Okoyino da Mbabi zurück im DFB-Kader – Pohlers für Wimbersky

Von am 14. April 2008 – 13.20 Uhr 8 Kommentare

Célia Okoyino da Mbabi gehört wieder zum Kader der Frauenfußball-NationalmannschaftCélia Okoyino da Mbabi (Bild) steht erstmals seit ihrer langwierigen Verletzung wieder im Kader der Frauenfußball-Nationalmannschaft. DFB-Trainerin Silvia Neid nominierte die Mittelfeldspielerin des SC 07 Bad Neuenahr für das EM-Qualifikationsspiel am Mittwoch, 7. Mai 2008 (17.20 Uhr, live in der ARD), in Eupen gegen Belgien.

Die 19-Jährige gehörte dem Aufgebot der DFB-Auswahl zuletzt bei der 0:1-Niederlage gegen Italien beim Algarve Cup am 14. März 2007 an. Ein im vergangenen Frühjahr in München erlittener Schienbeinbruch kostete sie dann die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in China. Nun ist die 27-fache Nationalspielerin wieder fit.

„Célia steht seit Anfang des Jahres wieder voll im Training. Sie war sehr fleißig und Sandra Minnert hat in Bad Neuenahr gezielt mit ihr gearbeitet. Das zeigt sich jetzt in ihrer Leistung. Wir konnten das Ende März bei einem Leistungstest feststellen und man sieht es auch in den Bundesliga-Spielen“, so Neid.

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Die DFB-Trainerin berief drei weitere Rückkehrerinnen in den Kader des amtierenden Welt- und Europameisters. So steht Kerstin Garefrekes erstmals nach ihrem Syndesmosebandriss wieder zur Verfügung. „Sie wurde behutsam wieder aufgebaut. Jetzt greift sie wieder an“, erklärt Neid.

Bajramaj kehrt zurück
Mehr als nur einsatzfähig ist auch Linda Bresonik. Eine Knie-Arthroskopie hat sie den Einsatz beim China-Länderspiel und beim Algarve Cup gekostet. „Zuletzt gehörte sie wieder zu den Leistungsträgerinnen bei der SG Essen-Schönebeck“, freut sich die DFB-Trainerin. Und auch Lira Bajramaj meldet sich zurück. „Sie hat die Mandeln herausgenommen bekommen, dann noch eine Zerrung, aber jetzt ist sie wieder voll dabei.“

Auf der anderen Seite werden in Belgien einige Spielerinnen wegen ihrer Abschlussprüfungen fehlen, etwa Sandra Smisek (Kriminalkommissaranwärterin) und Lena Gößling (Einzelhandelskauffrau). Babett Peter absolviert ein Aufbautraining, nachdem sie sich zuletzt mit Knieproblemen herumplagte. Eine schwere Entscheidung musste Silvia Neid indes im Angriff treffen. Entweder Conny Pohlers oder Petra Wimbersky. „Beide sind derzeit gleich stark. Wir haben uns für Conny entschieden, weil sie im Moment neben Birgit Prinz zu den auffälligeren Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt gehört“, erklärt die DFB-Trainerin.

6. Sieg im 6. Spiel angepeilt
Ungeachtet der Personalfragen gibt es für die Partie in Belgien nur ein Ziel: Der sechste Sieg im sechsten Spiel soll es sein. Es wäre ein weiterer großer Schritt in Richtung Qualifikation zur Europameisterschaft 2009 in Finnland. Entsprechend offensiv will Neid die Aufgabe angehen.

„Wir gehen davon aus, dass die Belgierinnen kompakt in der Defensive stehen werden, von daher brauchen wir ein schnelles und präzises Passspiel sowie gute Bewegung vor dem Ball. Wir müssen die Räume in der Tiefe und Breite nutzen und ein gutes Flügelspiel aufziehen, dann bin ich optimistisch, dass wir die drei Punkte holen können“, erklärt Neid.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Idgie-Jonsi-Fan sagt:

    🙂 Das wurde ja auch Zeit, dass die Conny endlich von der Abrufliste wieder in den Natio-Kader rückt. Oder wieviele Tore muss sie denn noch schießen, damit endlich jede(r) sieht wie stark sie zur Zeit is… 🙂

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  • jayden sagt:

    Also ich erinner da mal an eine Inka Grings, die auch nicht berücksichtigt wird, obwohl sie Tora wie am Fließband schießt!

