FFC mit breiter Brust nach Verona

Von am 5. April 2008 – 14.24 Uhr 2 Kommentare

Frauenfußball auf höchstem NiveauMit einem Zwei-Tore-Vorsprung im Gepäck geht der deutsche Frauenfußball-Meister 1. FFC Frankfurt ins Rückspiel im UEFA-Pokal-Halbfinale am Samstag, 5. April, 20.30 Uhr (ab 20.25 Uhr im Liveticker auf der FFC-Website, Ausschnitte ab 23.10 Uhr im hr) bei Bardolino Verona.

Im „Stadio Bentegodi“, dem WM-Stadion von 1990, gilt es, nach dem 4:2-Erfolg im Hinspiel mit einer konzentrierten Leistung zum vierten Mal ins UEFA-Pokal-Finale einzuziehen. FFC-Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks warnt: „Uns darf dieses Ergebnis nicht in Sicherheit wiegen. Das Hinspiel hat gezeigt, wie gefährlich Bardolino Verona mit seinen Stürmerinnen Patrizia Paico und Melania Gabbiadini sowie Valentina Boni agieren kann.“

Da die Italienerinnen von Beginn an ihr Heil in der Offensive suchen müssen, will man vor allem einen Gegentreffer vermeiden, der die Gastgeberinnen noch einmal beflügeln könnte. „Mit einer kontrollierten Offensive wollen wir die Italienerinnen unter Druck setzen. Unser Team ist in jedem Spiel in der Lage Tore zu machen“, so Tritschoks weiter.

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Lingor wieder mit dabei
Wieder mit im Kader ist nach ihrer Denkpause am vergangenen Wochenende Renate Lingor. Fehlen werden weiterhin Saskia Bartusiak und Svenja Huth, für die ein Einsatz nach den Muskelfaserrissen noch etwas zu früh kommt. Ob die angeschlagenen Sandra Smisek und Alexandra Krieger spielen werden, wird sich erst kurzfristig herausstellen.

Nach dem Erreichen des DFB-Pokalfinales wäre der Einzug ins UEFA-Pokal-Finale ein weiterer großer Erfolg, zumal den Spielerinnen bei einem erfolgreichen Finaleinzug der Umzug in die große Commerzbank-Arena winkt, wo die Frankfurterinnen dann entweder auf Umeå IK oder Olympique Lyon treffen würden.

Patrizia PanicoItalienerinnen kämpferisch
„Für uns ist es schon eine große Ehre unter den besten vier Teams in Europa zu sein“, hält Bardolinos Präsident Marcello Battistoli den Ball flach.

Und Trainer Renato Longega ergänzt: „Wir geben uns nicht von vornherein geschlagen, auch wenn wir gegen eine großartige Mannschaft spielen.“

Patrizia Panico meint anerkennend über den Gegner: „Bardolino hat viele Nationalspielerinnen in seinen Reihen, genauso wie Frankfurt. Aber sie haben sehr viele reife Spielerinnen und sind es gewohnt, auf höchstem Niveau Spiele zu bestreiten.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • oliist sagt:

    Auch das ZDF zeigt im sportstudio Ausschnitte vom Rückspiel.Da ich keine andere Möglichkeit habe an Bildmaterial zu kommen,erspare ich mir jegliche Liveticker und lasse mich ab 23Uhr überraschen wie es ausgegangen ist.
    Gutes Gelingen 1.FFC XD

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  • Max Diderot sagt:

    Nun ist der Tag gekommen. Irgendwann, so hoffte ich, als eine relativ einfach gestrickte Natur, würde auch in der Berichterstattung über den Frauenfußball der Kalauer obsiegen. Ergo, Markus, nachdem Du offensichtlich aus dem schier unendlich scheinenden Potpourri der Töpperwienschen Metaphern die eindeutig zweideutige Titelzeile ausgewählt hast, geize ich nicht bei der Bewertung des Artikels (einschließlich eines Rolf-Töpperwien-Gedächtnispunktes)!

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