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Obliers nicht mehr Trainer in Duisburg

Von am 10. Februar 2008 – 20.46 Uhr 1 Kommentar

Paukenschlag in der Frauenfußball-Bundesliga: Thomas Obliers ist nicht mehr Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten FCR 2001 Duisburg. Der Cheftrainer des Bundesliga-Vizemeisters und Vorjahrespokalfinalisten bat ebenso wie Co-Trainer Patrick Jetten nach dem Testspiel der Mannschaft am 10. Februar um sofortige Auflösung der Verträge.

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Vorstand und Aufsichtsrat versuchten die beiden in weiteren Gesprächen von einem Verbleib zu überzeugen, doch weder Obliers noch Jetten konnten umgestimmt werden. Hintergrund der Vertragsauflösung ist nach Angaben des Vereins die Etablierung einer gesamtsportlichen Leitung, die im Rahmen einer weiteren Professionalisierung geplant ist.

Vorstand und Aufsichtsrat bedauern die Entscheidung des Trainerduos und wünschen den beiden alles Gute für die Zukunft. Das Training des Frauenfußball-Bundesligisten leiten ab sofort vorübergehend Inka Grings und Sonja Fuss.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • schmidt sagt:

    Die Rücktritte sind verständlich und ehrenswert.
    Aber war es der einzig richtige, vernünftige und gangbare Weg?

    „Ich denke nein. Es scheint einiges falsch gelaufen zu sein.“

    Wünschenswert wäre es gewesen, wenn alle heute am Sonntag diese wohl spontane Entscheidung „Rücktritt und Annahme der Rücktritte“ nicht getroffen hätten, sondern sich Zeit und Ruhe verordnet hätten.

    Das Trainerteam ist am nächsten dran am Club und den Löwinnen.
    Wer neue Strömungen und Überlegungen ohne Beteiligung des Trainerteams zulässt, es nicht oder zu spät mit einbezieht, handelt nicht als Team.
    – Warum und seit wann lockerten die Verantwortlichen des FCR die Zügel?
    – Wer gestalten und führen will, muss auch steuern.
    – Eine vertrauensvolle Einbindung aller Beteiligten, was die Neuorientierung und Neuplanung des Clubs angeht, ist wohl oder übel versäumt worden.

    Jetzt entsteht unnötig Unruhe und Unfrieden, was alle jetzt aushalten müssen. Schade! Lang, beschwerlich und steinig ist der sportliche Weg nach oben. Der Ruf ist schnell ruiniert, wenn möglicherweise Fehler gemacht wurden und sie nicht eingestanden werden. Wurden tatsächlich Ränke geschmiedet und Entscheidungen vor Wochen getroffen? Dann darf niemand sich wundern, wenn alles frühzeitig auffliegt und viele dann jetzt im Regen stehen.

    Einvernehmliche Lösungen sind immer wichtig und gewinnbringend.

    – Vertrauen schaffen,
    – immer aufeinander zugehen,
    – alle miteinander einbinden,
    – klare Aussprachen führen,
    – die Übersicht und Kontrolle haben,
    – Entscheidungen treffen,
    – Selbstbewußtsein ausstrahlen,
    – Toleranz schaffen,
    – am Profil FCR professionell arbeiten,
    – auch zu Einsichten kommen,
    – gemachte Fehler, die menschlich sind, auch eingestehen
    – …….

    das wäre alles überhaupt wünschenswert!
    Glückauf gutes Gelingen FCR 01 Duisburg – der Niederrhein braucht weiterhin eine starke Kraft und Macht im FF.

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