nicht mehr für sich entscheiden können, damals siegte man mit 2:1. Doch an diesem Abend lief es wie geschmiert. Bereits in der zweiten Minute brachte Nazanin Vaseghpanah nach Vorlage von Lisa Björkvik die Gastgeberinnen mit einem schönen Heber in Führung.

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Der Schock des schnellen Gegentreffers saß beim Gast tief und ehe man sich versah, lag man bereits 0:2 hinten. Daniella Chamoun vollendete, eingesetzt von Vaseghpanah, mit einem Treffer, der fast eine Kopie des ersten war. Angerer war nach gerade einmal acht Minuten bereits zum zweiten Mal geschlagen.

Djurgården versuchte in der Folge mehr Druck zu entwickeln, doch echte Gefahr kam für das von der früheren Bundesligaspielerin Katrin Lehmann gehütete Tor nur selten auf. In der 28. Minute musste Vaseghphanah auf der Linie einen Schuss von Linda Sällström retten. Doch Tore schoss an diesem Abend nur Hammarby.

Katrin Lehmann hält Kasten sauber
In der 54. Minute war es erneut soweit, Lisa Björkvik sorgte für die endgültige Entscheidung. Djurgården-Trainer Anders Johansson war bereits vorher von Schiedsrichterin Pernilla Larsson auf die Tribüne verbannt worden.

Der Vizemeister bewies trotz des klaren Rückstands jedoch Moral und versuchte in die Partie zurückzukommen, doch an Lehmann, die gerade erst von ihrem erfolgreichen Einsatz für die Schweiz bei der Eishockey-Weltmeisterschaft zurückgekehrt war, gab es kein Vorbeikommen.

Nachdem Hammarby in den ersten beiden Spielen 13 Gegentreffer einstecken musste, hielt die Schweizerin ihren Kasten sauber und erwies sich als Glücksbringer für ihr Team. „Ich habe derzeit einen Lauf, wie man ihn sich nur erträumen kann – vom Eis auf den Rasen und die Erfolgsserie geht weiter“, freute sich Lehmann, den Hoffnungen der Teamkolleginnen gerecht geworden zu sein.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Netcruiser sagt:

    Man Natze, was ist los! Beim Club klatschts, bei dir auch…
    Trauriger Tag für mich!

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  • Rainer sagt:

    Die Tore gingen sicher nicht in erster Linie auf Nadine Angerers Kappe, vielmehr war die Viererkette mehr als unsicher und liess die jungen Hammarby-Angreiferinnen ein ums andere Mal in 1:1-Situationen vor Angerer erscheinen.

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  • Detlef sagt:

    OJE, OJE!!!
    NATZE ist eine absolute WELTKLASSETORFRAU!!!
    Wenn sie 3 Eier ins Nest gelegt bekommt, muss sie von ihren Abwehrspielerinnen absolut im Stich gelassen worden sein!!!

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