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  • Antje aus London sagt:

    Ich habe gestern die Videos von der Frauen-Bundesliga auf der DFB-Webseite angesehen. In dem Beitrag von einem Spiel von Bad Neuenahr weist der Kommentator (der Schwierigkeiten hat, Celias Namen auszusprechen) darauf hin, dass sie ja einen deutschen Pass hat und Silvia Neid sie doch vielleicht mal fuer die A-Natio beruecksichtigen sollte.

    Das fand ich ganz schoen peinlich, wenn man bedenkt, wie viele A-Laenderspiele Celia schon gemacht und dass sie ohne die Verletzung wahrscheinlich Weltmeisterin waere.

    Ich warte auf den Tag, an dem die Qualitaet der Moderatoren die Qualitaet des Frauenfussballs erreicht.

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  • jayden sagt:

    Stimmt! Im Moment ist die Qualität der Moderatoren eher mit der der Schiedsrichterinnen gleichzustellen, wenn man die Leistung in Wattenscheid vom letzten Wochenende zu Grunde legt!

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  • oliist sagt:

    @Antje
    Da werden wir alle noch sehr,sehr laaaaaaange drauf warten müssen.Und wäre das Unwissen und Unvermögen nicht so tragisch,könnte man fast schon wieder lachen.Die nächste Möglichkeit dazu bietet uns das ZDF schon an diesem Wochenende.
    Ich bete schon seit Jahren für eine Art Zweikanalton-Version für alle möglichen Sportveranstaltungen mit dem Originalton inklusive Atmosphäre auf der einen Seite und dem unsäglichen Geplappere für Masochisten auf der anderen.

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  • Antje aus London sagt:

    Hier in England hat letztes Jahr Nationaltrainerin Hope Powell beim FA-Cup-Finale co-kommentiert 🙂 Sie hat nicht fuenfmal die Herkunft der Spitznamen erwaehnt, sondern ruhig und sachlich das Spiel und die Entwicklung des Frauenfussballs kommentiert. Seht angenehm. Zuvor habe ich hier auch schon die Herausgeberin von Fairgame, dem Frauenfussball-Magazin, im Fernsehen kommentieren gehoert.

    Wobei – wenn ich mir nun vorstellen muesste, Silvia Neid 90 min lang zuzuhoeren, wirds schon schwerer.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt 🙂

    LG aus London!

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  • helena sagt:

    Es ist ja leider nicht so, dass die Kommentatoren der Herren-Fußballspiele sich in Deutschland durch übergroße Kompetenz und großartige, mitreißende Kommentare auszeichneten, ich erinnere nur an Kommentatoren wie Herr von Thurn und Taxis – da nimmt man doch am liebsten ein Taxi und flieht;-).
    Kommentieren ist schwer – zugegeben, aber in anderen, weniger spannenden, weniger auf nur einen Platz begrenzten Sportarten (etwa im Biathlon) geht es ja auch.
    Allerdings fiele mir für den FF auch niemand ein, der dieses wirklich nicht nur kompetent, sondern auch gut rüberbringen könnte. Idgie hat damals mal Co-Kommentatorin gemacht und nicht schlecht wie ich fand, aber wenn ich an Halbzeitanalysen einer Nia Künzer oder Steffi Jones denke?

    Wie wär es denn mit Markus? 🙂

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  • oliist sagt:

    Die Kunst,die immer gleichen Phrasen(gerade im Fussball)nahezu jedesmal anders(und/oder untehaltsam) zu formulieren,ist eben eine ganz hohe,an welcher auch ich wohl kolossal scheitern würde. 😉

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